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Eurotunnel nach dem Brand Nur der Frachtverkehr rollt wieder

13.09.2008 ·  Zwei Tage nach dem Brand im Eurotunnel zwischen Frankreich und Großbritannien rollen wieder Züge unter dem Ärmelkanal. Zumindest der Frachtverkehr wurde in der unversehrten zweiten Tunnelröhre wieder aufgenommen.

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Zwei Tage nach dem Brand im Eurotunnel zwischen Frankreich und Großbritannien rollen wieder Züge unter dem Ärmelkanal. In der Nacht zum Samstag konnte der Frachtverkehr in der vom Feuer unversehrten zweiten Tunnelröhre wieder aufgenommen werden. Wenige Stunden später fuhren auch wieder Eurostar-Passagierzüge zwischen Paris und London. Allerdings blieb der Verkehr stark eingeschränkt, weil die Röhre, in der das Feuer am Donnerstag ausgebrochen war, noch auf unabsehbare Zeit gesperrt bleiben muss.

Am Samstag sollten laut Eurostar je 12 Hochgeschwindigkeitszüge in jede Richtung fahren. Das ist die Hälfte des normalen Verkehrs. Für das gesamte Wochenende hatte Eurostar rund 60.000 Tickets verkauft. Eurostar-Reisende, die am Samstag am Londoner Bahnhof St. Pancras ankamen, berichteten von einer etwas langsameren Fahrt als sonst.

Keine Angaben zum Personenverkehr

Wann die Autoshuttle-Verbindungen wieder in Betrieb gehen, die Privatfahrzeuge zwischen Frankreich und Großbritannien transportieren, konnte die Betreibergesellschaft Eurotunnel zunächst nicht sagen.

Video: Passagierverkehr nach Brand im Eurotunnel ausgesetzt

Die Brandursache wurde am Samstag weiter untersucht. Die These überhitzter Bremsen wurde nach Angaben der Präfektur von Pas-de-Calais fallengelassen. Die Bahngesellschaften stellen sich auf eine wochenlange Sperrung des betroffenen Tunnels ein.

Bei dem Brand war die Röhre auf etwa 300 Metern schwer beschädigt worden. Ein Lastwagen auf einem Zug hatte Feuer gefangen. 32 Menschen, vor allem Fernfahrer, waren durch einen Zwischentunnel in Sicherheit gebracht worden. Sechs von ihnen kamen mit leichten Rauchvergiftungen ins Krankenhaus.

Zwei der Fahrer wären beinahe umgekommen, weil sie in Panik in den verqualmten Tunnel rannten, statt sich mit dem Begleitpersonal über einen Verbindungstunnel und die Versorgungsröhre in Sicherheit zu bringen. „Wir mussten sie zurückholen“, erklärte ein Gendarm dem „Figaro“ (Samstag). Dabei hatten die Sicherheitsleute zunächst für eine halbe Minute die Türen des Zuges blockiert, damit die Passagiere nicht in Panik davonlaufen konnten. Lkw-Fahrer schlugen jedoch mit einem Hammer ein Fenster ein.

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