21.02.2002 · Der Computervirus „Yarner“ attackiert nach dem Öffnen wie viele seiner Vorgänger das Adressbuch des E-Mail-Programms Microsoft Outlook.
Ein besonders tückischer E-Mail-Virus verbreitet sich zurzeit im Internet. Nach übereinstimmenden Angaben führender Hersteller von Antiviren-Software greift der Wurmvirus „Yarner“ wie viele andere vor ihm auf das Adressbuch des E-Mail-Programms Microsoft Outlook zu, um sich weiter zu versenden.
Während jedoch Vorgänger wie „ILOVEYOU“ und „ANNAKOURNIKOVA“ eher an die Sensationslust der Computernutzer appellierten, schleicht sich der neue Schädling als Warnung vor Trojanern ins System. Absender der verseuchten E-Mail ist angeblich das Internet-Angebot Trojaner-Info (www.trojanerinfo.de). Die Site informiert über Trojaner genannte Computerprogramme, die sich meist auch über das Internet auf den PC schleichen und einmal installiert eine Hintertür für Hackerangriffe und Datenspionage öffnen.
Gefährlicher Dateianhang
Die Betreiber des Informationsangebots distanzieren sich von der Virusmail und warnen Empfänger des falschen Newsletters eindringlich davor, den Dateianhang „yawsetup.exe“ auszuführen. Abgesehen von seinem seriösen Antlitz, ist der Wurm auch nach der versehentlichen Installation auf dem Rechner schwer zu finden. Aus der Installationsdatei „yawsetup.exe“ wird auf dem Windows-Rechner die Virusdatei „notepad.exe“, also scheinbar der bekannte Texteditor des Microsoft-Betriebssystems.
Die E-Mail-Adressen zu seiner selbstständigen Weiterverbreitung findet der Virus anschließend neben dem Outlook-Adressbuch auch in Dateien mit den Endungen „.php“, „.htm“, „.shtm“, „.cgi“, und „.pl“, also in Dateien, die aus dem Internet auf dem Rechner gespeichert wurden.