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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Ein Toter, zwei Verletzte Unbekannter schießt in Berlin auf junge Männer

 ·  Vor einer Klinik in Berlin-Neukölln hat ein Unbekannter auf eine Gruppe junger Männer geschossen und einen von ihnen getötet. Zwei Männer wurden schwer verletzt. Der Täter entkam unerkannt.

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© dpa Polizisten sichern am Donnerstagmorgen die Spuren am Tatort in Neukölln.

In Berlin ist ein 22 Jahre alter Mann aus nächster Nähe erschossen worden. Zwei 16 und 17 Jahre alte Jugendliche erlitten bei dem Angriff eines Unbekannten lebensgefährliche Schusswunden. Von dem Täter fehlt derzeit noch jede Spur, wie ein Polizeisprecher sagte. Wohl ohne Vorwarnung hatte er das Feuer in der Nacht zum Donnerstag gegen 1.15 Uhr eröffnet.

Zunächst gab es von dem Täter nur eine vage Beschreibung: Der etwa 1,80 Meter große Mann trug einen Kapuzenpullover, erinnerten sich die zwei Männer aus der Gruppe, die unverletzt blieben.

Nach ersten Ermittlungen unterhielten sich die fünf jungen Männer mit türkischen Wurzeln auf dem Bürgersteig gegenüber eines Klinikums in Berlin-Neukölln, als der Täter kam und mehrere Schüsse abgab. Drei Opfer brachen zusammen - einer von ihnen mitten auf der mehrspurigen Straße. Der Todesschütze flüchtete unerkannt zu Fuß.

„Die Fahndung läuft mit Hochdruck“

Rettungssanitäter der Feuerwehr, die gerade von einem Einsatz in der Nähe zurückkehrten, bemerkten die Verletzten. Sie leisteten Erste Hilfe, alarmierten ihre Kollegen und die Polizei, wie ein Feuerwehrsprecher berichtete.

Der Zweiundzwanzigjährige starb wenig später in dem Klinikum gegenüber. Die beiden jugendlichen Opfer wurden notoperiert. Nach Angaben eines Polizeisprechers ist ihr Zustand inzwischen „stabil“.

Eine Mordkommission ermittelt jetzt in verschiedene Richtungen. „Die Fahndung läuft mit Hochdruck“, sagte ein Polizeisprecher. Ob es ein politisches Motiv für die Tat geben könnte, wollte er nicht sagen. Die beiden unverletzten Männer wurden vernommen, sagten aber aus, dass sie den Täter nicht kannten. Die Polizei sucht nun nach weiteren Zeugen. Die Tatwaffe wurde zunächst nicht gefunden.

Die Ermittler sperrten den Tatort weiträumig ab. Beamte der Kriminaltechnik sicherten bis zum Vormittag Spuren. Polizisten suchten die Umgebung ab. Eine Gaststätte in der Nähe ist nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei nicht relevant für die Tat. Geschäftsleute in der unmittelbaren Umgebung zeigten sich schockiert über die Attacke, öffneten jedoch am Morgen wieder ihre Läden.

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