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Eine Million Euro Schadensersatz Französischer Skiort muss nach Unfall hohe Entschädigung zahlen

Eine junge Frau, die vor 15 Jahren im Wintersportort Fort-Romeu auf vereister Piste gegen einen Felsen geprallt und seitdem querschnittsgelähmt ist, hat nach jahrelangem Rechtsstreit eine Million Euro Entschädigung für sich errungen.

Der kleine französische Wintersportort Fort-Romeu muss 15 Jahre nach einem Skiunfall einer seither querschnittsgelähmten jungen Frau insgesamt eine Million Euro Schadensersatz zahlen. Dies gaben am Donnerstag der Bürgermeister der Gemeinde, Jean-Louis Démelin, und die Familie der gelähmten Frau bekannt. Das Urteil wurde nach einem langjährigen Rechtsstreit von einem Berufungsgericht im südfranzösischen Montpellier gefällt. Demnach soll die Verunglückte 800.000 Euro erhalten, 200.000 Euro wurden der staatlichen Krankenversicherung zugesprochen.

Die damals 23 Jahre alte Französin war auf einer vereisten Piste an einer engen Stelle ausgerutscht und gegen Felsen geprallt. Der Unfall ereignete sich auf einer „grünen“ Piste, die als besonders leicht galt. Ihre Tochter sei seither völlig gelähmt, sie könne weder Hände noch Füße bewegen und sei ständig auf Hilfe angewiesen, sagte die Mutter der Frau. Die Schadensersatzzahlung werde das Leben ihrer Tochter nicht ändern, sie habe nun aber „weniger Angst vor der Zukunft“.

Hohe Entschädiung eine „Premiere“ in Frankreich

Der Bürgermeister von Fort-Romeu sagte, die hohe Entschädigung sei eine „Premiere“ in Frankreich, die „schwere Auswirkungen“ auf alle Wintersportorte haben werde. Es sei völlig unmöglich, alle Pisten völlig abzusichern, etwa mit Sicherheitsnetzen. Die rund 2000 Einwohner zählende Gemeinde Fort-Romeu, die in der Hochsaison bis zu 20.000 Menschen beherberge, sei gegen solche Unfälle versichert. Nun müssten die Versicherer entscheiden, ob sie als letzte Instanz den Kassationsgerichtshof in Paris anrufen wollten. Die Frage sei auch, ob Versicherungen nach diesem Urteil weiterhin bereit seien, Verträge mit Wintersportorten abzuschließen.

Quelle: AFP

 
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