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Geburtenstatistik Kein Babyboom in Sicht

13.11.2007 ·  Was war nicht spekuliert worden. Die ausgelassene Stimmung während der Fußball-WM könnte einen Babyboom auslösen. Außerdem sollte das neue Erziehungsgeld Wirkung zeigen. Doch von all dem ist nichts zu spüren. Die Geburtenzahlen gehen weiter zurück.

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Der prophezeite Baby-Boom nach der Fußball-Weltmeisterschaft ist ausgeblieben, das neue Erziehungsgeld zeigt bisher wenig Wirkung: Die Zahl der Geburten in Deutschland ist auch im ersten Halbjahr 2007 gesunken - wenn auch nur leicht.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag aufgrund vorläufiger Zahlen mitteilte, wurden im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 313.100 Kinder geboren. Im ersten Halbjahr 2006 waren es 313.900 gewesen - also 0,3 Prozent mehr als zuletzt. Geboren wurden 161.100 Jungen und 152.000 Mädchen.

Nicht mehr Lust auf Kinder

„Auf keinen Fall“ habe es einen Baby-Boom neun Monate nach dem Fußballsommer 2006 gegeben, sagte der zuständige Mitarbeiter des Bundesamtes, Martin Conrad. Krankenhäuser, Hebammen und Frauenärzte hatten zu Beginn dieses Jahres eine stärkere Nachfrage nach Klinik-Besichtigungen, Geburtsvorbereitungs-Kursen und Sprechstunden-Terminen für die Monate März und April beobachtet.

Selbst wenn man nur die infrage kommenden Monate betrachtet, hat die Fußball-WM nicht mehr Lust auf Kinder gemacht: Im März 2007 wurden insgesamt knapp 2000 Jungen und Mädchen weniger geboren als im März 2006, im April 2007 dafür rund 2500 mehr als im Vorjahresmonat. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres wurden 95.600 weniger Kinder geboren als Menschen starben.

Bisher 387.000 Anträge auf Elterngeld

Die Bundesregierung hatte zu Jahresbeginn ein Elterngeld zur Familienförderung eingeführt. Es beträgt 67 Prozent des letzten Nettogehalts oder maximal 1800 Euro monatlich, wenn die Arbeitszeit vollständig oder teilweise reduziert wird. Bis Ende September wurden 387.000 Anträge auf Elterngeld bewilligt, darunter 37.000 von Vätern.

2006 waren in Deutschland 673.000 Kinder lebend geboren worden, 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Sterbefällen wurde ebenfalls ein leichter Rückgang von 0,4 Prozent auf 408.700 verzeichnet.

Quelle: FAZ.NET mit Material von ddp
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