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Costa Concordia Schettino erscheint vor Gericht

 ·  Mehr als 30 Menschen sterben, als die „Costa Concordia“ kentert. Das Schiffsunglück wird jetzt nach langer Unterbrechung weiter aufgearbeitet – mit Kapitän Schettino, aber hinter verschlossenen Türen.

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© reuters Vergrößern Italien: Schettino vor Gericht

Nach monatelanger Pause ist die Beweisaufnahme zur Havarie des Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“ fortgesetzt worden. Unglückskapitän Francesco Schettino erschien am Montag mit Anwälten, Gutachtern und Vertretern von Zivilklägern zu dem sogenannten Beweissicherungstermin in Grosseto. Mit der Anhörung wird der Prozess zu dem Unglück vor der toskanischen Insel Giglio mit 32 Toten vorbereitet. Die Beweisaufnahme findet in einem Theater hinter verschlossenen Türen statt.

Es geht um die Auswertung der Blackbox, die Daten von der Brücke des Kreuzfahrtschiffes gespeichert hatte, sowie um die Ergebnisse eines umfangreichen Gutachtens. Der Termin war im Juli vertagt worden, weil die vier bestellten Experten mehr Zeit brauchten, um die Daten der Blackbox zu analysieren.

Die „Costa Concordia“ war Mitte Januar zu nahe an die Insel Giglio herangefahren, hatte einen Felsen gestreift und war gekentert. Unter den 32 Toten des Unfalls waren auch 12 Deutsche. Noch immer sind zwei Leichen nicht geborgen.

Die Anhörung in Grosseto dürfte mehrere Tage dauern. Zum Auftakt am Montag sollten nur Sachverständige der Anklageseite zu Wort kommen. Leichtsinn, Sprachverwirrung, Verstöße gegen Sicherheitsnormen und eine ungenügend vorbereitete Schiffsmannschaft listet das Gutachten auf, das in Teilen schon vorab bekanntwurde.

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15.10.2012, 12:03 Uhr

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