04.11.2002 · Die weltweite Häufung heftiger Erdbeben in den vergangenen Tagen ist nach Ansicht des Geophysikers Klaus- Günther Hinzen von der Universität Köln reiner Zufall.
Die weltweite Häufung heftiger Erdbeben in den vergangenen Tagen ist nach Ansicht des Geophysikers Klaus- Günther Hinzen von der Universität Köln reiner Zufall. „Das, was passiert ist, ist ganz normal“, erklärte der Leiter der Erdbebenstation Bensberg am Montag in einem dpa-Gespräch.
Acht stärkere Beben in einer Woche
Allein in den vergangenen zwei Wochen haben Seismologen weltweit mindestens in acht Ländern Beben der Stärke 3,9 bis 7,9 auf der Richterskala gemessen. „Es besteht kein unmittelbarer Zusammenhang beispielsweise zwischen dem Beben in Sumatra (Indonesien) und dem Achter-Beben in Alaska“, sagte Hinzen. „Die Ursache liegt einfach darin, dass die Erde ein sehr bewegter Planet ist. An den Erdplatten knirscht und kracht es fast ununterbrochen.“
Statistisch betrachtet gebe es fast jeden Monat ein Beben der Stärke sieben. „Magnitude-Sechs-Beben wie das der vergangenen Woche in Italien kommen alle drei Tage vor.“ Hinweise auf eine akute Erdbeben-Gefahr in Deutschland hat Hinzen nicht: „Im Augenblick ist alles normal.“
Nachbeben in Aachen
Zwar gebe es im eher stark gefährdeten Bundesland Nordrhein-Westfalen noch immer Nachbeben von dem im Juli verzeichneten Erdstoß der Stärke 5,0 bei Aachen. „Aus den aktuellen Aktivitäten in Italien oder Großbritannien kann man aber auf gar keinen Fall schließen, dass es eine akute Gefährdung für Deutschland gibt.“