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Elfenbeinlieferant Elefanten

05.06.2007 ·  Elefanten gelten als die Klassiker unter den zu schützenden Tieren. Die drei Elefantenarten werden vor allem wegen ihrer Stoßzähne geschossen. Die Artenschutzkonferenz gab nun dennoch 60 Tonnen Elfenbein zum Verkauf frei.

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Elefanten sind die Klassiker unter den zu schützenden Tieren - am bekanntesten und am stärksten mit Emotionen beladen. Die drei Elefantenarten werden vor allem wegen ihrer Stoßzähne geschossen, aus denen wertvolle Elfenbeinschnitzereien entstehen. Um die Ausrottung zu verhindern, verbietet Cites seit 1989 den internationalen Handel mit Elefanten oder ihrem Elfenbein.

Inzwischen leben daher wieder gut eine halbe Million Elefanten in Afrika. Verenden sie eines natürlichen Todes, sammeln die Behörden die Stoßzähne in Lagern, die vor allem im südlichen Afrika gut kontrolliert sind. Für Länder wie Südafrika, Namibia und Botswana, die ihre Elefantenbestände gut verwalten, würde eine Freigabe des Handels mit Elfenbein zusätzliche Einnahmen bedeuten. Aus diesem Grund wurde es diesen Ländern 1997 und 2002 erlaubt, ihre Vorräte zu verkaufen. Ebenso handelte die Artenschutzkonferenz in diesem Jahr. 60 Tonnen Elfenbein, das ausnahmslos von verendeten Tieren stammt, können die drei Staaten an Japan verkaufen. Dieser Handel wird nach Aussage von Cites-Generalsekretär Willem Wijnsteker intensiv überwacht werden.

Verbote werden meist nicht durchgesetzt

Die Sondererlaubnis wollen Botswana und Namibia in Den Haag in eine Dauererlaubnis mit geringen Jahresquoten umwandeln. Darüber wurde bisher nicht entschieden. Kenia und Mali dagegen kämpfen noch immer mit Elefantenwilderei und beantragen ein völliges Handelsverbot mit Elfenbein, weil bisher noch nicht gut genug zwischen Elfenbein aus legalen Lagern und aus Wilderei unterschieden werden kann.

Der WWF ist gegen beide Anträge und befürwortet ein Handelsverbot mit eng befristeten und gut kontrollierten Ausnahmeregelungen für legale Elfenbeinbestände. Die noch immer existierenden illegalen Elfenbeinmärkte in einigen Ländern West-, Zentral- und Nordafrikas sowie in Asien, wo manchmal sogar auf Flughäfen Elfenbein angeboten wird, müssten endlich geschlossen werden. Es mangelt also nicht an Verboten, sondern an deren Durchsetzung.

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