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Erklärung des Max-Planck-Instituts Warum die Affenforscherin alleine durch den Urwald irrte

04.06.2008 ·  Die deutsche Studentin, die sich im kongolesischen Urwald verirrt hatte, fühlte sich sicher und dachte, sie kenne den Weg gut genug, um zurück ins Camp zu finden. Nun tut ihr die ganze Sache leid. Nach ihrer Ankunft im Basislager hat sie als erstes geduscht.

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Die im Urwald der Demokratischen Republik Kongo zeitweilig vermisste Studentin aus Leipzig ist trotz der Strapazen in einer sehr guten Verfassung. Das teilte das Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie am Mittwoch in Leipzig mit. Nach knapp zwei Wochen im Regenwald habe die 23-Jährige Esther Carlitz bei ihrer Ankunft im Basislager der Forschergruppe als erstes geduscht, frische Kleidung angezogen und ihre Familie angerufen.

Die Studentin, die für das Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie im Camp Lui Kotal über Bonobo-Affen forschen wollte, hatte sich am 23. Mai im kongolesischen Urwald verirrt. Sie war mit einem Kollegen einer Gruppe von Bonobos gefolgt, hatte sich dann aber entgegen den Anweisungen allein auf den Rückweg gemacht, weil sie „Hunger“ gehabt habe. „Ich fühlte mich sicher und dachte, ich kenne den Weg hinreichend genug“, sagte die Studentin dem Institut zufolge. Sie sei lange Zeit davon überzeugt gewesen, per Kompass und Karte den richtigen Weg zu finden. Es tue ihr alles sehr leid. Sie soll nun vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Früchte vertrug sie nicht

Die Studentin war Anfang der Woche von einem Suchtrupp im Umkreis von 50 Kilometern vom Basislager gefunden worden. Nach Angaben des Instituts war sie in Begleitung von drei Einheimischen. Die ersten sechs Tage war die Frau demnach allein im Regenwald unterwegs und versuchte, sich von Früchten zu ernähren, die sie aber nicht vertrug. Am siebten Tag dann erreichte sie einen größeren Weg und fand ein Camp mit Jägern, wo sie endlich etwas zu essen bekam. Wasser gab es laut Institut während der Wanderung genug.

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