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Erfinderwettbewerb Junge Forscher entwickeln Solar-Walkman und Naturkleber

25.05.2003 ·  Der jährliche Schüler-Wettbewerb ist ein Fundus der cleveren Ideen. Klebstoff aus Reis und Gelatine, ein Rastertunnelmikroskop aus Styropor für wenig Geld und eine Kommunikationshilfe für Autisten wurden unter anderen ausgezeichnet.

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Ein solarbetriebener Walkman, ein digitaler Wachhund für den Computer und lösungsmittelfreier Naturkleber gehören zu den Sieger-Arbeiten im Bundeswettbewerb „Jugend forscht“. Beim europaweit größten Wettbewerb für Naturwissenschaften und Technik wurden am Sonntag in Ludwigshafen insgesamt 35 Arbeiten aus 7 Fachgebieten ausgezeichnet.

Wie im Vorjahr waren auch 2003 wieder Teilnehmer aus Bayern besonders erfolgreich: Sie gewannen drei Hauptpreise. Insgesamt könne sich die Gewinner über Preise im Wert von mehr als 150.000 Euro freuen.

Walkman mit Solarzelle

Mit seinem „Walkman für Sonnenanbeter“ kam der 18-jährige Andreas Neuzner aus dem hessischen Hüttenberg im Bereich Technik auf den ersten Platz. Er konstruierte einen Walkman, der nur mit Solarenergie versorgt wird. Weil die Mechanik normaler tragbarer CD-Player zu groß ist, um von einer Solarzelle versorgt zu werden, baute er einen handlichen MP3-Player, der nicht mit CDs, sondern mit Speicherkarten gefüttert wird. Für Strom sorgt eine Solarzelle.

Mit seinem „digitalen Wachhund“ - einem Sicherheitssystem für Computer - setzte sich Andreas Hötker aus Mainz im Fachgebiet Mathematik/Informatik durch. Der 19-Jährige entwickelte ein Sicherheitsprogramm, daß das Eindringen von Hackern in Computer verhindern soll. Ein Programmteil durchsucht die Netzwerkkommunikation des Rechners auf Angreifer und schlägt im Zweifelsfall Alarm.

Reis und Gelatine zu Klebstoff

Die 20-jährige Isabel Wagner aus Hamburg erhielt den Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft für lösungsmittelfreie Klebstoffe, die sie aus Lebensmitteln wie Reis und Gelatine entwickelt hatte. Eine computergestützte Kommunikationshilfe für Autisten brachte dem 19-Jährigen Florian Dietrich aus Hawangen und dem gleichaltrigen Tobias Henkel (19) aus Benningen (beides Bayern) den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit. Sie hatten einen Laptop und die Maus so umgebaut, daß auch Behinderte das System einfach bedienen können.

Uwe Treske (17) aus Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt) siegte im Fach Physik mit einem Rastertunnel-Mikroskop. Zum Materialpreis von 30 Euro hatte er aus Styropor und Glühfäden ein Mikroskop gebaut, das auf dem Markt mehrere tausend Euro kostet. Im Bereich Chemie wurde Florian Grüßing (16) aus Isernhagen (Niedersachsen) für einen preiswerten Schnelltest geehrt, mit dem Straßenschutt vor dem Recycling auf giftige polyzyklische Kohlenwasserstoffe untersucht werden kann. Für eine Motorsäge mit Laser-Abstandsmesser, die Waldarbeitern das gleichmäßige Zerteilen der Stämme erleichtern soll, erhielt Ralf Basler (20) aus Waldshut-Gaiß in Baden-Württemberg im Bereich Arbeitswelt den Preis.

Die Superstars im Lande

„Sie sind die eigentlichen Superstars in unserem Lande. Sie sind das Vorbild, das wir in unserem Lande brauchen“, sagte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) in ihrer Laudatio. Sie warnte vor einem drohenden Mangel an hoch qualifizierten Fachkräften in Deutschland und rief dazu auf, bei Schulkindern das Interesse für Naturwissenschaften stärker zu wecken.

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