Wie in vielen „Hirtenliedern“ ist mit dem Verkündigungsgeschehen auf dem Felde die Erzählung vom Lauf zur Krippe verbunden. Meistens handelt es sich dabei um Lieder aus kleinen oder größeren dramatischen Krippenspielen, die dann nicht mehr in der Kirche stattfinden konnten. Es gibt Berichte, die von prächtigen Ställen erzählen, die an den Kirchen aufgebaut waren. So suchte man den Hergang der Geburtsgeschichte sinnlich darzustellen.
Melodie und Text: überliefert, 19. Jahrhundert
1.
Inmitten der Nacht, als die Hirten erwacht,
da hörte man klingen und Gloria singen
ein englische Schar, ja, ja, geboren Gott war.
2.
Die Hirten im Feld verließen ihr Zelt,
sie gingen mit Eilen und ohne Verweilen
dem Krippelein zu, ja zu, der Hirt und der Bu’.
3.
Sie fanden geschwind das göttliche Kind,
es herzlich zu grüßen, es innigst zu küssen
sie waren bedacht, bedacht die selbige Nacht.
4.
Kommt, Christen, kommt her, kommt aber nicht leer,
beschauet das Kindlein, es liegt in dem Kripplein,
schenkt ihm euer Herz, ja Herz, schenkt ihm euer Herz!
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„Weihnachtslieder“ ist ein gemeinschaftliches Benefizprojekt von FAZ.NET, Carus-Verlag und SWR2.
