Ursprünglich handelt es sich bei „Maria durch ein Dornwald ging“ um ein regionales Wallfahrtslied mit insgesamt sieben Strophen. Die ersten drei Strophen, mit denen das Lied auch heute bekannt ist, beziehen sich auf Marias Besuch bei Elisabeth aus dem Lukas-Evangelium (Lk1, 39ff).
Der Dornenwald, durch den Maria geht, steht sinnbildlich für Tod und Unfruchtbarkeit. Beim Vorübergang Marias mit dem göttlichen Kind erblüht er aber zum Leben und wird so zum Sinnbild der Hoffnung.
Melodie und Text: als Wallfahrtslied Mitte des 19. Jahrhunderts im Eichsfeld und Bistum Paderborn verbreitet, heutige Fassung durch das Liederbuch „Der Zupfgeigenhansl“ verbreitet (1912)
1.
Maria durch ein Dornwald ging,
Kyrie eleison!
Maria durch ein Dornwald ging,
der hat in sieben Jahr kein Laub getragen.
Jesus und Maria!
2.
Was trug Maria unter ihrem Herzen?
Kyrie eleison!
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.
Jesus und Maria!
3.
Da haben die Dornen Rosen getragen,
Kyrie eleison!
Als das Kindlein durch den Wald getragen,
da haben die Dornen Rosen getragen.
Jesus und Maria!
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„Weihnachtslieder“ ist ein gemeinschaftliches Benefizprojekt von FAZ.NET, Carus-Verlag und SWR2.
