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Deutschland Mehr als 70 Fälle von Schweinegrippe bestätigt

08.06.2009 ·  In aller Stille breitet sich in Deutschland die Schweinegrippe aus. Obwohl sie weltweit bisher mehr als 100 Todesopfer forderte, verläuft sie hierzulande eher mild. Die meisten Patienten haben sich auf einer Reise in die Vereinigten Staaten angesteckt.

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In Deutschland gibt es 19 weitere Fälle der Schweinegrippe. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag in Berlin mitteilte, wurden 14 davon aus den Vereinigten Staaten eingeschleppt. Je ein Betroffener kam aus Kanada, Argentinien und Panama, zwei Menschen steckten sich in Deutschland bei erkrankten Reisenden an. Damit stieg die Zahl der Schweinegrippefälle in Deutschland auf insgesamt 68. Die ersten Schweinegrippefälle waren in Deutschland Ende April bestätigt worden. In der Regel verliefen die Erkrankungen hierzulande mild.

In Bayern wurden vier neue Erkrankungen diagnostiziert, wie das Landesamt für Gesundheit am Montag in Würzburg mitteilte. Auch in Baden-Württemberg und in Sachsen wurden je ein neuer Fall gemeldet.

Im unterfränkischen Landkreis Würzburg sind dem Amt zufolge drei 16-Jährige und ein 17-jähriges Mädchen betroffen. Sie hatten sich offenbar auf einer Party angesteckt. Die vier Jugendlichen befinden sich derzeit vorsorglich in häuslicher Isolierung. Die Feier wurde auch von einer infizierten Jugendlichen besucht, die zuvor aus Argentinien zurückgekehrt war.

Gesundheitsrisiko Amerika-Reise

Nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums in Stuttgart steckte sich ein 29-jähriger Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis bei einer Frau an. Die 28-Jährige war kurz zuvor von einer Reise in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt, wo sie sich offenbar mit dem Virus infiziert hatte.

In Sachsen ist eine Studentin aus Dresden erkrankt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Sie war am vergangenen Donnerstag aus New York zurückgekehrt.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden mit 44 Fällen die meisten Infektionen aus den Vereinigten Staaten eingeschleppt. Nach den jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldeten 73 Länder insgesamt rund 25.300 Fälle sowie 139 Tote.

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