18.07.2007 · Das Unglück von Sao Paulo ist eine der bisher schwersten Flugzeugkatastrophen in Südamerika. Vor elf Jahren war die brasilianische Megastadt schon einmal Schauplatz eines folgenschweren Flugzeugunglücks.
Schlampige Wartung, schlechtes Wetter, menschliches Versagen: In Südamerika ereignen sich immer wieder schwere Flugzeugunglücke. Eine Übersicht über die schwersten Katastrophen der vergangenen Jahre:
29. September 2006: Nach dem Zusammenstoß mit einer zweimotorigen Privatmaschine kommen beim Absturz einer Boeing 737-800 der Fluggesellschaft GOL im brasilianischen Amazonasurwald alle 155 Insassen ums Leben. Es ist das bis dahin schlimmste Flugzeugunglück in der Geschichte des Landes.
16. August 2005: Auf dem Flug von Panama zur Antilleninsel Martinique stürzt eine kolumbianische Chartermaschine bei Machiques in Venezuela ab. Alle 160 Insassen sterben. Die Piloten hatten Triebwerksprobleme gemeldet.
28. Januar 2002: Eine Boeing 727-100 der ecuadorianischen Gesellschaft TAME zerschellt nahe der kolumbianischen Grenzstadt Ipiales bei Nebel an den Hängen eines Berges. 83 Menschen kommen ums Leben.
31. August 1999: Beim Start vom Stadtflughafen Jorge Newbery in Buenos Aires rast eine Boeing 737-200 der argentinischen Gesellschaft Lapa über die Rollbahn hinaus und zerschellt auf einem Golfplatz. 67 Menschen werden getötet. Der Pilot hatte ein Signal missachtet, das vor Fehlern bei der Flügeleinstellung warnte.
31. Oktober 1996: Kurz nach dem Start in São Paulo stürzt eine Fokker 100 der brasilianischen Gesellschaft TAM in das Wohnviertel Santa Catarina. 96 Insassen und drei Bewohner sterben. Das Unglück wurde durch einen technischen Fehler beim Umkehrschub ausgelöst.