Was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsbaum! Ob auf öffentlichen Plätzen, in Kirchen, in Gärten oder heimeligen Wohnstuben: kaum ein anderer Brauch steht so deutlich als Symbol für das Christfest wie der geschmückte Baum. Bereits seit dem frühen 16. Jahrhundert scheint es üblich zu sein, anlässlich der Geburt Jesu Tannenbäume im Haus aufzustellen. Sie sollen Erinnerung sein an den „Baum des Lebens“ aus dem biblischen Paradies, ebenso aber auch Mahnmal für den „Baum der Erkenntnis“, von dem Eva die verhängnisvolle Frucht pflückte. Es verwundert daher, dass der Weihnachtsbaum erst im 19. Jahrhundert Eingang in das weihnachtliche Liedgut fand.
Melodie: nach dem Handwerkslied „Es lebe hoch“, vor 1799
Text: Strophe 1 August Zarnack, 1820; Strophe 2 und 3 Ernst Anschütz, 1824
1.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie grün sind deine Blätter!
Du grünst nicht nur zur Sommerszeit,
nein, auch im Winter, wenn es schneit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie grün sind deine Blätter!
2.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen.
Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit
ein Baum von dir mich hoch erfreut.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen.
3.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit
gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren.
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„Weihnachtslieder“ ist ein gemeinschaftliches Benefizprojekt von FAZ.NET, Carus-Verlag und SWR2.
