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Falsche Frage gestellt : Republikaner bedroht Reporter vor laufender Kamera

  • -Aktualisiert am

Bei einem Interview mit dem Fernsehsender NY1 bedrohte der republikanische Kongressabgeordnete Michael Grimm den Reporter und drohte, ihn vom Balkon zu werfen. Bild: NY1

Auf die unliebsame Frage eines Fernsehreporters erwidert der amerikanische Republikaner Michael Grimm mit einer Drohung: Er werde den Journalisten vom Balkon des Kapitols werfen. Entschuldigen will er sich nicht.

          Der republikanische Kongressabgeordnete Michael Grimm hat einem Fernsehreporter des Senders NY1 bedroht, weil der ihm während eines Interviews die falsche Frage gestellt hatte. Er werde ihn beim nächsten Mal wie einen kleinen Jungen in Stücke hauen, kündigte der Politiker an. Was Grimm nicht wusste: Die Kamera lief zu diesem Zeitpunkt noch, seinen Ausfall sahen tausende Zuschauer live im Fernsehen. Das zugehörige Video auf Youtube verbreitet sich derzeit im Netz.

          Der Fernsehreporter Michael Scotto hatte Grimm nach der Rede von Präsident Obama zur Lage der Nation noch eine Frage zur Finanzierung seines Wahlkampfs stellen wollen. Der Republikaner verweigerte die Antwort: „Ich beantworte keine Fragen zu anderen Themen“, er habe nur über die Rede des Präsidenten sprechen wollen. Dann stapfte aus dem Bild - die Kamera lief weiter. Scotto hielt an seiner Moderation fest: „Der Kongressabgeordnete Michael Grimm möchte nicht über einige der Vorwürfe gegen ihn und die Finanzierung seiner Kampagne sprechen“, sagte der Reporter in die Kamera. „Wir wollten mit ihm vor der Kamera über dieses Thema sprechen, aber wie Sie gerade sehen konnten, weigert er sich darüber zu sprechen. Zurück ins Studio.“

          „Ich werde Sie in Stücke schlagen“

          Nur Sekunden später stürmte Grimm auf den sichtlich eingeschüchterten Journalisten zu, redete aufdringlich auf Scotto ein. „Lassen Sie mich ganz deutlich werden: Wenn Sie das noch einmal machen, werfe ich Sie von diesem verdammten Balkon“, sagte der Abgeordnete laut Aufzeichnungen des Senders NY1. Aber damit nicht genug: „Sie sind nicht Manns genug. Ich werde Sie in Stücke schlagen wie einen kleinen Jungen“, fauchte Grimm. Die Kamera lief währenddessen weiter.

          In einer Stellungnahme zu dem Vorfall entschuldigte sich Grimm nicht: „Ich war extrem genervt, weil ich NY1 mit dem Interview einen Gefallen getan habe. Der Reporter wusste, dass ich in Eile war und nur die Rede des Präsidenten kommentieren wollte“, so Grimm. „Ich bin sicher nicht der erste Kongressabgeordnete, der einen Reporter abkanzelt, und ich werde auch sicher nicht der letzte sein.“

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