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Leihmutterschaft Bauchmama

 ·  Das Paar mit dem Kinderwunsch lebte in Deutschland. Dort ist Leihmutterschaft illegal. In der Ukraine nicht.

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Axel Haase

Die dt. Behörden sollten sich schämen!

Offensichtlich ist hier vieles falsch gelaufen. Die Ursache dafür, dass Fälle wie dieser immer wieder passieren, liegen m.E. an mangelnder Aufklärung. Leihmutterschaft in Deutschland ist z.B. durchaus nicht verboten. Verboten hingegen ist eine Beratung und oder Vermittlung von Leihmutterschaft im Ausland. Wären die Eltern frühzeitig vernünftig beraten worden, wäre der ganze Fall völlig undramatisch verlaufen. Auch dieser Artikel trägt zur Desinformation bei wenn es z.B: in der Überschrift heißt Leihmutterschaft sei illegal. Die komplizierte Rechtslage läßt sich nun einmal nicht auf das Begriffspaar "legal" vs. "illegal" reduzieren.
Das deutsche Recht und mehr noch dessen Anwendung jedenfalls sind unmenschlich und dringend reformbedürftig. Leihmutterschaft wird sicher nie die Regelmutterschaft; dennoch hat sie ihren berechtigten Platz in der Vielfalt zur Elternschaft.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 08:50 Uhr
Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 09.01.2013 08:50 Uhr

"Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer ...

7. es unternimmt, bei einer Frau, welche bereit ist, ihr Kind nach der Geburt Dritten auf Dauer zu überlassen (Ersatzmutter), eine künstliche Befruchtung durchzuführen oder auf sie einen menschlichen Embryo zu übertragen."

Ich halte das für ziemlich eindeutig.

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Axel Haase

Auch die Wiederholung einer falschen Aussage macht sie nicht richtiger

Ein Blick in den Gesetzestext erleichtert oft die Rechtsfindung. Leider ist im ESchG die Leihmutterschaft weder verboten noch erlaubt. Richtig ist, dass die Handlungen bestimmter Personen mit Strafe bedroht sind und die Handlungen anderer Personen ausdrücklich von Strafe befreit sind. Von einem Verbot von Leihmutterschaft insgesamt jedenfalls ist in diesem Gesetz nirgendwo die Rede.

Die in diesem Artikel vorgetragenen Fakten des konkreten Falles sind leider zu vage, als dass man hier beurteilen könnte welche juristischen Probleme es tatsächlich gab.

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Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 08.01.2013 16:42 Uhr

Embryonenschutzgesetz

Die künstliche Herbeiführung einer Leihmutterschaft (darunter fällt auch die künstliche Befruchtung der Eizelle der Leihmutter) sowie der Versuch dazu und die Vermittlung sind laut § 1 ESchG in Deutschland klar verboten. Solche Handlungen als illegal zu bezeichnen ist also durchaus korrekt.

Die spendenden bzw. empfangenden Personen selbst bleiben in jedem Fall straffrei. Und das Gesetz kennt Handhaben, falls es trotz nationalen Verboten zur Leihmutterschaft gekommen ist (z.B. im Ausland wie hier geschehen). Das bedeutet nicht automatisch, dass es sich hier um eine Grauzone handelt. Vielmehr war hier das Problem, dass die Leihmutter auch als Mutter eingetragen war und selbstverständlich verlangt die deutsche Botschaft dann auch nach dem Einverständnis dieser Mutter. Sonst könnte ja jeder einfach ein paar Kinder aus der Ukraine mitnehmen und zu den eigenen machen.

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Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 08.01.2013 15:34 Uhr

Form der Prostitution

"Warum ist Leihmutterschaft illegal, wenn doch die Leihmutter einverstanden ist? Sie finden, dass die Frauen frei entscheiden sollten. Auch wenn manche es aus Not tun."

Wo bleibt die freie Entscheidung, wenn man aus der Not heraus handelt?

So hart das für Menschen mit Kinderwunsch sein mag, aber letztendlich ist auch die Leihmutterschaft ein Verkauf des eigenen Körpers und damit eine ziemlich perfide Form der Prostitution. Denn sie schließt indirekt den Verkauf des unmündigen Lebens mit ein. Zudem dürfte die psychische Belastung der "Bauchmütter", die sich entgegen entsprechender Signale ihres Körpers zu keiner Gefühlsregung hinreißen lassen dürfen, ähnlich hart sein.

Wir leben in Zeiten in denen der weibliche Körper immer mehr zur Ware degradiert wird. Es ist daher beruhigend, dass immerhin noch ein paar Grenzen existieren.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.01.2013 22:41 Uhr
Axel Haase

Prostitution bezeichnet die Vornahme sexueller Handlungen gegen Entgelt

Für manche Menschen ist jede Form der abhängigen Beschäftigung ein Akt von Ausbeutung und eine Form der Prostitution. Möchten Sie auch jene Frauen als Prostituierte bezeichnen die für einen Hungerlohn in Bangladesch als Näherin unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten nur damit hierzulande im Textildiscounter Kleider zu Spottpreisen angeboten werden?

Eine Frau jedenfalls die ihrer Schwester und ihrem Schwager ihren Bauch "leiht" damit diese dennoch ein eigenes leibliches Kind bekommen können ist schwerlich als Prostituierte zu bezeichnen.

Leihmutterschaft jedenfalls kennt wie eine traditionelle Schwangerschaft viele Facetten. Allen Beteiligten jedenfalls gebührt Respekt!

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.01.2013 09:11 Uhr

Gut das Leihmutterschaft verboten ist!

Mir zeigt diese Geschichte wie gut es ist das die Leihmutterschaft in der BRD verboten ist. Gerade in ihren sehnlichen Wunsch nach einem Kind geht dieses Paar viele Risiken ein. Ein Kind muß her, koste es was es wolle und nicht wenige Paare und Kinder zerbrechen daran. Was bleibt beim Scheitern übrig? Das Kind das nicht weiß wer sein Vater und seine Mutter ist, ein Kind as nicht weiß wohin es gehört.

Deshalb ist eine Leihmutterschaft im Interesse des Kindes zu verbieten. Mag sein das sich dies hart anhört und Eltern mit Kinderwunsch das als hart empfinden, aber Kinder sind kein Spielzeug oder Hobby oder sonst was in der Art. Kinder bedeuten Verantwortung übernehmen und wer seinen Kinderwunsch höher stellt als alles andere, der stellt es auch über das Wohl des Kindes.

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Closed via SSO

Egomanie und Larmoyanz statt moralischer Skrupel und Anstand.

Warum geht es in dem Artikel nicht um die Kinder, die zum bloßen Objekt eines widerlichen Handels gemacht werden? Warum geht es nicht um die sozialen Nöte der Leihmütter? Warum nicht um die skrupellosen Geschäftemacher in der Ukraine?

Weil es in unserer Gesellschaft nur um das "ICH" geht. Schade, dass diese Egomanen hier auch noch ein Forum bekommen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.01.2013 09:09 Uhr
Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.01.2013 09:09 Uhr

Das ist die richtige Frage darauf

und es ist schockierend das Eltern die unbedingt ein Kind wollen, am wenigsten an das Kind und am meisten nur an sich denken.

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