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Details zur Elefanten-Jagd : König Juan Carlos erlegte einen alten Prachtbullen

  • Aktualisiert am

Gestürzter Großwildjäger: König Juan Carlos nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus. Bild: REUTERS

Sieben Schüsse aus einem großkalibrigen Gewehr: Nach der umstrittenen Elefanten-Jagd des spanischen Königs in Botswana werden immer neue Details bekannt. Auch über die Reisebegleitung von Juan Carlos.

          Der Elefant, den der spanische König Juan Carlos vor seinem Sturz in Botswana erlegte, war ein Prachtexemplar. Wie aus dem offiziellen Jagdprotokoll hervorgeht, das von dem begleitenden Berufsjäger der Regierung des afrikanischen Landes vorgelegt werden musste, handelte es sich um ein 50 Jahre altes Tier. In Botswana ist nur die Jagd auf alte männliche Elefanten erlaubt, die sich nicht mehr reproduzieren können.

          “El Mundo“ publizierte am Sonntag ein Faksimile des Dokuments, auf dem der Monarch als Gastjäger Juan Carlos Borbón eingetragen ist. Die Stoßzähne der Trophäe wogen demnach jeweils fast 40 Kilogramm und waren mehr als einen Meter lang. Der König brauchte offenbar sieben Schüsse aus seinem großkalibrigen Gewehr, um den Elefanten zu töten. Insgesamt umfasste die Jagdgesellschaft sechs Personen. Zu ihnen zählten Corinna zu Sayn-Wittgenstein sowie der arabische Multimillionär Eyad Kayali, der für die Safari zahlte. Es war nicht die erste Jagd des Trios in Botswana, wo es derzeit noch mehr als 150.000 Elefanten geben soll, die - auch aus Umweltgründen - kontrolliert gejagt werden dürfen und eine große touristische Einnahmequelle sind.

          Am zweiten Tag der Safari erlegte der Gastgeber Kayali zwei etwas kleinere Elefanten. An den Abenden wurden die Ereignisse dann in exklusiven Jagdhütten des Reservats gefeiert. Dort stürzte der König in der dritten Nacht um drei Uhr früh auf der Treppe seiner Unterkunft, brach sich das Hüftgelenk und musste mit dem Flugzeug in ein Krankenhaus nach Madrid zurückgebracht werden. Vermutlich kam Corinna zu Sayn-Wittgenstein, die am dritten Safari-Tag an der Reihe gewesen wäre, daher bei der Jagd nicht mehr zum Schuss. Juan Carlos nahm derweil nach einer zweiten Operation wegen des ausgerenkten künstlichen Gelenks zum Wochenende im Zarzuela-Palast seine Amtsgeschäfte wieder auf und empfing in Audienz den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy.

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