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Eurovision Song Contest Die neue Lena heißt Roman

 ·  Roman Lob fährt für Deutschland zum Eurovision Song Contest nach Baku. Der 21 Jahre alte Lob war von Anfang an der Favorit beim deutschen Vorentscheid.

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© dapd Am Ende war der Sieg überraschend knapp: Ornella de Santis verliert gegen Roman Lob

Der 21 Jahre alte Roman Lob wird Deutschland beim Eurovision Song Contest in Baku vertreten. Der Industriemechaniker aus Neustadt (Wied) in Rheinland-Pfalz wurde am Donnerstagabend von den ARD-Fernsehzuschauern gewählt. Er setzte sich im Finale von „Unser Star für Baku“ gegen die 27 Jahre alte Ornella de Santis aus Offenburg in Baden-Württemberg durch.

Sein Lied für den Song Contest am 26. Mai in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku heißt „Standing Still“. Über den Titel hatten die Fernsehzuschauer ebenfalls abgestimmt. Die rockige Popnummer stammt aus der Feder mehrerer Komponisten, darunter auch der des britischen Singer-Songwriters Jamie Cullum.

Lob ist Nachfolger von Lena Meyer-Landrut, die für Deutschland sowohl 2010 in Oslo als auch 2011 in Düsseldorf gesungen hatte. Er galt von der ersten Sendung an als Favorit. Die Jury unter Leitung von Thomas D von den Fantastischen Vier pries ihn als „Gehörgangschmeichler“, der mit jedem Song zu überzeugen wisse. Mit „Standing Still“ wurde der laut Roman „absolut der beste Song“ ausgewählt. „Ich hatte von Anfang an Bock auf die Nummer“, sagte er. Während die Single bereits in Kürze veröffentlicht wird, ist für Mitte April ein ganzes Album mit dem ESC-Teilnehmer geplant. Nach Angaben von Produzent Thomas D sollen darauf auch eigene Songs von Roman Platz finden.

20 Kandidaten waren zu Beginn der Showreihe angetreten. Der Industriemechaniker aus Neustadt/Wied in Rheinland-Pfalz hatte bei dem im Januar gestarteten Vorentscheid immer vorne gelegen. Trotz seines Gewinns beim Vorentscheid will Roman seinen bisherigen Job nicht komplett aufgeben. Bis auf Weiteres habe ihn seine Firma freigestellt, sagte der Sänger am Donnerstagabend in der ProSieben-Sendung „TV Total“. „Die warten jetzt einfach ab, wie es bei mir läuft.“

Das Format „Unser Star für Baku“ hatte bisher nur eine schwache Quote erreicht. Die Kritik lautete nahezu einhellig, das Casting sei viel zu sehr in die Länge gezogen und die Juroren seien zu nett. Die Sendung war wieder gemeinsam von ProSieben und der ARD auf die Beine gestellt worden, in der Jury saßen Musiker Thomas D als Jury-Präsident, Alina Süggeler von der Band Frida Gold und ProSieben-Moderator Stefan Raab.

Eine Empfehlung wollten die Juroren am Ende nicht abgeben. „Möge der Bessere gewinnen, ich sage hier nix mehr“, so Thomas D. Raab, sonst nie um einen Spruch verlegen, und auch Süggeler hüllten sich in Schweigen. Wenn es irgendwie spannend werde, werde er ganz ruhig, sagte Raab. Alle drei hatten sich jedoch bei der Songwahl für den späteren Gewinner für „Standing Still“ ausgesprochen.

Im vergangenen Jahr in Düsseldorf hatte Lena als Kandidatin für Deutschland immerhin noch Platz 10 geschafft, während sie 2010 in Oslo spektakulär mit „Satellite“ gewonnen hatte.

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