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Twitteraktion der Wiesnwache : Von Hopfenopfern und VOLLAkademikern

  • Aktualisiert am

Die Wiesn verlangt der Polizei einiges ab – Sicherheit ist ein großes Thema. Die Polizei nimmt’s aber mit Humor. Bild: Picture-Alliance

Ob Taschendiebe, Schlägereien oder falsch getragene Lederhosen: Die Wiesn verlangt der Münchener Polizei einiges ab. Auf Twitter nimmt sie’s mit Humor.

          Wenn sich rund sechs Millionen Besucher zum Biertrinken auf dem Münchener Oktoberfest treffen ist einiges geboten. Denn nicht jeder der Festzeltbesucher ist dem Wiesn-Bier gewachsen. Unter dem #Wiesnwache berichtete die Polizei am Freitag umfangreich von ihrem Einsatz. Haupteinsatzgebiet waren Betrunkene, Schlägereien unter Betrunkenen und Diebe, die Betrunkenen die Geldbörse stahlen.

          Wichtigste Lektion für alle, die noch vor haben, zu gehen: Hausverbot gibt's auch für Festzelte.

          Viel Bier bedeutet auch viele Menschen in der Schlange vor dem Klo. Solange hält's nicht jeder aus und riskiert ein Bußgeld. Neben Abgründen der Menschheit tun sich auch neue Vergehen auf:

          Gemeinsam statt einsam: Wer in die Zelle auf die Wiesnwache muss, ist dort gewiss nicht lange allein. Fraglich bleibt, ob die Gesellschaft dort so schön ist.

          All-Inclusive-Verpflegung? Kein Wunder, dass da immer mehr kommen.

          Für alle Fälle ist die Polizei mehrsprachig unterwegs: neben deutsch, italienisch und bayerisch können die Beamten auch „vong“. Beim Pressesprecher kamen die neuesten Fremdsprachenkenntnisse seiner Mitarbeiter aber nicht so gut an, nach drei Tweets Schluss vong Lustigkeit her.

          Falsch herum getragene Lederhosen, Dirndl ohne Bluse: Müsste die Polizei auch Stilvergehen ahnden, käme sie wohl auf weit mehr als 1110 Vergehen. Trotz fehlender Zuständigkeit lassen die Beamten es sich nicht nehmen, neben dem Scham- auch an der Stilgefühl der Besucher zu appellieren.

          Manchen wird der Geldbeutel geklaut, andere verlieren ihre Kinder im Gedränge – doch am dramatischsten ist definitiv dieser Fall: Leerer Smartphone-Akku.

          Um 22.30 Uhr torkelt die Masse aus dem Zelt. Auto- oder Fahrradfahren ist dann ohnehin Tabu, der ein oder sollte aber selbst als Fußgänger nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen.

          Die Kapelle hätte sich sicher über Beifall gefreut.

          Die letzte Lektion des Tages: Auch Bildung schützt vor Vollrausch nicht.

          Alles in allem ist die Polizei trotzdem zufrieden mit dem Tag: „Bei aller Exotik hier, auch heute eine wunderschöne #Wiesn mit vielen friedlichen und fröhlichen Besuchern“, twittern die Beamten gegen Ende. Die Wiesnwache hat noch zehn Tage vor sich. Weil der 3. Oktober in diesem Jahr auf einen Dienstag fällt, wurde das Volksfest gleich um zwei Tage verlängert.

          Quelle: jant.

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