Der europäische Raumtransporter „Edoardo Amaldi“ ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Er startete am Freitagmorgen um 5.34 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (1.34 Uhr Ortszeit) mit einer Ariane-5-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. In fünf Tagen soll das „Automated Transfer System“ (ATV) der europäischen Raumfahrtagentur Esa am russischen Swesda-Modul der ISS andocken.
An Bord befinden sich sieben Tonnen Nahrung, frische Kleidung, Wasser, Sauerstoff sowie Post und sogar ein Sport-BH für die Astronautin, die demnächst in die ISS einziehen wird. Außer der Versorgung dient „Amaldi“, das dritte ATV der Esa, als Motor für die ISS. Es soll die Raumstation in eine höhere Umlaufbahn befördern und kippen, wenn sich gefährlicher Weltraumschrott nähert.
Mit nicht mehr benötigten Geräten in der Atmosphäre verglühen
„Das war ein Bilderbuchstart. Alles läuft nach Plan“, sagte der für bemannte Raumfahrt zuständige Direktor der Esa, Thomas Reiter. Etwa eine Stunde nach dem Start löste sich das ATV-3 in einer Höhe von 260 Kilometern von der Oberstufe der Ariane-5 und entfaltete seine vier Sonnensegel. Seitdem fliegt es aus eigenen Antrieb weiter.
Die Aufgabe des ATV-3 wird vermutlich am 3. September enden, nachdem es mit Müll, Abwasser, schmutziger Kleidung und mit nicht mehr benötigten Geräten beladen wurde. Nach dem Abkoppeln wird es Kurs auf die Erde nehmen und in der Atmosphäre verglühen.