http://www.faz.net/-gum-8wvn4
© Carsten Feig

Das Ende des Freiflugs

Von CARSTEN FEIG, 20. April 2017

Für Drohnen gelten im deutschen Luftraum neue Regeln. Piloten müssen nun einiges beachten.

Schätzungen zufolge fliegen in Deutschland etwa 500.000 Drohnen, und es werden immer mehr. Zwischenfälle mit unbemannten Fluggeräten nehmen stetig zu. Deshalb hat nun Dobrindts Verkehrsministerium eine Verordnung verabschiedet, die so manchem Drohnen-Piloten nicht schmecken dürfte.

Verkaufte Drohnen weltweit

© Carsten Feig, Quelle: Statista

Die wichtigsten Regeln Wer sein Flugobjekt ausschließlich auf einem Modellflug-Gelände fliegen lässt, kann das unverändert machen. Die neuen Regeln gelten nur außerhalb von Modellflug-Plätzen. Einzige Ausnahme: Die Piloten müssen eine Plakette mit Name und Adresse des Besitzers anbringen. Generell dürfen Flugobjekte nur noch in Sichtweite geflogen werden.

Drohnen oder Modellflugzeuge müssen stets bemannten Luftfahrzeugen ausweichen.

> Ab 100 m

In dieser Höhe dürfen Drohnen nur fliegen, wenn eine behördliche Ausnahmeerlaubnis eingeholt wurde. Bei Modellflugzeugen müssen lediglich besondere Kenntnisse nachgewiesen werden.

> Ab 5 kg

Erlaubnispflicht: Ab 5 kg wird eine spezielle Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde benötigt.

> Ab 2 kg

Kenntnisnachweis: Ab 2 kg müssen besondere Kenntnisse nachgewiesen werden.

> Ab 250 g

Kennzeichnungspflicht: Ab 250 g muss eine Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers angebracht werden – auch auf Modellfluggeländen.

[+]

Ab 100 m: In dieser Höhe dürfen Drohnen nur fliegen, wenn eine behördliche Ausnahmeerlaubnis eingeholt wurde. Bei Modellflugzeugen müssen lediglich besondere Kenntnisse nachgewiesen werden.

[+]

Erlaubnispflicht: Ab 5 kg wird eine spezielle Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde benötigt.

[+]

Kenntnisnachweis: Ab 2 kg müssen besondere Kenntnisse nachgewiesen werden.

[+]

Kennzeichnungspflicht: Ab 250 g muss eine Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers angebracht werden – auch auf Modellfluggeländen.

Verbote Verboten ist jegliche Behinderung oder Gefährdung des Luftraums.

Verboten ist der Betrieb von Drohnen und Modellflugzeugen in und über sensiblen Gebieten wie Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Menschenansammlungen, Hauptverkehrswegen, An- und Abflugzonen von Flugplätzen.

Verboten ist der Betrieb einer Drohne oder eines Modellflugzeugs mit einem Gewicht von mehr als 250 Gramm über Wohngrundstücken. Das Gleiche gilt, wenn das Flugobjekt (unabhängig von seinem Gewicht) in der Lage ist, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen.

Überflugverbote

  • © Carsten Feig Flugverbot: Einsatzorte der Polizei und Rettungskräfte
  • Flugverbot: Kontrollzonen von Flugplätzen
  • Flugverbot: Industrieanlagen
  • Flugverbot: Verfassungsorgane, Bundes- oder Landesbehörden
  • Flugverbot: Menschenansammlungen
  • Flugverbot: Naturschutzgebiete
  • Flugverbot: Wohngrundstücke

Wichtig ist die erweiterte Liste von Überflugverboten. Ihr zufolge dürfen Drohnen nicht in sensiblen Gebieten aufsteigen.

Zum Bundesgesetzblatt

Inhalte werden geladen.

Quelle: F.A.Z.

Veröffentlicht: 13.04.2017 12:16 Uhr