17.12.2012 · Bei Geburtenrate und Kinderwunsch gehört Deutschland im internationalen Vergleich zu den Schlusslichtern. Hinderlich sei nicht zuletzt das kulturelle Leitbild einer „guten Mutter“, die zu Hause erzieht, so eine Studie.
Von Uta Rasche, FrankfurtRichtlinien für Lesermeinungen
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Zu gute Mütter sind Kinderbremse!
Kurz vor Weihnachten überrascht uns das BIB (Bundesinstitut
für Bevölkerungsforschung) mit familienpolitischen
Erkenntnissen - die jeder kennt - und liefert eine Erklärung gleich
mit dazu: Deutsche haben wenig Lust auf Kinder wegen "zu guter Mütter"????
Jahrzehntelang hat man Frauen beschworen, sich zu
„eman(n)zipieren“ und nicht ihre Bildung und
Fähigkeiten an Heim und Herd zu verschwenden. Viele haben von
diesem Wandel profitiert. Die Wirtschaft erhielt gut ausgebildete und
billige Arbeitskräfte. Die zusätzliche Berufstätigkeit
der Frau steigerte den Konsum und das Bruttoinlandsprodukt - Wohlstand
für alle! Aus diesem Ideal entstand die abgeleitete Unterbewertung
der Familienarbeit gegenüber der Erwerbsarbeit.
„Selbstverwirklichung“ war angesagt und verstellte den
Blickwinkel auf den Generationenzusammenhang. Denn warum, so fragte sich
FRAU, sollte sie das Risiko der Fortpflanzung alleine tragen, zumal eine
ununterbrochene Erwerbsarbeit weit höhere Rentenansprüche
erwarten ließ, als
Da haben Sie aber etwas falsch verstanden
Hier wurde eine Umfrage gemacht und diese hat zum Ergebnis, dass viele
das aktuelle Leitbild, wie eine gute Mutter ZU HANDELN HAT für
dermaßen überzogen halten, dass sie es gleich ganz sein
lassen. Hier geht es nicht darum, eine gute Mutter sein zu müssen,
sondern darum, eine überzogenen Ideologie untergeordnet zu werden
sobald man Kinder in die Welt setzt.
Um es kurz zu machen: Wenn man eher ohne Kinder akzeptiert wird als mit
Kinder aber dem "falschen Erziehungsmodell", dann ist die
logische Schlussfolgerung: Lieber gar keine Kinder.
Ergänzung zu gute Mütter sind Kinderbremse
Denn warum, so fragte sich FRAU, sollte sie das Risiko der Fortpflanzung
alleine tragen, zumal eine ununterbrochene Erwerbsarbeit weit
höhere Rentenansprüche erwarten ließ, als eine
Biographie mit Kindern. Frau war in der Eman(n)zipation angekommen.
Seit Jahren sinkt die Geburtenrate und nun melden sich die ersten
„Spaßbremsen“ zu Wort, die nicht verstehen wollen,
warum Frauen keine Lust haben auf Mehrfachbelastung um Beruf, Familie,
Haushalt, Kinder, Pflege eines Angehörigen unter einen Hut zu bekommen.
Schuld sei das „Leitbild von der guten Mutter“. Klischee
oder Ideologie? Wer sich über „zu gute Mütter“
Gedanken macht, muss sich über Kinderlosigkeit nicht wundern!
Sie bestätigen in Ihrem Kommentar meine These. Das Beispiel der
teuren 3-Zimmer-Wohnung in München - der teuersten Stadt
Deutschlands - deutet nur wieder auf individuelle Prioritäten hin.
Auch für in München lebende Menschen ist es wirtschaftlich
möglich, Kinder zu haben. Es sind eben entsprechende Anpassungen
möglich, die vom Verzicht auf gewisse Annehmlichekeiten bis hin zur
Umorientierung in Richtung des ländlichen Raums reichen können.
Ihr Kommentar: "In anderen Ländern sind Kinder oft eine
Investition in eine bessere Zukunft - und zu den bildungsfernen
Schichten: Wer nichts hat, kann nichts verlieren."
Dazu 2 Dinge:
1. Auch in Deutschland sind Kinder eine Investition in eine bessere
Zukunft. Sowohl gesellschaftlich ("Generationenvertrag"), als
auch individuell (Einsamkeit im Alter).
2. Wer etwas hat (materiell), kann auch entscheiden, weniger davon zu haben.
Wie gesagt: Hängt alles von den eigenen Prioritäten ab, nicht
von der bösen Gesellschaft.
Gute Politik=viele Kinder, schlechte Politik=wenig Kinder
Die deutsche Politik gehört damit zu den schlechtesten der Welt.
Wenn ein Problem, eben wie das Kinderkriegen, nicht mit Unsummen, ohne
die geringste Achtung vor den Schöpfern, zu beheben ist, dann sind
die schon im Ansatz überfordert.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man heute im Alter nicht mehr
abhängig von den Kindern ist. Und nicht nur das, allzu oft werden
die Eltern vom verkommenen Nachwuchs in Altenheime abgeschoben, damit
man mehr vom Haus und Leben hat.
Kenne persönlich aus der Caritas-Zeit mehrere Fälle und denke
voller Verachtung an diese Kinder zurück, die ihre Eltern entweder
abschoben oder in einem kleinen, kargen und nach Harn stinkenden
Zimmerchen einsperrten.
Dann gehe ich lieber selbstbestimmt und kinderfrei durch's Leben, als
mich ein Leben lang zu sorgen was aus den Kindern in dieser
leichtungsverachtenden Umverteilungshölle, die jetzt auch noch die
Zone des Grauens komplett mitversorgt, werden soll und zum Dank stecken
die mich nachher ins Altenheim.
"In Deutschland ist also, so folgern die Forscher,
Kinderlosigkeit beziehungsweise eine geringe Kinderzahl zumindest zum
Teil ein gewünschter Zustand."
Vielleicht, weil Deutsche sich besonders durch rationales Denken
auszeichnen? Denn wer halbwegs intelligent ist sagt sich doch, daß
ein Planet, der heute schon halb in Trümmern liegt, nicht
täglich noch mehr Menschen ernähren kann. Und so schützt
man zumindest den eigenen nicht gezeugten Nachwuchs vor weiterer Verelendung.
Es ist wie mit dem Geld...
es ist ungerecht verteilt (z.B. 2000 Griechen haben 80% des Kapitals!!!), das ist mit der Nahrung genauso! Es gäbe genug, nur verweigert man es vielen!
Mit seinem Pro-Kopf-Einkommen liegt Deutschland in der Spitzengruppe
aller Staaten. In den meisten Ländern, in denen teils deutlich
weniger Einkommen und Wohlstand zur Verfügung stehen, gibt es
höhere Geburtenraten. Deshalb finde ich es absurd, für
Deutschland eine Art wirtschaftlicher Unmöglichkeit des
Kinderkriegens zu postulieren. Ehrlicher wäre, von ganz
bewusster(!) individueller Priorisierung zu sprechen, die eben gegen
eigene Kinder gerichtet ist und zu anderen Arten des Geldausgebens führt.
Aber zu jammern, Kinder könne man sich nicht
leisten...lächerlich. Nur mal in andere Länder oder aber in
die "bildungsfernen Schichten" schauen. Da sieht man, was
alles geht.
"Mit seinem Pro-Kopf-Einkommen liegt Deutschland in der Spitzengruppe aller Staaten."
Na ja, das ist dann erstens eine ziemlich große Spitzengruppe,
wenn wir da auch drin sind.
Und zweitens bitte ich Sie zu berücksichtigen, dass wir in
Deutschland auch von abartigen Lebenskosten gepeinigt werden!
In den letzten 12 Jahren haben wir massiv eingebüßt bzw. die
anderen gewaltig aufgeholt.
Vielleicht würden sich Frauen ja wieder mehr trauen, Kinder zu bekommen, wenn sie ihr Muttersein so gestalten können, wie sie es selber für richtig halten - und dazu sollte entgegen des politischen Mainstreams auch gehören, mit den Kindern daheim zu bleiben, ohne dass man deswegen in Verdacht gerät, ein "hinderliches" kulturelles Leitbild (hinderlich für was ? Das BSP?) zu haben...
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2012 16:05 UhrMein Gott...
...man kann seine Mutterrolle so gestalten, wie es die Gesetzeslage
hergibt. Das ist die Grenze. Wer sich ernsthaft Gedanken darüber
macht, wie andere die eigene Elternrolle beurteilen könnten, sollte
an seiner Persönlichkeit arbeiten.
In einem Lande, in dem Kindergärten in Wohngebieten von Alten
bekämpft werden
in dem Kinder in Wohnungen. Zügen, Restaurants, Hotels nur als
lästig empfunden werden,
in dem Kinder nur ein Kostenfaktor sind
in dem schon Dreikinder-Familien als asozial gelten -
in einem solchen Land, in dem es Stuttgarter Katzenfreunde schaffen,
Hunderttausende von Euro zu sammeln, um verwilderte Katzen kastrieren zu lassen,
in dem sich Angehörige der Haute volee fürsorglich um Hunde
kümmern aber noch nie zur Sammlung für die Gründung von
Kindergärten aufgerufen haben,
in dem weibliche Spitzenpolitiker, die Kindern entsagt haben, sich ein
Urteil zutrauen, was gut für Kinder sei,
in einem Lande aber auch, in dem seit Generationen der Selbsthass zur
politischen Hochkultur stilisiert wurde, in dem die Scham wegen der
Geschichte fast eine suizidale Mentalität fördert -
in einem solchen Lande kann keine Liebe gedeihen. Sie braucht es als
erstes und Einziges, um
Ja zu sagen zu Kindern.
"Verstehen", Frau Müller??
Tur mir leid, aber das verstehe ich nun leider überhaupt nicht. Was
meinen Sie damit? Wen oder was soll man denn da - also beim Holocaust - verstehen?
Mal ganz abgesehen davon, dass Herr Neumaier tatsächlich mit der
Einführung unseres angeblich kollektiven Schamgefühls als
Begründung für Kinderlosigkeit kräftig danebengegriffen hat.
Für eine plausible Erklärung des "Verstehens"
wäre ich Ihnen wirklich sehr dankbar.
Es sieht noch viel schlimmer aus wenn man die Statistik näher betrachtet
Mancher in diesem Forum ist der Meinung, die Geburtenrate wäre ja gar nicht gesunken sondern stagniere auf dem Niveau der 70er Jahre. Das kleine aber feine Problem bei dieser Betrachtungsweise erschließt sich, wenn man berücksichtigt, dass die Geburtenrate bei Menschen mit Migrationshintergrund (zumal aus den islamisch geprägten Ländern) auf hohem Niveau stagniert, deren Anzahl zunimmt und die Geburtenrate der Deutschen tatsächlich abnimmt. Unter dem Strich stagniert die Geburtenrate in der Gesamtbetrachtung dann tatsächlich. Aber das ist wie mit dem berühmten "Po auf der Herdplatte - Füße im Eiswasser = angenehme Durchschnittstemperatur". Machen wir uns nichts vor: Die Gesellschaft, die wir meinen noch christlich und deutsch nennen zu wollen - die wird bald kaum mehr existieren". Soetwas darf man natürlich nicht kommunizieren. Auf der Titanic spielte man auch lieber noch ein paar lustige Lieder, statt sich einzugestehen, dass da ein Eisberg das Schiff gerammt hatte. Besser auswandern.
Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.12.2012 19:31 UhrAch, Herr Ackermann
fast in jeder Ihrer Zuschriften steht irgendetwas von Auswandern. Wann
wandern Sie denn mal endich wirklich aus, anstatt nur davon zu reden ?
Was meine Person angeht, kann ich Ihnen da sehr behilflich sein, denn
ich "war ausgewandert" für 18 Jahre und bin wieder in
2011 zurückgewandert. Ja, Sie hören richtig: Ich bin wieder
zurückgewandert ins "schreckliche" Deutschland.
Ich kann Ihnen nur sagen, dass es Probleme überall gibt, Probleme,
von denen Sie hier in D überhaupt keinen Schimmer haben und die
teilweise mindestens genauso schrecklich sind.
Also, glauben Sie nur ja nicht, das Auswandern irgendeines Ihrer
Probleme lösen wird!
Nach höchstens drei Jahren, wenn die erste Euphorie sich erst
einmal gelegt hat, dann werden Sie sehen, von was ich spreche. Und hier
in D ist noch lange keine Titanic, woanders gibt es das genauso. Ich
fühle mich jedenfalls wieder recht wohl hier, trotz Ihrer Panik,
die Sie in D sehen wollen. Wenn man sucht, findet man immer !
Dann mal her mit Ihren Quellen
Ich beziehe mich unter anderem auf die Arbeiten von Nadja Milewski an der Universität Rostock. Welche seriösen Quellen, die Ihre Meinung bestätigen, haben Sie, Herr Ackermann?
Irrglaube
Sie täuschen sich in zweierlei Hinsicht. 1. Hat man die Menschen der dritten Klasse schlicht täuschen wollen, 2. Ist das mit der nachlassenden Geburtenkraft von Einwanderern in der 2. oder 3. Generation ein Märchen. Aber Märchen glauben manche Deutsche gerne.
Das hilft leider nichts, denn
es geht um die VErsorgung der Kindsverweigerer im Alter!
"Das Geld arbeiten lassen ist eine Lüge, und
Wunschvorstellung, da dahinter immer Menschen arbeiten müssen,
damit ein realer Wert vorhanden ist! Eine rein rechnerische
Zinses-Zinserhöhung ist ein Luftblase, denn von Geldwerten (Zahlen
auf einem Papier als Anspruch wird uns nicht helfen! Da unserer
Rentenkassen ein Gelddurchgangsvorrichtung ist, aus Steueren und
Subventionen über Ökosteuern etc. bestehend, kommen
wahnsinnige Lasten auf uns zu! Man mag über eine Überfremdung
in Deutschland klagen, aber wenn wir die "Ausländer" die
arbeiten und unsere Renten verdienen nicht haben, dann stehen wir im
Alter ohne Hemd und Hose da! Das betrifft zuerst die Unterschicht, aber
auch die, die glaubten dass "ihr Geld arbeitet", und man auf
Kinder verzichten kann! Welch ein Wahn, der glaubt ohne Nachkommen
auszukommen! Die Tierwelt ist da klüger als die Menschen!!!!!
Einwanderer ...
... haben auch allenfalls mit der einwandernden Generation eine
höhere Geburtenrate. Bereits mit der ersten in Deutschland
geborenen Generation sinkt diese auf nationales Niveau. Das
Phänomen tritt übrigens auch bei anderen Industriestaaten auf.
Auf der Titanic spielte man übrigens "lustige Lieder", um
eine Massenpanik durch hysterische Spinner zu verhindern.
FamilienCEO oder Flucht in den "Beruf" - besser gesagt: in irgendeinen Job
Ja, so ein Beruf schmückt: Key Accountant Vize Managerin
Vertriebsleiterin Inspektorin, Amtsdingsbums .... und man glaubt wer zu
sein. Aber der Beruf machts einfach: Man bekommt gesagt, was man zu tun
hat und geht 8 Stunden später nach Hause und hat Ruhe - i.d.R.
Eine Mutter ist selbständig, beobachtet, entscheidet, muß
sich etwas einfallen lassen, hat volle Verantwortung, arbeitet nicht in
irgendeiner Abteilung, sondern sorgt sich immer um das Ganze und das
letztendlich 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche. Meine Hochachtung!
Das gilt auch für Väter. Entlohnung? Die Freude an den
Kindern, dem Leben, dem gemeinsamen Erleben.
Das fehlende Geld! In der Tat, das Leben in Deutschland ist teuer
geworden. Wir leisten uns viele versteckte Kosten: zB
Antidiskriminierungsgesetz; zig Schilder an einem simplen Kreisverkehr;
Strom, den wir -obwohl bezahlt- in den Müll kippen, weil wir ihn
nicht lagern können; Rettung des Weltklimas; der Euro; .... Da
bleibt für Kinder nicht viel übrig.
Danke,
Sie sind eine der wenigen, die noch nicht vollkommen idiologisch
verblendet rumlaufen!
Aber eine Frage hab ich doch: Warum tun sie sich das an? Die werden auch
Ihre besten- und in meinen Augen auch vollkommen nachvollziehbare-
Argumente verstehen. Ich hab das aufgegeben. Aber schön zu sehen,
dass Sie es weiter versuchen. Ich hab mich beim Lesen Ihrer Kommentare
jedenfalls sehr gefeut.
Masochistische Veranlagung oder jugendlicher Übermut
Irgendwas in der Richtung wird es sein. ;)
Zusammengefasst: Der typisch Deutsche will also vielleicht Kinder, aber zuhause "rumhocken" wegen der Bälger kommt nicht in Frage? Das spricht für sich.
Ich empfehle die Lektüre des Artikels "Wissenschaftler auf Widerruf" in dieser Zeitung...
zur Erklärung, warum junge Menschen mit der Familiengründung zögern. Die dort geschilderten Zustände gelten auch in weiten Teilen der freien Wirtschaft in diesem Lande.
Da lacht das Herz. NUR 45 % der 18-50jährigen wünschen sich in den nächsten drei Jahren ein Kind! Ich kenne eine Menge 50jährige, von denen wünscht sich keine einzige bzw. kein einziger in den nächsten 3 Jahren ein Kind - wieso auch! Und wie auch??? Begrenzt man die Frage an die 25-35jahrigen, bekommt man vermutlich ganz andere Zahlen.
Um der KInder willen @Frau Müller
Werte Frau Müller,
Wie wäre es damit, Kinder ganz einfach um der Kinder willen zu
bekommen, ganz gleich, ob sie später für einen da sind oder
nicht, wenn der Ehepartner schon verstorben ist.
Wäre das auch egoistisch? Oder wäre das wieder zu altruistisch?
Nein
Das ist genau so, wie es laufen sollte. Nur offensichtlich scheint bei einigen doch die Angst vor "Überfremdung" oder Alterseinsamkeit oder ... der weit größere Antrieb zu sein. Das ist schade, sowohl für die Kinder als auch für die Eltern.
Noch ein anderer Aspekt : Adoptionen
Warum baut man eigentlich fast unüberwindbare Hürden auf ,wenn
Personen in Alter 45 + x noch Kleinkinder adoptieren wollen ? Ist das
nur ein Privileg für Ex-Bundeskanzler ?
Meines Erachtens wären grade für Adoptivkinder gefestigte
Persönlichkeiten als Eltern wichtig. Die Alterszuordnung in unserem
Adoptionsrecht ist nicht mehr zeitgemässig und spiegelt nicht
wieder, dass auch viele Eltern heutzutage mit über 40 noch eigene
Kleinkinder haben. Und warum ist es für Singles fast
unmöglich Kinder zu adoptieren ? Liebevoll aufgezogene
Adoptivkinder wären auch erfolgversprechende zukünftige
Stützen unserer Gesellschaft.
Ein Aspekt ist unterbelichtet: Die Rolle der Werbung sowie der impliziten Standardsetzung via Medien
Denn letztlich konkurriert ein möglicher Kinderwunsch mit diversen
Alternativen. Diese wiederum werden maßgeblich durch Werbung
präsent sowie durch die Standardsetzung durch Filme etc.; es werden
sehr häufig große, teure Wohnungen und Häuser gezeigt,
mit teuren Autos etc., gleiches gilt für die Werbung.
Hierdurch erfolgt eine unheilvolle Verschiebung des Referenzpunktes.
Dieser sollte nämlich dort liegen, wo eine eher knapp verdienende
Familie mit 3 Kindern liegt, was diese sich leisten können. Das ist
der Standard, der einzige, der auf Dauer funktioniert und der die
Menschheit bis heute getragen hat.
Die Werbung und die Medien zeigen aber einen ganz anderen Standard,
nämlich den von gut bis extrem gut verdienenden Doppelverdienern.
Wenn man sich dann daran - durchaus unbewusst - ausrichtet, kann man nur verlieren.
Man wird dann nämlich aussterben und im Alter einsam sein.
Aber dann hat man auch ein paar Jahrzehnte, zu bereuen, dass man auf
diesen Sch... hereingefallen ist.
Irrtum
Vernetzt? Ja, schön wär´s... Vernetzt mit Facebook, Youporn und Xing. Na, Ihnen wünsche ich im Alter viel Spaß!
@Schaffelder : das kenne ich anders, wo ich lebe in RLP tragen grade die Großeltern sehr viel
dazu bei das Kinder überhaupt noch möglich sind. Sie
unterstützen die Eltern, die heutzutage zu zweit arbeiten
_müssen_, weil ein Einkommen nicht reichen würden mit
liebvoller individueller Enkelkinderbetreuung und sie unterstützen
ihre Kinder und Enkel kinder auch noch materiell und sind mit ihren
Renten noch ein Sicherheitsfaktor falls der Familie arbeitslosikeit
drohen würde.
Das Großeltern-Prinzip müsste viel mehr beachtet werden, auch
durch Steuererleichterungen für Familien, damit diese für sich
und die Großeltern Haushaltshilfe leisten können.
Wenn Wäsche und Fenster fremdbetreut werden, ist das unkritischer
als Kinder und für die Großeltern ist das liebevolle
fördern von Enkelkindern auch mit mehr Lebenqualität
verbunden als wäschebügeln und putzen.
Das glaube ich nicht.
Werbung und Medien reproduzieren die Verhältnisse, die sie
vorfinden: Ob am Rama-Frühstückstisch ein, zwei oder drei
Kinder sitzen spiegelt nur den Zustand im Land wieder (In Deutschland
müssten da 1,7 Kinder sitzen, das ist der extrem niedrige
Durchschnitts-Kinderwunsch hierzulande).
Zudem ist die Geburtenrate bei uns schon fast 40 Jahre stabil niedrig.
Ich denke, das hat auch etwas mit der Rolle der Großeltern zu tun
- in den Siebzigern gab es hier einen Bruch, man traute ihnen -
Nazivergangenheit - nicht mehr über den Weg. Das mit der
Nazivergangenheit hat sich inzwischen erledigt, die Großeltern
spielen aber nach wie vor kaum eine Rolle. Sie nehmen die Verantwortung,
die sie als Eltern ihren Eltern nicht übertragen wollen jetzt
für sich auch nicht an.
Ohne familiäre Unterstützung wird das Projekt Kindererziehung
aber verdammt schwer!
Sch... finde ich eher ...
... dass immer noch der Blödsinn von der Alterseinsamkeit
propagiert wird als befänden wir uns in einer Erwachsenen-Version
des Struwwelpeter.
Als wenn diese Gesellschaft nicht hochgradig vernetzt wäre und in
Zukunft noch weiter vernetzt werden würde.
Als wenn man als einziger Mensch auf der Welt alt wäre.
Und als wenn ein Partner, der einen auch später mit den
sprichwörtlichen Falten am Arsch noch genauso liebt, gar nichts
wert wäre.
Kinder zu bekommen, nur um hinterher zu erwarten, dass sie einem ein
Leben lang bespaßen oder weil man einfach jemanden braucht, den
man über das Blut an sich binden kann, ist meines Erachtens
gleicher Maßen egoistisch.
ist ja bei den besser ausgebildeten nicht zuletzt darauf zurückzuführen,
daß ihren möglichen kindern nicht zumuten wollen neben den
alten auch
noch eine immer größere masse an, von der politik
gezüchteten faulen,
von der wiege bis zur bahre zu finanzieren. erst durch die
möglichkeit
ohne jedwede betätigung, auch vollkommen gesunder, auf kosten anderer
durchs leben zu kommen und dann noch von der armutskonferenz darob
bemittleidet zu werden und höhere stütze gefordert wird, dann
kann einem
doch jegliche lust am kinderkriegen vergehen. griechenland und die anderen
geldfresser muss man da noch nicht mal einbeziehen, obwohl die das ganze
erst zu einer richtigen katastrophe anwachsen lassen. wer auch nur halbwegs
bei trost befindliche wird das seinen kindern antun wollen??????
@Claudia Schüßler: Frauenrenten
Das Problem evtl. zu geringer Frauenrenten löst man
folgendermaßen: Analog zum Ehegattensplitting wird jeweils die
Hälfte der Rentenbeiträge auf ein eigenes Rentenkonto der Frau
eingezahlt. Ist also der Mann Alleinverdiener, erhält auf diese
Weise trotzdem die Frau genauso hohe Einzahlungen auf ihr Rentenkonto
wie der Mann.
Diese Systematik kann man u.U. ergänzen durch weitere Einzahlungen,
die aus der Staatskasse finanziert werden, aber erst ab dem 3. Kind, da
2 Kinder der Standardreferenzfall sind, die ein normales,
arbeitsfähiges Ehepaar ernähren können muss.
(Wenn letzteres nicht der Fall ist, dann müssen die Steuern etc.
gesenkt werden, denn dies ist der einzige Grund, warum das mit dem
ernähren können nicht klappen kann).
Will man Kinder, muss man die Ehe stärken
Welcher Mann will sich an Frau und Kind binden, wenn beide jederzeit
flügge werden.
Welche Frau will sich an einen Mann binden, wenn es gesellschaftlich
üblich ist, dass der sich eine Jüngere sucht.
Dann die Unsicherheiten. Politik ist völlig verstritten und nicht
in der Lage den Menschen ein sicheres Einkommen zu geben (außer
den Staatsangestellten aus den Parteikasten)
Dann die Medien, die durch halb-pornagraphische Darstellungen und
Heile-Welt-Sendungen den Menschen völlig falsche Illusionen macht.
Dann der Versuch möglich symetrischer Geschlechterbeziehungen. Wenn
hier die Machtverhältnisse und die verantwortungsvolle Umgang mit
dem Partner nicht dauerhaft festgelegt sind, ist Ärger vorrauszusehen.
u.s.w.
Die Religionen geben einen Rahmen für die Entwicklung einer
Gesellschaft. Das wurde von den Spinnern in den Sechzigern und
Siebzigern erfolgreich über Bord geworfen.
Das Ergebnis macht sich auch in der Geburtenstatistik bemerkbar.
Statistiken?
In vielen der Länder spielt Reigion eine größere Rolle.
In anderen haben die 68er nicht so hart zugeschlagen.
In der Studie steht etwas anderes
Denn im europäischen Vergleich werden mehr Kinder in Ländern
geboren, in denen auch viele Kinder nichtehelich sind. Allen voran
Island: 2,2 Kinder pro Frau, davon 2/3 nichtehelich, aber auch
Frankreich, Skandinavien, Großbritannien (um die 2 Kinder pro
Frau, davon ca die Hälfte nichtehelich). Selbst im katholischen
Irland (2,1 Frauen pro Kind) sind rund ein Drittel der Kinder
nichtehelich geboren - und damit ungefähr so viel wie im
Durchschnitt Europas.
Wie wollen Sie denn nun ...
... die Ehe stärken? Das haben Sie in Ihrem Kommentar irgendwo zwischen den Vorwürfen vergessen.
@Andrea Müller, Trotz ersparter Kindererziehungskosten...
...nur ein alter Nissan und eine Mietwohnung? Da hätte es mit Kindern vermutlich nur für ein Zelt und zwei alte Fahrräder gereicht - dann besser ohne.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.12.2012 13:19 UhrTja, schön wäre es halt ...
... würden wir jede/s/n angedichtete Golddepot / dicken Wagen /
Weltreise / Schönheits-OP (halt, warte, die lieber nicht) / steile
Karriere / Latino-Lover / Villa / etc. auch wirklich bekommen.
Dass die Realität meist anders ausschaut, wird in dieser
Neidgesellschaft sehr gerne verdrängt.