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China Familienplaner überfährt Kleinkind

Ein Funktionär des staatlichen Familienplanungsbüros in China hat ein Kleinkind überfahren und getötet. Die Umstände des Unfalls sind nicht geklärt. Die Debatte um die Geburtenbeschränkung ist wieder entbrannt.

Der ungeklärte Tod eines 13 Monate alten Kindes hat in China die Debatte über die staatlich verordnete Geburtenbeschränkung wieder angefacht. Das Kleinkind wurde in Wenzhou in der zentralchinesischen Provinz Zhejiang vom Auto eines Funktionärs des staatlichen Familienplanungsbüros überfahren, wie die Volkszeitung am Mittwoch berichtete. Die Funktionäre wollten von den Eltern des Kindes eine Strafgebühr eintreiben, weil der Junge in Überschreitung der Geburtenquote geboren wurde.

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Die Umstände des Unfalls sind nicht geklärt. Im offiziellen Bericht heißt es, das Kind sei von dem Auto überrollt wurde, als die Mutter schon im Auto saß und der Vater gerade einsteigen wollte. Es wurde nicht klar, warum der Vater ins fahrende Auto stieg und warum das Kind auf dem Boden lag. In Kommentaren wurde darüber spekuliert, ob es zu einem Handgemenge gekommen war. Chinas Ein-Kind-Politik ist wegen Übergriffen der staatlichen Funktionäre in jüngster Zeit wiederholt in die Kritik geraten. Besonders der Fall einer Zwangsabtreibung im siebten Monat hatte Empörung hervorgerufen. Demographen und Wirtschaftswissenschaftler haben sich dafür eingesetzt, die Geburtenbeschränkung zu lockern. Die chinesische Regierung will sie jedoch beibehalten.

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Quelle: F.A.Z.

 
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