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Sinkende Geburtenrate Immer weniger Deutsche wollen Kinder

 ·  Bei Geburtenrate und Kinderwunsch gehört Deutschland im internationalen Vergleich zu den Schlusslichtern. Hinderlich sei nicht zuletzt das kulturelle Leitbild einer „guten Mutter“, die zu Hause erzieht, so eine Studie.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (192)
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Theresia Erdmann
Theresia Erdmann (K_A_B) - 19.12.2012 11:33 Uhr

Zu gute Mütter sind Kinderbremse!

Kurz vor Weihnachten überrascht uns das BIB (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung) mit familienpolitischen Erkenntnissen - die jeder kennt - und liefert eine Erklärung gleich mit dazu: Deutsche haben wenig Lust auf Kinder wegen "zu guter Mütter"????
Jahrzehntelang hat man Frauen beschworen, sich zu „eman(n)zipieren“ und nicht ihre Bildung und Fähigkeiten an Heim und Herd zu verschwenden. Viele haben von diesem Wandel profitiert. Die Wirtschaft erhielt gut ausgebildete und billige Arbeitskräfte. Die zusätzliche Berufstätigkeit der Frau steigerte den Konsum und das Bruttoinlandsprodukt - Wohlstand für alle! Aus diesem Ideal entstand die abgeleitete Unterbewertung der Familienarbeit gegenüber der Erwerbsarbeit. „Selbstverwirklichung“ war angesagt und verstellte den Blickwinkel auf den Generationenzusammenhang. Denn warum, so fragte sich FRAU, sollte sie das Risiko der Fortpflanzung alleine tragen, zumal eine ununterbrochene Erwerbsarbeit weit höhere Rentenansprüche erwarten ließ, als

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.12.2012 17:22 Uhr
Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 19.12.2012 17:22 Uhr

Da haben Sie aber etwas falsch verstanden

Hier wurde eine Umfrage gemacht und diese hat zum Ergebnis, dass viele das aktuelle Leitbild, wie eine gute Mutter ZU HANDELN HAT für dermaßen überzogen halten, dass sie es gleich ganz sein lassen. Hier geht es nicht darum, eine gute Mutter sein zu müssen, sondern darum, eine überzogenen Ideologie untergeordnet zu werden sobald man Kinder in die Welt setzt.

Um es kurz zu machen: Wenn man eher ohne Kinder akzeptiert wird als mit Kinder aber dem "falschen Erziehungsmodell", dann ist die logische Schlussfolgerung: Lieber gar keine Kinder.

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Theresia Erdmann
Theresia Erdmann (K_A_B) - 19.12.2012 16:30 Uhr

Ergänzung zu gute Mütter sind Kinderbremse

Denn warum, so fragte sich FRAU, sollte sie das Risiko der Fortpflanzung alleine tragen, zumal eine ununterbrochene Erwerbsarbeit weit höhere Rentenansprüche erwarten ließ, als eine Biographie mit Kindern. Frau war in der Eman(n)zipation angekommen.
Seit Jahren sinkt die Geburtenrate und nun melden sich die ersten „Spaßbremsen“ zu Wort, die nicht verstehen wollen, warum Frauen keine Lust haben auf Mehrfachbelastung um Beruf, Familie, Haushalt, Kinder, Pflege eines Angehörigen unter einen Hut zu bekommen.
Schuld sei das „Leitbild von der guten Mutter“. Klischee oder Ideologie? Wer sich über „zu gute Mütter“ Gedanken macht, muss sich über Kinderlosigkeit nicht wundern!

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Peter Haeckmann

@Angelika Müller

Sie bestätigen in Ihrem Kommentar meine These. Das Beispiel der teuren 3-Zimmer-Wohnung in München - der teuersten Stadt Deutschlands - deutet nur wieder auf individuelle Prioritäten hin. Auch für in München lebende Menschen ist es wirtschaftlich möglich, Kinder zu haben. Es sind eben entsprechende Anpassungen möglich, die vom Verzicht auf gewisse Annehmlichekeiten bis hin zur Umorientierung in Richtung des ländlichen Raums reichen können.

Ihr Kommentar: "In anderen Ländern sind Kinder oft eine Investition in eine bessere Zukunft - und zu den bildungsfernen Schichten: Wer nichts hat, kann nichts verlieren."

Dazu 2 Dinge:
1. Auch in Deutschland sind Kinder eine Investition in eine bessere Zukunft. Sowohl gesellschaftlich ("Generationenvertrag"), als auch individuell (Einsamkeit im Alter).

2. Wer etwas hat (materiell), kann auch entscheiden, weniger davon zu haben.

Wie gesagt: Hängt alles von den eigenen Prioritäten ab, nicht von der bösen Gesellschaft.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 18.12.2012 17:47 Uhr

"In Deutschland ist also, so folgern die Forscher,

Kinderlosigkeit beziehungsweise eine geringe Kinderzahl zumindest zum Teil ein gewünschter Zustand."
Vielleicht, weil Deutsche sich besonders durch rationales Denken auszeichnen? Denn wer halbwegs intelligent ist sagt sich doch, daß ein Planet, der heute schon halb in Trümmern liegt, nicht täglich noch mehr Menschen ernähren kann. Und so schützt man zumindest den eigenen nicht gezeugten Nachwuchs vor weiterer Verelendung.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2012 18:48 Uhr
Siegfried Koch

Es ist wie mit dem Geld...

es ist ungerecht verteilt (z.B. 2000 Griechen haben 80% des Kapitals!!!), das ist mit der Nahrung genauso! Es gäbe genug, nur verweigert man es vielen!

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Peter Haeckmann

Hohe Ansprüche

Mit seinem Pro-Kopf-Einkommen liegt Deutschland in der Spitzengruppe aller Staaten. In den meisten Ländern, in denen teils deutlich weniger Einkommen und Wohlstand zur Verfügung stehen, gibt es höhere Geburtenraten. Deshalb finde ich es absurd, für Deutschland eine Art wirtschaftlicher Unmöglichkeit des Kinderkriegens zu postulieren. Ehrlicher wäre, von ganz bewusster(!) individueller Priorisierung zu sprechen, die eben gegen eigene Kinder gerichtet ist und zu anderen Arten des Geldausgebens führt.

Aber zu jammern, Kinder könne man sich nicht leisten...lächerlich. Nur mal in andere Länder oder aber in die "bildungsfernen Schichten" schauen. Da sieht man, was alles geht.

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Silke Sauer

Mütter

Vielleicht würden sich Frauen ja wieder mehr trauen, Kinder zu bekommen, wenn sie ihr Muttersein so gestalten können, wie sie es selber für richtig halten - und dazu sollte entgegen des politischen Mainstreams auch gehören, mit den Kindern daheim zu bleiben, ohne dass man deswegen in Verdacht gerät, ein "hinderliches" kulturelles Leitbild (hinderlich für was ? Das BSP?) zu haben...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2012 16:05 Uhr
Peter Haeckmann

Mein Gott...

...man kann seine Mutterrolle so gestalten, wie es die Gesetzeslage hergibt. Das ist die Grenze. Wer sich ernsthaft Gedanken darüber macht, wie andere die eigene Elternrolle beurteilen könnten, sollte an seiner Persönlichkeit arbeiten.

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eduard neumaier

Wen wunderts?

In einem Lande, in dem Kindergärten in Wohngebieten von Alten bekämpft werden
in dem Kinder in Wohnungen. Zügen, Restaurants, Hotels nur als lästig empfunden werden,
in dem Kinder nur ein Kostenfaktor sind
in dem schon Dreikinder-Familien als asozial gelten -
in einem solchen Land, in dem es Stuttgarter Katzenfreunde schaffen, Hunderttausende von Euro zu sammeln, um verwilderte Katzen kastrieren zu lassen,
in dem sich Angehörige der Haute volee fürsorglich um Hunde kümmern aber noch nie zur Sammlung für die Gründung von Kindergärten aufgerufen haben,
in dem weibliche Spitzenpolitiker, die Kindern entsagt haben, sich ein Urteil zutrauen, was gut für Kinder sei,
in einem Lande aber auch, in dem seit Generationen der Selbsthass zur politischen Hochkultur stilisiert wurde, in dem die Scham wegen der Geschichte fast eine suizidale Mentalität fördert -
in einem solchen Lande kann keine Liebe gedeihen. Sie braucht es als erstes und Einziges, um
Ja zu sagen zu Kindern.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2012 21:18 Uhr
Helga Zießler

"Verstehen", Frau Müller??

Tur mir leid, aber das verstehe ich nun leider überhaupt nicht. Was meinen Sie damit? Wen oder was soll man denn da - also beim Holocaust - verstehen?
Mal ganz abgesehen davon, dass Herr Neumaier tatsächlich mit der Einführung unseres angeblich kollektiven Schamgefühls als Begründung für Kinderlosigkeit kräftig danebengegriffen hat.

Für eine plausible Erklärung des "Verstehens" wäre ich Ihnen wirklich sehr dankbar.

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thomas ackermann

Es sieht noch viel schlimmer aus wenn man die Statistik näher betrachtet

Mancher in diesem Forum ist der Meinung, die Geburtenrate wäre ja gar nicht gesunken sondern stagniere auf dem Niveau der 70er Jahre. Das kleine aber feine Problem bei dieser Betrachtungsweise erschließt sich, wenn man berücksichtigt, dass die Geburtenrate bei Menschen mit Migrationshintergrund (zumal aus den islamisch geprägten Ländern) auf hohem Niveau stagniert, deren Anzahl zunimmt und die Geburtenrate der Deutschen tatsächlich abnimmt. Unter dem Strich stagniert die Geburtenrate in der Gesamtbetrachtung dann tatsächlich. Aber das ist wie mit dem berühmten "Po auf der Herdplatte - Füße im Eiswasser = angenehme Durchschnittstemperatur". Machen wir uns nichts vor: Die Gesellschaft, die wir meinen noch christlich und deutsch nennen zu wollen - die wird bald kaum mehr existieren". Soetwas darf man natürlich nicht kommunizieren. Auf der Titanic spielte man auch lieber noch ein paar lustige Lieder, statt sich einzugestehen, dass da ein Eisberg das Schiff gerammt hatte. Besser auswandern.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.12.2012 19:31 Uhr
Wolfgang Hock

Ach, Herr Ackermann

fast in jeder Ihrer Zuschriften steht irgendetwas von Auswandern. Wann wandern Sie denn mal endich wirklich aus, anstatt nur davon zu reden ?
Was meine Person angeht, kann ich Ihnen da sehr behilflich sein, denn ich "war ausgewandert" für 18 Jahre und bin wieder in 2011 zurückgewandert. Ja, Sie hören richtig: Ich bin wieder zurückgewandert ins "schreckliche" Deutschland.

Ich kann Ihnen nur sagen, dass es Probleme überall gibt, Probleme, von denen Sie hier in D überhaupt keinen Schimmer haben und die teilweise mindestens genauso schrecklich sind.

Also, glauben Sie nur ja nicht, das Auswandern irgendeines Ihrer Probleme lösen wird!
Nach höchstens drei Jahren, wenn die erste Euphorie sich erst einmal gelegt hat, dann werden Sie sehen, von was ich spreche. Und hier in D ist noch lange keine Titanic, woanders gibt es das genauso. Ich fühle mich jedenfalls wieder recht wohl hier, trotz Ihrer Panik, die Sie in D sehen wollen. Wenn man sucht, findet man immer !

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Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 19.12.2012 17:36 Uhr

Dann mal her mit Ihren Quellen

Ich beziehe mich unter anderem auf die Arbeiten von Nadja Milewski an der Universität Rostock. Welche seriösen Quellen, die Ihre Meinung bestätigen, haben Sie, Herr Ackermann?

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thomas ackermann

Irrglaube

Sie täuschen sich in zweierlei Hinsicht. 1. Hat man die Menschen der dritten Klasse schlicht täuschen wollen, 2. Ist das mit der nachlassenden Geburtenkraft von Einwanderern in der 2. oder 3. Generation ein Märchen. Aber Märchen glauben manche Deutsche gerne.

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Siegfried Koch

Das hilft leider nichts, denn

es geht um die VErsorgung der Kindsverweigerer im Alter!
"Das Geld arbeiten lassen ist eine Lüge, und Wunschvorstellung, da dahinter immer Menschen arbeiten müssen, damit ein realer Wert vorhanden ist! Eine rein rechnerische Zinses-Zinserhöhung ist ein Luftblase, denn von Geldwerten (Zahlen auf einem Papier als Anspruch wird uns nicht helfen! Da unserer Rentenkassen ein Gelddurchgangsvorrichtung ist, aus Steueren und Subventionen über Ökosteuern etc. bestehend, kommen wahnsinnige Lasten auf uns zu! Man mag über eine Überfremdung in Deutschland klagen, aber wenn wir die "Ausländer" die arbeiten und unsere Renten verdienen nicht haben, dann stehen wir im Alter ohne Hemd und Hose da! Das betrifft zuerst die Unterschicht, aber auch die, die glaubten dass "ihr Geld arbeitet", und man auf Kinder verzichten kann! Welch ein Wahn, der glaubt ohne Nachkommen auszukommen! Die Tierwelt ist da klüger als die Menschen!!!!!

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Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 18.12.2012 15:51 Uhr

Einwanderer ...

... haben auch allenfalls mit der einwandernden Generation eine höhere Geburtenrate. Bereits mit der ersten in Deutschland geborenen Generation sinkt diese auf nationales Niveau. Das Phänomen tritt übrigens auch bei anderen Industriestaaten auf.

Auf der Titanic spielte man übrigens "lustige Lieder", um eine Massenpanik durch hysterische Spinner zu verhindern.

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Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 18.12.2012 15:26 Uhr

FamilienCEO oder Flucht in den "Beruf" - besser gesagt: in irgendeinen Job

Ja, so ein Beruf schmückt: Key Accountant Vize Managerin Vertriebsleiterin Inspektorin, Amtsdingsbums .... und man glaubt wer zu sein. Aber der Beruf machts einfach: Man bekommt gesagt, was man zu tun hat und geht 8 Stunden später nach Hause und hat Ruhe - i.d.R.

Eine Mutter ist selbständig, beobachtet, entscheidet, muß sich etwas einfallen lassen, hat volle Verantwortung, arbeitet nicht in irgendeiner Abteilung, sondern sorgt sich immer um das Ganze und das letztendlich 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche. Meine Hochachtung! Das gilt auch für Väter. Entlohnung? Die Freude an den Kindern, dem Leben, dem gemeinsamen Erleben.

Das fehlende Geld! In der Tat, das Leben in Deutschland ist teuer geworden. Wir leisten uns viele versteckte Kosten: zB Antidiskriminierungsgesetz; zig Schilder an einem simplen Kreisverkehr; Strom, den wir -obwohl bezahlt- in den Müll kippen, weil wir ihn nicht lagern können; Rettung des Weltklimas; der Euro; .... Da bleibt für Kinder nicht viel übrig.

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Dominik Mayer

Hinderliches Leitbild?

Zusammengefasst: Der typisch Deutsche will also vielleicht Kinder, aber zuhause "rumhocken" wegen der Bälger kommt nicht in Frage? Das spricht für sich.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 18.12.2012 15:02 Uhr

Ich empfehle die Lektüre des Artikels "Wissenschaftler auf Widerruf" in dieser Zeitung...

zur Erklärung, warum junge Menschen mit der Familiengründung zögern. Die dort geschilderten Zustände gelten auch in weiten Teilen der freien Wirtschaft in diesem Lande.

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Barbara Kirschen

Superbefragung

Da lacht das Herz. NUR 45 % der 18-50jährigen wünschen sich in den nächsten drei Jahren ein Kind! Ich kenne eine Menge 50jährige, von denen wünscht sich keine einzige bzw. kein einziger in den nächsten 3 Jahren ein Kind - wieso auch! Und wie auch??? Begrenzt man die Frage an die 25-35jahrigen, bekommt man vermutlich ganz andere Zahlen.

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Closed via SSO

Um der KInder willen @Frau Müller

Werte Frau Müller,

Wie wäre es damit, Kinder ganz einfach um der Kinder willen zu bekommen, ganz gleich, ob sie später für einen da sind oder nicht, wenn der Ehepartner schon verstorben ist.
Wäre das auch egoistisch? Oder wäre das wieder zu altruistisch?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2012 14:23 Uhr
Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 18.12.2012 14:23 Uhr

Nein

Das ist genau so, wie es laufen sollte. Nur offensichtlich scheint bei einigen doch die Angst vor "Überfremdung" oder Alterseinsamkeit oder ... der weit größere Antrieb zu sein. Das ist schade, sowohl für die Kinder als auch für die Eltern.

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gert kock
gert kock (gertKo) - 18.12.2012 14:02 Uhr

Noch ein anderer Aspekt : Adoptionen

Warum baut man eigentlich fast unüberwindbare Hürden auf ,wenn Personen in Alter 45 + x noch Kleinkinder adoptieren wollen ? Ist das nur ein Privileg für Ex-Bundeskanzler ?
Meines Erachtens wären grade für Adoptivkinder gefestigte Persönlichkeiten als Eltern wichtig. Die Alterszuordnung in unserem Adoptionsrecht ist nicht mehr zeitgemässig und spiegelt nicht wieder, dass auch viele Eltern heutzutage mit über 40 noch eigene Kleinkinder haben. Und warum ist es für Singles fast unmöglich Kinder zu adoptieren ? Liebevoll aufgezogene Adoptivkinder wären auch erfolgversprechende zukünftige Stützen unserer Gesellschaft.

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Otto Kaldrack

kinderlosigkeit

ist ja bei den besser ausgebildeten nicht zuletzt darauf zurückzuführen,
daß ihren möglichen kindern nicht zumuten wollen neben den alten auch
noch eine immer größere masse an, von der politik gezüchteten faulen,
von der wiege bis zur bahre zu finanzieren. erst durch die möglichkeit
ohne jedwede betätigung, auch vollkommen gesunder, auf kosten anderer
durchs leben zu kommen und dann noch von der armutskonferenz darob
bemittleidet zu werden und höhere stütze gefordert wird, dann kann einem
doch jegliche lust am kinderkriegen vergehen. griechenland und die anderen
geldfresser muss man da noch nicht mal einbeziehen, obwohl die das ganze
erst zu einer richtigen katastrophe anwachsen lassen. wer auch nur halbwegs
bei trost befindliche wird das seinen kindern antun wollen??????

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Klaus Letis

Will man Kinder, muss man die Ehe stärken

Welcher Mann will sich an Frau und Kind binden, wenn beide jederzeit flügge werden.

Welche Frau will sich an einen Mann binden, wenn es gesellschaftlich üblich ist, dass der sich eine Jüngere sucht.

Dann die Unsicherheiten. Politik ist völlig verstritten und nicht in der Lage den Menschen ein sicheres Einkommen zu geben (außer den Staatsangestellten aus den Parteikasten)

Dann die Medien, die durch halb-pornagraphische Darstellungen und Heile-Welt-Sendungen den Menschen völlig falsche Illusionen macht.

Dann der Versuch möglich symetrischer Geschlechterbeziehungen. Wenn hier die Machtverhältnisse und die verantwortungsvolle Umgang mit dem Partner nicht dauerhaft festgelegt sind, ist Ärger vorrauszusehen.

u.s.w.

Die Religionen geben einen Rahmen für die Entwicklung einer Gesellschaft. Das wurde von den Spinnern in den Sechzigern und Siebzigern erfolgreich über Bord geworfen.

Das Ergebnis macht sich auch in der Geburtenstatistik bemerkbar.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.12.2012 06:57 Uhr
Klaus Letis

Statistiken?

In vielen der Länder spielt Reigion eine größere Rolle.
In anderen haben die 68er nicht so hart zugeschlagen.

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Klaus Letis

Ehe stärken?

Siehe Religion

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Christof Schaffelder

In der Studie steht etwas anderes

Denn im europäischen Vergleich werden mehr Kinder in Ländern geboren, in denen auch viele Kinder nichtehelich sind. Allen voran Island: 2,2 Kinder pro Frau, davon 2/3 nichtehelich, aber auch Frankreich, Skandinavien, Großbritannien (um die 2 Kinder pro Frau, davon ca die Hälfte nichtehelich). Selbst im katholischen Irland (2,1 Frauen pro Kind) sind rund ein Drittel der Kinder nichtehelich geboren - und damit ungefähr so viel wie im Durchschnitt Europas.

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Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 18.12.2012 13:29 Uhr

Wie wollen Sie denn nun ...

... die Ehe stärken? Das haben Sie in Ihrem Kommentar irgendwo zwischen den Vorwürfen vergessen.

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Reinhard Kropp

@Andrea Müller, Trotz ersparter Kindererziehungskosten...

...nur ein alter Nissan und eine Mietwohnung? Da hätte es mit Kindern vermutlich nur für ein Zelt und zwei alte Fahrräder gereicht - dann besser ohne.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2012 13:19 Uhr
Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 18.12.2012 13:19 Uhr

Tja, schön wäre es halt ...

... würden wir jede/s/n angedichtete Golddepot / dicken Wagen / Weltreise / Schönheits-OP (halt, warte, die lieber nicht) / steile Karriere / Latino-Lover / Villa / etc. auch wirklich bekommen.

Dass die Realität meist anders ausschaut, wird in dieser Neidgesellschaft sehr gerne verdrängt.

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Christof Schaffelder

Rolle der Großeltern / Tagesmütter

Interessant an der Studie ist eine Umfrage von Allensbach (Seite 43). Auf die Frage „Was erleichtert Eltern, Familie und Beruf gut vereinbaren zu können?“ antworteten die Mehrheit der befragten Eltern: "Hilfe durch die Familie" - und damit deutlich mehr als "Nutzung von
Kinderbetreuungseinrichtungen".

Die Rolle der Großeltern wird hierzulande öffentlich aber kaum debattiert. In Frankreich (2 Geburten pro Frau) gibt es ein sehr gutes System von Tagesmüttern, die sehr flexibel und familiär arbeiten und zur Hälfte vom Staat bezahlt werden. Sie sind sozusagen bezahlte Ersatz-Großmütter. Vielleicht sollten wir uns daran ein Beispiel nehmen!

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Closed via SSO

Angsthasengesellschaft?

Ein entscheidender Punkt ist auch die innere Angst vieler junger Menschen.
Angst davor,
- zu kurz zu kommen oder Lebensmöglichkeiten verpasst zu haben
- einem Ideal entsprechen zu müssen, auf Rollen fixiert zu werden
- eingeengt und gebunden zu sein
- den Anforderungen nicht gewachsen zu sein
- oder eben auch finanzielle Nachteile in Kauf nehmen zu müssen

Vielfach sind diese Ängste völlig unbegründet und werden viel zu groß gemalt.
Man sollte seine Angst einfach mal an den Nagel hängen.
Aber selbst, wenn die Ängste in manchen Punkten begründet wären, wäre das sicherlich nicht das Ende der Fahnenstange.
Starke Persönlichkeiten lassen sich davon doch nicht unterkriegen.
Also, aufhören zu memmen und los :-)

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2012 17:06 Uhr
Closed via SSO

Wer wagt gewinnt!

Ich drücke Ihnen natürlich die Daumen.
Jedoch empfehle ich, sich in dieser Hinsicht nicht zu passiv zu verhalten.
Wer auf die passende Gelegenheit wartet, wird dabei grau.
Wer wagt, gewinnt.

Wir haben keinen Grund, vor dem Destruktiven zu kapitulieren, im Gegenteil.
Paroli bieten, so wie hier im Forum :-)

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Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 18.12.2012 15:28 Uhr

Das hoffe ich sehr, Herr Wilbert ...

... denn mein Partner wünscht sich Kinder - und zwar sehr. Es wäre schade, ihm diese Erfahrung zu verweigern. Den passenden Ort dafür haben wir leider noch nicht gefunden. Vielleicht liegt er auch gar nicht in diesem Land. Drücken Sie uns die Daumen, dass wir ihn rechtzeitig finden.

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Closed via SSO

Wider Neid

Werte Frau Müller,

Ich meine sie zu verstehen. Der Anpassungsdruck kann mitunter sehr hoch sein.
Und wenn man dann noch Mobbing ausgesetzt ist, sieht man, wie gehässig Menschen sein können.
Doch so dunkel ist es ja nicht überall.
In vielen Gegenden sind alternative Rollenmodelle sehr gut lebbar.
Und es gibt Orte, wie bei uns in der Kirchengemeinde, dort gibt es vor allem den Anpassungsdruck, andere Leute nicht zu mobben.
Auch man muss noch keine starke Persönlichkeit sein, um gewisse Kompromisse als Eltern eingehen zu können.
Das Leben ist zum Glück nicht durch vergangene Erfahrungen determiniert.

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Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 18.12.2012 14:06 Uhr

Neidgesellschaft!

Wer aus der Reihe tanzt, wird gnadenlos nieder gemacht. Wenn er mit seinem Modell auch noch erfolgreich ist, dann erst recht. Keine diffuse Angst, sondern eigene Erlebnisse. Zugegeben schon etwas betagt aber offensichtlich noch immer hochgradig aktuell. Eine "starke Persönlichkeit" hilft einem auch nicht weiter, wenn dann alternativ auf dem Kind herum gehackt wird.

Hinzu kommt, dass ich aus Vereinstätigkeit regelmäßig mit bekomme, was nach wie vor von alternativen Rollenmodellen gehalten wird.

Mobbing gab es in der Schule schon genug, das muss man nicht im Erwachsenenalter noch einmal mit machen. Da gebe ich auch offen zu, keine "starke Persönlichkeit" zu sein.

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Jessica Zhu

Jede Frau soll ihren individuellen Weg gehen

Menschen sind unterschiedlich, haben unterschiedlich Wünsche und Bedürfnisse. So sind auch die Frauen. Zum Glück gibt es diese Vielfalt. Sonst wäre unsere Welt zu einseitig und langweilig. Es gibt Frauen, die gern Kinder haben und um die Familie sorgen. Die sind beispielsweise glücklich beim Teller-Spülen. Es gibt Frauen, die etwas oder sehr ehegeizig sind, die unbedingt ein Dr. Titel oder Management-Position brauchen. Und es gibt unglücklicherweise auch manche Frauen, die gern Hausfrau sein möchte, aber das Leben führt sie nicht dazu. Sie verzichtet auf Kinder, weil sie z.B. ihre ernsthafte erbbare Krankheit nicht weitergeben möchte...Und ich denke, alle diese vielfältige Wünsche sollen in unserem modernen Gesellschaft berechtigt sein. Keine soll keine diskriminieren. Wie schön wäre es, wenn jede Frau sagen kann, ich lebe ein Leben wie ich will, ich bin zufrieden. Schlimmste ist es, wenn Frauen andere nachahmen, auch Kinder in die Welt bringen, aber nicht für Kinder da sein kann.

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Otto Meier

Der individuelle Lebensstandard hat einen höheren Stellenwert als Kinder. Das ist es.

Deshalb bekommen nicht nur immer weniger Akademiker noch Kinder, sondern generell all die, die sich einschränken müßten, würden sie sich für Kinder entscheiden. Ausnahmen selbstverständlich eingeräumt. Und so bekommen hauptsächlich die die Kinder, die sowieso nichts (Materielles) zu verlieren haben. Ein Blick in die Geschichte bestätigt überdies, daß die Zahl der Kinder mit steigendem Wohlstand abnimmt.

Dabei sollte das "Wollen" einmal gründlich hinterfragt werden. Denn viele Menschen "wollen" durchaus Kinder, aber sie können sich im wahrsten Sinne des Wortes keine Kinder leisten, ohne Gefahr zu laufen, zum Sozialfall zu werden. Und das lebenslang bis hin zur Altersarmut. Denn gerade die Mittelschicht bewegt sich da auf sehr dünnem Eis. Die Gefahr des sozialen Absturzes ist in der Realität dieses neoliberalen Gesellschaftsmodells einfach zu groß.

Zwar sind mittlerweile auch Hausmänner kein Unding mehr, aber jetzt reicht ein Einkommen in der Regel nicht mehr, eine Familie zu ernähren.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2012 16:27 Uhr
Otto Meier

Ja, Frau Müller, auch die Rabenmütter sind noch dazu gekommen.

Und solange sich der Vater anstelle der Mutter um das Kind kümmert oder sich die Eltern überwiegend selbst um das oder die Kinder kümmern, halte ich all diese wertenden Begriffe auch für völlig unangebracht. Dienen sie doch lediglich der eigenen Ideologie.

Allerdings gehöre ich zu der aussterbenden Gattung von Menschen, die nach wie vor die Großfamilie oder doch zumindest die Kernfamilie favorisieren. Und zwar im ursprünglichen, wenn auch geschlechterneutralen Rollenverständnis. Wenn Kinder den größten Teil ihrer Kindheit und Jugend in möglichst noch staatlicher Fremdbetreuung zubringen, dann hat das nichts mehr mit Familie im engeren Sinne zu tun, dann verkommen Kinder bestenfalls zu schmückendem Beiwerk, sind sie Alibi.

Wer die Familie zerstört, zerstört die Gesellschaft. Und denen, die den Zustand unserer Gesellschaft immer noch nicht als Beweis für diese Aussage ansehen, wird das vermutlich erst in der Einsamkeit ihres Alters wirklich bewußt werden. Dann aber ist es zu spät.

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Otto Meier

Herr Muche, Thilo Sarrazins Pamphlet ist wenig geeignet, auch nur irgendein Problem zu lösen.

Er beschreibt die Situation zwar ähnlich, aber mit einer gänzlich anderen Intention, die viele Käufer seines rassistischen und menschenverachtenden Pamphletes wohl überhaupt nicht verstanden haben. Oder würden Sie ein Buch kaufen, in dem Ihre eigene Ausrottung gefordert wird?

In einem einzigen Punkt stimme ich Sarrazin allerdings notgedrungen zu, dem sinkenden IQ.

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Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 18.12.2012 13:06 Uhr

Hausmänner ...

... waren noch nie ein Unding. Mein Vater wurde seinerzeit sogar dafür im Fernsehen gefeiert. Rumgehackt wird nach wie vor auf den zugehörigen "Rabenmüttern".

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Jens Muche
Jens Muche (Me-110) - 18.12.2012 13:02 Uhr

@ Otto Meier „..hauptsächlich die die Kinder, die sowieso nichts (Materielles) zu verlieren haben.“

Mark Tan beschreibt es weiter unten ähnlich. All dies hat Thilo Sarrazin in seinem Buch ausführlich dargelegt und untermauert, er wurde dafür medial zerfetzt.

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17.12.2012, 16:37 Uhr

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