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China Student spielt Terrakotta-Krieger

18.09.2006 ·  Wer Fasching feiert, kann sich ungehindert als Cowboy, Kommissar oder Politiker ausgeben. Ein deutscher Student, der sich in China als Soldat verkleidet hatte, wurde von der Polizei abgeführt. Dabei war das Kostüm fast perfekt.

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Ein deutscher Kunststudent hat sich als Krieger verkleidet unter die weltberühmten Terrakotta-Soldaten im Grab des ersten chinesischen Kaisers nahe Xi'an gemischt. Völlig unbeweglich stand der 26jährige Pablo Wendel zwischen mehr als tausend tönernen Soldaten, so daß die Polizei erst Mühe hatte, ihn von seinen historischen Kameraden zu unterscheiden, wie chinesische Medien berichteten.

Sie hatten zunächst nur eine schattenhafte Figur wahrgenommen, die plötzlich in die Grube geklettert war. Als sie ihn schließlich entdeckten, weigerte sich der Deutsche, seinen Posten freiwillig zu verlassen. Die Beamten hätten den lebenden Krieger „wie einen gefällten Baum“ wegtragen müssen, hieß es.

„Eindeutig Leidenschaft entwickelt“

Der 26jährige berichtete, die mehr als 2000 Jahre alte Grabbeigabe des Kaisers Qinshihuang habe ihn seit seiner Kindheit fasziniert. „Ich habe immer davon geträumt, mich verkleidet unter die echten Terrakotta-Krieger zu mischen“, zitierte die Nachrichtenagentur Xinhua den 26jährigen, der in China Aktionskunst studiert.

Die Polizei ließ Milde walten, weil keine Schäden an den kostbaren Kulturgütern entstanden waren und der Deutsche „eindeutig eine Leidenschaft entwickelt hatte“. Nach „ernster Kritik und Belehrungen“ wurde der Kunststudent an seinen Studienort Hangzhou in Ostchina geschickt. Das täuschend echt aussehende Kostüm wurde beschlagnahmt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von DPA
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