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Donnerstag, 20. Juni 2013
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„Eurobarometer“-Umfrage Sprachbarrieren in Europa weiter hoch

 ·  Das „Eurobarometer“ der Europäischen Kommission hat ergeben, dass sich die Fremdsprachensituation in Europa kaum verbessert hat. In Ungarn und Italien leben die größten Sprachmuffel.

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© Dieter Rüchel Die Zahl der Fremdsprachensprecher ist zurückgegangen – das liegt vor allem am Rückgang der Deutsch- und Russischkenntnisse in den östlichen EU-Ländern.

Etwa jeder zweite der 500 Millionen Bewohner der 27 EU-Staaten beherrscht neben der Muttersprache zumindest eine weitere Sprache. Etwa ein Viertel spricht zwei, ein Zehntel sogar mehr Fremdsprachen. Dies geht aus einer jetzt von der Europäischen Kommission vorgelegten „Eurobarometer“-Umfrage hervor. Obwohl die EU-Partner 2002 in Barcelona das Ziel vorgegeben hatten, dass jeder Bürger mindestens zwei Fremdsprachen erlernen solle, hat sich die Situation statistisch betrachtet zuletzt kaum verbessert.

So hatten 2005 bei einer vergleichbaren Umfrage 56 Prozent angegeben, eine Fremdsprache zu beherrschen; jetzt sind es noch 54 Prozent. Die Kommission erklärt dies vor allem mit dem Rückgang der Deutsch- und Russischkenntnisse in den östlichen EU-Ländern, wo beide Sprachen häufig nicht mehr auf dem Lehrplan stehen.

Erstaunlicher ist, dass nur in wenigen Ländern der Anteil der Bürger, die sich in mindestens zwei Fremdsprachen ausdrücken können, gewachsen ist. Dies gilt vor allem für Italien mit einem Zuwachs um sechs Prozentpunkte auf 22 Prozent. Dagegen rutschte der Anteil in Polen um zehn Prozentpunkte auf 13 Prozent und in Belgien – wohl auch wegen des Sprachenkonflikts zwischen Flamen und Wallonen – gar um 16 Prozentpunkte auf 50 Prozent.

Den höchsten Anteil an Fremdsprachenmuffeln haben Ungarn (65 Prozent) und Italien (61 Prozent). 38 Prozent aller Bürger in der EU beherrschen Englisch; dahinter folgen Französisch (zwölf Prozent), Deutsch (elf Prozent), Spanisch (sieben Prozent) und Russisch (fünf Prozent). Gut jeder sechste EU-Bewohner – 16 Prozent – hat Deutsch als Muttersprache. Dahinter folgen Italienisch und Englisch (jeweils 13 Prozent) sowie Französisch (elf Prozent).

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Jahrgang 1955, Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in Brüssel.

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