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„Eurovegas“-Projekt gescheitert : „Unannehmbare und verrückte“ Bedingungen

  • -Aktualisiert am

So hätte das europäische Vegas aussehen sollen Bild: dpa

Das Projekt „Eurovegas“ in der Nähe Madrids ist gescheitert. Ein amerikanischer Kasinomagnat hatte immer neue Forderungen an die spanische Regierung gestellt. Offenbar wollte er die wirtschaftliche Schwäche des Landes ausnutzen.

          Das Projekt des amerikanischen Kasinomagnaten Sheldon Adelson, in Madrid ein monumentales „Eurovegas“ zu errichten, ist gescheitert. Die spanische Regierung hat jetzt die Forderungen des Besitzers von Las Vegas Sands, darunter hohe Steuervorteile und eine Aufhebung des Rauchverbots, endgültig abgelehnt. Daraufhin bestätigte auch Adelson in einem Kommuniqué, dass er das Vorhaben aufgeben und sich auf andere Spielkasinopläne in Asien konzentrieren wolle.

          Wie aus spanischen Regierungsquellen verlautete, hatte der Milliardär in den vergangenen Wochen eine Reihe „unannehmbarer und verrückter“ Bedingungen gestellt. So sollte die Regierung die Übernahme aller möglicher Verluste garantieren und außerdem während der Bauzeit im Fall von veränderten Bedingungen für alle Investitionskosten aufkommen.

          Hier, in Alorcón bei Madrid, waren 750 Hektar Land dafür ausgewiesen worden Bilderstrecke

          Derlei, so hieß es in Madrid, sei auch im Vergleich mit anderen Engagements von Adelson im Ausland beispiellos gewesen. Offenbar setzte sich bei den Spaniern der Eindruck fest, dass hier ein Großunternehmer die gegenwärtige wirtschaftliche Schwäche des Landes über Gebühr ausnützen wollte.

          Die Region Madrid war an dem Projekt, das bis zu dreißig Milliarden Dollar an Investitionen und auf lange Sicht eine Viertelmillion Arbeitsplätze versprach, überaus interessiert. Die Regionalregierung hatte in einem Vorort ein großes Gelände für ein Hotel-, Kongress- und Kasinozentrum angeboten und sich bei Ministerpräsident Mariano Rajoy auch für eine Lockerung des staatlichen Rauchverbots eingesetzt.

          Die langwierigen Verhandlungen, bei denen der Amerikaner zuletzt offenbar immer mehr Forderungen bei nur maßvoller Eigenleistung stellte, führten nun zu dem Ende eines umstrittenen Planes, den Kritiker wegen potentieller Risiken von Prostitution und organisierter Kriminalität bekämpft hatten.

          Ein ähnliches Projekt, das im Ödland der Region Aragonien geplant war, war schon vor mehreren Jahren ebenfalls an Finanzierungsschwierigkeiten gescheitert.

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