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Digitale Spiegelreflex Wo Profi-Herzen höher schlagen

Digitale Fotografie überzeugt auch Profis: Mehrere Hersteller haben mit High-End-Kameras die 10-Megapixel-Marke gebrochen.

© Kodak Kodak DCS: 14 Megapixel für unter 6.000 Euro

Auch im digitalen Zeitalter sind sie bei Hobby-Fotografen wie Profis unschlagbar: Spiegelreflexkameras. Obwohl digitale Sucherkameras inzwischen auf ihrem LCD-Monitor ebenfalls das Bild zeigen, das auch aufgenommen wird (das Hauptargument für Spiegelreflex), bleibt die Technik mit dem Prisma und dem Spiegel für richtige Fotografen weiter unverzichtbar.

„Ein Grund ist die schnelle und klare Scharfstellung im Spiegelreflex-Sucher“, erklärt Marketing-Manager Jens Müller von Olympus. Außerdem geben LCD-Monitore das spätere Foto nur in sehr geringer Auflösung wieder und sind im Sonnenlicht schlecht zu gebrauchen, so Müller. Gründe genug also, an der bewährten Technologie festzuhalten. An Neuigkeiten hatte die diesjährige Photokina für Profis wie ambitionierte Fotografen Spannendes zu bieten.

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Canon EOS-1 Ds: Elf Megapixel und drei Bilder pro Sekunde

Canon etwa zeigte mit der neuen EOS-1 Ds eine Neuentwicklung für den Profi-Bereich, die mit 11,1 Millionen Megapixeln viel Auflösung bietet. Der neu entwickelte CMOS-Chip im echten Kleinbildformat von 36x24 Millimetern benötigt keine Umrechnung des Bildes mehr, wie es bisher bei vielen digitalen Spiegelreflex-Kameras üblich war. Die EOS-1 Ds kann bei einer Farbtiefe von 36 Bit (also 17 Milliarden Farbtöne) Sequenzen von bis zu zehn Bildern schießen, wobei drei Bilder pro Sekunde möglich sind. Wer etwa für die Sport-Fotografie mehr Speed braucht, dem empfiehlt Canon allerdings die kleinere Schwester EOS-1 D, die mit 4 Megapixeln Auflösung deutlich höhere Geschwindigkeiten erreicht. Die EOS-1 Ds wird ab November für eine rund 10.000 Euro im Handel erhältlich sein.

kamer3 © Phase One Vergrößern Phase One H101: Sehr viel Präzision für sehr viel Geld

Kodak DCS: 14 Megapixel für unter 6.000 Euro

Mit noch höherer Auflösung wartet die brandneue DCS Pro 14n von Kodak auf. Bei dieser Neuentwicklung, deren Gehäuse teilweise auf der Nikon F80 basiert, ist ebenfalls der CMOS-Chip der Star. Bei 14 Millionen Bildpunkten benötigt der Chip im Kleinbild-Vollformat nicht nur keine optische Verlängerung, sondern er kommt auch ohne Mikrolinsen zur Licht-Verstärkung auf der Oberfläche aus - nach Angaben von Produkt-Experte Günther Schölpple ein einmaliges Feature, das störende Pixel-Verfärbungen im Randbereich reduziert.

Als einmalig sieht Schölpple die Backup-Funktion der DCS Pro. Nicht nur kann die Kamera auf zwei verschiedene Chip-Typen speichern (CompactFlash und MMC), sie kann auch auf dem zweiten Chip eine Sicherungskopie der Fotos anlegen. Bei 48 Bit Farbtiefe (entspricht 280 Billionen Farbtönen) schießt die neue Kodak bis zu 2 Bilder pro Sekunde, über ein Firmware-Update soll sich die Geschwindigkeit bei reduzierter Auflösung noch erhöhen lassen. Die DCS Pro 14n soll laut Kodak für unter 6.000 Euro ab Dezember in den Geschäften liegen.

Phase One H101: Sehr viel Präzision, sehr viel Geld

Auch im High-End-Bereich entwickelt sich die Digital-Fotografie weiter: Der dänische Hersteller Phase One hat sich auf Rückteile für die bekannten Profi-Gehäuse von Hasselblad spezialisiert - das neue H101 kommt mit einer Auflösung von 11,1 Millionen Bildpunkten, dabei werden die Bilder mit 48 Bit geschossen und können mit bis zu 64 Bit Farbtiefe weiterverarbeitet werden. Die Auflösung lässt sich per Dreifach-Belichtung zusätzlich erhöhen.

Das H101 speichert seine Bilder nur direkt per Firewire-Anschluss auf einen PC oder Laptop, deswegen braucht die Kamera auch fast zwei Sekunden für die Aufnahme eines Bildes. Speicher-Karten enthält das Rückteil gar nicht - kein Wunder bei Bildgrößen von bis zu 230 Megabyte. Für den mobilen Fotografen bietet Phase One einen Gürtel an, der Akkus und Handheld-PC vereint. Ganz billig kommt die Digital-Fotografie in höchster Vollendung nicht: Das H101 kostet alleine rund 19.000 Euro, hinzu kommt noch die Hasselblad mit Optik, für die mindestens noch einmal 6.000 Euro zu veranschlagen sind.

Quelle: @ghb

 
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