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Chronologie Sex, Drogen und ALS

04.08.2004 ·  Vor knapp einem Jahr wurde die Drogen- und Sexaffäre des schwerkranken Malers Jörg Immendorff öffentlich.

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Vor knapp einem Jahr wurde die Drogen- und Sexaffäre des schwerkranken Malers Jörg Immendorff öffentlich. Die wichtigsten Daten im Einzelnen:

16. August 2003: Polizisten überraschen Jörg Immendorff in der Suite eines Düsseldorfer Luxushotels mit neun Prostituierten und elf Gramm Kokain. In dem Atelier des Künstlers werden weitere zehn Gramm des weißen Pulvers sichergestellt.

27. Oktober 2003: Immendorff wird als Professor an der Düsseldorfer
Kunstakademie suspendiert. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen,
drohe Immendorff sogar der Verlust seiner Beamtenrechte, erklärt das
nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium.

7. März 2004: Gegen Immendorff wird Anklage erhoben. Die
Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wirft dem Maler Rauschgiftbesitz in
27 Fällen vor. In einem Fall sei dabei die Grenze einer geringen
Menge überschritten worden, was als Verbrechen gilt.

29. März 2004: Eine 22-jährige Frau wird nach einem
Erpressungsversuch festgenommen. Sie wollte von Immendorff eine
Million Euro und drohte, weitere Drogenvorwürfe zu veröffentlichen.
Die Vorwürfe geben keinen Anlass für weitere Ermittlungen.

20. Juli 2004: Vor dem Düsseldorfer Landgericht beginnt unter großem
Publikums- und Medienandrang der Prozess gegen Immendorff. Der 59jährige Maler legt sofort ein umfassendes Geständnis ab. Ein
Gutachter erklärt, dass Immendorff durch die Nervenkrankheit ALS
tödlich erkrankt sei und bald sterben werde. Immendorff sagt, er habe
mit dem Kokain Depressionen und Angstschübe verdrängen wollen.

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