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Computervirus Ein neuer Wurm geht um

19.09.2003 ·  Achtung bei E-Mails mit einem Anhang namens „Swen“ oder „Gibe“: Ein neuer Computervirus bedroht wieder einmal heimische Festplatten. Bislang fielen dem Virus bereits 760.000 Rechner zum Opfer.

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In den E-Mail-Postfächern treibt ein neuer Wurm sein Unwesen. „Swen“ oder „Gibe“ täuscht nach Angaben von Software-Anbietern vor, ein Sicherheitsloch in Microsoft-Programmen zu schließen. Tatsächlich versuche der E-Mail-Wurm aber, bereits installierte Sicherheitsprogramme außer Kraft zu setzen.

Der Wurm stelle ein mittelschweres Sicherheitsrisiko für Heimcomputer, aber ein relativ geringes Risiko für die Datenverarbeitung von Firmen dar, teilte der Anbieter von Anti-Viren-Programmen Network Associates mit. Er gelange als E-Mail-Anhang auf die Festplatten und gebe vor, eine Sicherheitslücke in den Programmen Internet Explorer, Outlook und Outlook Express zu schließen.

Sicherheitslücke im Internet-Explorer

Dabei profitiere der Wurm von einer seit zwei Jahren bekannten Sicherheitslücke im Internet Explorer. Wenn der Wurm sich erst einmal auf einem Computer festgesetzt habe, versende er sich selbst weiter an die auf dem Rechner gespeicherten E-Mail-Adressen. Er könne sich aber auch über die Musiktauschbörse KaZaa, Internet- Diskussionsforen oder gemeinsam genutzte Netzwerke verbreiten. Nach Angaben des Software-Anbieters Symantec waren bis Donnerstag annähernd 760.000 Computer befallen. Sowohl Symantec als auch Network Associates bieten ein Update ihrer Anti-Viren-Programme gegen „Swen"/"Gibe“ an. .

„Einfacher Wurm mit .exe-Anhang“

Der Wurm, den es in einer veränderten Version schon einmal gab, ist von den Herstellern von Virenschutzprogrammen wegen der Möglichkeit zur schnellen Verbreitung als „gehobene Gefahr“ eingestuft worden. Christoph Fischer vom Virentestzenrum in Karlsruhe rät, keine unbekannten Dateianhänge zu öffnen und die Anti-Viren-Software auf den neuesten Stand zu bringen.
„Das ist ein einfacher Wurm mit einem .exe-Anhang - da wird die Gutgläubigkeit der Menschen ausgenutzt.“ Microsoft sende wegen der Gefahr solcher Würmer Patches niemals per E-Mail. „Die Updates kommen bei Microsoft immer von der Webpage oder von einem Datenträger“, sagt Fischer.

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