Ursprünglich war es die Melodie eines Thüringer Volkslieds – bis der deutsche Theologe und Pädagoge Friedrich Wilhelm Kritzinger im 19. Jahrhundert den Text „Süßer die Glocken nie klingen“ erdachte. Da, wo bis Mitte des 19. Jahrhunderts auch das volkstümliche Lied „Seht, wie die Sonne dort sinket“ von Karl Kummerel gesungen wurde, verbreitete das Lied fortan eine heilsame Stimmung. Der Klag der Glocken als hoffnungsvolles Symbol für Wonne und Sehnsucht nach Friede und Freude.
Melodie: nach einem thüringischen Volkslied, vor 1826
Text: Friedrich Wilhelm Kritzinger (1816–1890)
1.
Süßer die Glocken nie klingen als zu der Weihnachtszeit;
’s ist, als ob Engelein singen wieder von Frieden und Freud,
wie sie gesungen in seliger Nacht, wie sie gesungen in seliger Nacht.
Glocken mit heiligem Klang, klinget die Erde entlang!
2.
O, wenn die Glocken erklingen, schnell sie das Christkindlein hört,
tut sich vom Himmel dann schwingen eilig hernieder zur Erd,
segnet den Vater, die Mutter, das Kind, segnet den Vater, die Mutter, das Kind.
Glocken mit heiligem Klang, klinget die Erde entlang!
3.
Klinget mit lieblichem Schalle über die Meere noch weit,
dass sich erfreuen doch alle seliger Weihnachtszeit.
Alle aufjauchzen mit herrlichem Klang, alle aufjauchzen mit herrlichem Klang.
Glocken mit heiligem Klang, klinget die Erde entlang!
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„Weihnachtslieder“ ist ein gemeinschaftliches Benefizprojekt von FAZ.NET, Carus-Verlag und SWR2.
