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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Chat-Protokoll Klimaforscher Dettmann: Wir werden nie eine hundertprozentige Vorhersage erreichen

30.08.2002 ·  „Ist die Jahrhundertflut ein Vorzeichen für die Klimakatastrophe?“ Klimaforscher Rainer Dettmann beantwortete diese Frage im Experten-Chat.

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Zum Nachlesen: Hier der Chat mit Dr. Rainer Dettmann

Liebe Chatteilnehmer! Heute begrüßen wir im FAZ.NET-Expertentalk den Klimaforscher Dr. Rainer Dettmann von der Freien Universität Berlin.

Herr Dr. Dettmann, vielen Dank, dass Sie uns eine Stunde zur Verfügung stehen. Meine erste Frage: Ist die Jahrhundertflut wirklich ein Vorzeichen für eine anstehende Klimakatastrophe oder müssen wir uns keine Sorgen machen?

Rainer Dettmann: Wir hatten auch schon früher verheerende Niederschläge, die zu Hochwassern führten. Zum Beispiel Juli 1954 gab es 600 Liter Regen in Bayern und in Sachsen... In diesem Jahr waren die Schäden so katastrophal, weil in den letzten Jahrzehnten viele Flussauen stillgelegt worden sind.

Moderator: und was passierte dadurch?

Rainer Dettmann: Solche starken Sommerniederschläge gibt es nur alle paar Jahrzehnte, sie kommen nur vor, wenn Tiefdruckgebiete aus dem Mittelmeerraum direkt nach Mitteleuropa ziehen. In ihrem Strömungsbereich gibt es dann feuchte subtropische und tropische Luft, die zu so großen Niederschlagsmengen führen kann. Das ist im Sommer eine sehr seltene Wetterlage. Im Winter kommt so etwas häufiger vor und führt dann zu starken Schneefällen

Eberhard: Die Diskussionen um das Ozonloch sind ruhiger geworden - es wird auch gesagt, dass eine Flutkatastrophe wie jetzt nicht dadurch verursacht wurde - stimmt das?

Rainer Dettmann: Das Ozonloch hat mit Wettererscheinungen wie Starkniederschlägen grundsätzlich nichts zu tun. Das Ozonloch ist eine Erscheinung der Stratosphäre, also in etwa 25 Kilometer Höhe. Die Starkniederschläge werden aber durch Druckgebilde der unteren Atmosphäre verursacht, also in Höhen zwischen 0 und 10 Kilometern.

ozonlayer: Es wird immer wieder behauptet, die Unwetter dieses Sommers seinen auf einen tiefgreifenden Klimawandel zurückzuführen. Teilen Sie diese Einschätzung?

Rainer Dettmann: Da sind die Experten sehr uneinig. Die einen meinen, das sei erst der Anfang einer größeren Klimaveränderung, sodass solche Hochwasser in Zukunft häufiger vorkommen. Die anderen sind der Meinung wir haben diesen Sommer nur durch Zufall so viele Unwetter in Deutschland gehabt. Ich teile eher die Meinung, dass wir einfach nur Pech gehabt haben.

joerg_kachelmann: Warum streiten sich so viele Experten um die Auslöser der Erderwärmung bzw. deren unmittelbaren Einfluss auf die Klimakatastrophen?

Rainer Dettmann: Dass sich die Atmosphäre in den letzten Jahren erwärmt hat ist außer Zweifel. Allerdings kann man das nicht alleine dem Treibhauseffekt anlasten, denn in den 1790iger Jahren hatten wir etwa gleich hohe Temperaturwerte wie jetzt und das war lange vor der Industrialisierung. Man muss auch andere Faktoren wie zum Beispiel Änderungen der Sonneneinstrahlung in Betracht ziehen.

poppey: Wie sieht es in ganz Europa aus? Balearen, Italien etc. hatten doch auch Überflutungen wie nie zuvor, oder?

Rainer Dettmann: Ja, dieser Sommer war gekennzeichnet durch ungewöhnlich starke Tiefdruckentwicklungen. Deshalb gab es in vielen Teilen Europas verheerende Unwetter. Trotzdem kann man von diesem einen Sommer nicht auf einen langfristigen Trend schließen.

Drusus: Warum findet die Meinung der "Klimakatastrophe" in der öffentlichen Diskussion so viel mehr Anklang. Repräsentiert sie die deutliche Mehrheit?

Rainer Dettmann: Diesem Sommer waren erstmals die Deutschen sehr stark von einer Wetterkatastrophe betroffen. Andere Phänomene wie El Nino, Tornados, Hurricanes gibt es in Deutschland nicht. Zum zweiten waren besonders viele Menschen , zum Beispiel entlang der Elbe, betroffen, so dass die Aufmerksamkeit sehr auf dieses Thema gelenkt worden ist.

Moderator: Kommen wir zum Thema "Johannesburg"...

popster99: Zum Gipfel in Johannesburg: Kann es denn zu "weltweiten" Klimaschutzmaßnahmen kommen, wenn die USA nicht mitmachen und die sog. 3. Weltländer kaum die Mittel haben, aktiven Klimaschutz zu betreiben?

Rainer Dettmann: Meiner Meinung nach Nein. Die USA ist der Hauptverursacher beim Austoss von Treibhausgasen. Wenn die USA nicht mitmacht, dann nützen die Bemühungen der anderen Länder nur wenig.

Chatterhand: Hallo Herr Dettmann. Meine Frage: Haben Klimaforscher wie Sie überhaupt Einfluss auf die Politiker, so dass sich in der Umweltpolitik auch wirklich mal was ändern wird?

Rainer Dettmann: Der Einfluss ist immer noch relativ gering. Leider sind häufig wirtschaftliche Interessen wichtiger, als die ökologischen.

Moderator: Kennen Sie Klimaforscher, die in irgendwelchen staatlichen Kommissionen sitzen und wie ist deren Einfluss?

Rainer Dettmann: Ja, ich kenne Klimaforscher, die in solchen Kommissionen sitzen. Deren Einfluss auf die Politik kann ich aber relativ schwer einschätzen.

Drusus: Die USA glauben angeblich nicht an die Klimakatastrophe, stimmt das?
wirbelsturm: Was halten sie von Bushs Äußerung, man müsse sich eben an solche Klimaveränderungen gewöhnen?

Moderator: zur Ergänzung... die Frage von Wirbelsturm

Rainer Dettmann: Das ist natürlich ein gefährlicher Standpunkt, es ist zwar noch nicht erwiesen, ob sich die Erdatmosphäre in den nächsten Jahrzehnten weiter erwärmt... trotzdem oder grade deshalb sollten man aber prophylaktisch alles vermeiden, was zu einer weiteren Erwärmung beitragen könnte, zum Beispiel der Ausstoß von CO2.

Wesp: Die Frage klingt vielleicht naiv, aber dennoch: Auf der einen Seite leidet ein Kontinent unter einer Flutkatastrophe. Auf der anderen Seite tobt nur vier Flugstunden von Zentraleuropa - im Nahen Osten und in Afrika - ein erbitterter Verteilungskampf um die Wasserversorgung. Besteht denn gar keine Hoffung, dass das Wasser schon an der "Quelle" gerechter verteilt werden kann - durch Pipelines oder vielleicht sogar durch Klima-Regulierung wie in dem alten Menschheitstraum vom Regenmacher?

Rainer Dettmann: Also das Regenmachen funktioniert ja nicht so gut. Man kann zwar Regenwolken mit Silberjodid impfen, aber der Niederschlag fällt dann nicht immer dort hin wo man ihn haben will.

Moderator: Eine Frage zu ihren "Kollegen"...

Freisinn: Was halten Sie von Kollegen, die sich als TV-Entertainer verstehen wie Jörg Kachelmann. Die haben doch alle bei den Unwetterwarnungen versagt, oder?
Rainer Dettmann: Hinterher haben es grundsätzlich alle besser gewusst. Einige TV-Entertainer verstehen es sehr gut die Meinungen der Öffentlichkeit aufzunehmen und ihn ihrem Sinne zu interpretieren. Um die Klimaänderung zu untersuchen gibt es nur zwei Möglichkeiten: zum Einen müssen lange Klimabeobachtungsreihen fortgeführt werden, um einen möglichen weiteren Temperaturanstieg zu dokumentieren. Zum anderen müssen die vorhandenen Klimamodelle weiter verbessert werden, damit sie einheitlichere Ergebnisse sichern.

frankh: Wie hoch ist die Präzision und Treffergenauigkeit bei Wettervorhersagen?

Rainer Dettmann: Die Vorhersage für den nächsten Tag ist zu 87% richtig. das heißt, einmal in der Woche ist im Mittel die Wetterprognose falsch. Das ist aber nicht wie manchmal behauptet wird, der Sonntag.

Moderator: Was bringt der neue Wettersatellit, der gestern in den Weltraum gebracht wurde?

Rainer Dettmann: Das weiß ich auch nicht so genau. Ich hoffe, dass wir noch bessere Satellitenbilder bekommen, mit einer höheren Horizontal-Auflösung und vielleicht auch Messwerte von neuen Wetterelementen.

rudicarell: Was halten Sie von Bauernregeln bzw. welche treffen zu und welche nicht?

Rainer Dettmann: Es gibt einige Bauernregeln, die sehr gut zutreffen. Zum Beispiel die Siebenschläferregel: wie das Wetter am Siebenschläfertag (Ende Juni) so es sieben Wochen bleiben mag... Diese Regel stimmt zu 75%. Ebenso gibt es Regeln für den Winter, die gut zutreffen. Zum Beispiel: ist bis Dreikönigstag (6.Jan) kein Winter, dann folgt auch keiner mehr dahinter.

Rudi Carrell: Wann wird's mal wieder richtig Sommer?
Moderator: ;-)

Rainer Dettmann: ;-) Dieser Sommer gehört zu den sechs wärmsten der letzten hundert Jahre.
Moderator: eine persönliche Frage

potzblitz: ...Herr Dettmann, was war das schönste Erlebnis ihrer Studienzeit?
Moderator: Beruflich gemeint!

Rainer Dettmann: Das war eine Exkursion nach Hessen, wo ich mit netten Studenten viel Spaß gehabt habt.

frankh: Wie sehr wird die Klimaforschung für militärische Zwecke genutzt? Gibt es zum Beispiel Forschung in Richtung Wetterbeeinflussung ?

Rainer Dettmann: Das kann ich nicht einschätzen. Wetterbeeinflussung, wie ich schon oben ausgeführt habe beim Regenmachen, kann ich mir ernsthaft nicht vorstellen.

Chatterhand: Ich habe gehört, dass Sie und Ihre Kollegen für diesen Sommer einen "sicher nicht verregneten Sommer" vorhergesagt haben sollen. Stimmt das? Und wie weit ist es mit solchen Vorhersagen eigentlich her?

Rainer Dettmann: Insgesamt war die Vorhersage für diesen Sommer ganz passabel, es war zwar etwas nasser als vorhergesagt, dafür aber auch etwas wärmer. Langfristige Prognosen bis zu Fünf Monaten im voraus haben eine Trefferquote von 65 bis 70 %.

Freisinn: Wenn Sie sich mit Langfristforschung beschäftigen: Was sind die Kernaussagen Ihrer Arbeit? Was war, was wird?

Rainer Dettmann: Wichtig sind die Entwicklung der Tiefs und Hochs in weit entfernten Gebieten, zum Beispiel Grönland. Island, Pazifik, Sibirien. Der Zusammenhang nur ein kalter Winter bringt einen heißen Sommer, zum Beispiel, ist statistisch nicht nachweisbar. Allgemein ist das aktuelle Wetter in Deutschland von nur untergeordneter Bedeutung bei der Prognose für die nächsten Wochen und Monate.

petra: Hallo Herr Dr. Dettmann, mich würde folgendes interessieren: Wird es irgendwann keine differenzierten Jahreszeiten mehr in Deutschland geben?

Rainer Dettmann: Das glaube ich nicht. Es kann zwar sein, dass es in Zukunft mehr milde Winter, als kalte geben wird und mehr heiße Sommer als kühle, aber trotzdem werden sich die Jahreszeiten so schnell nicht aufheben. Das ist schon auf den unterschiedlich hohen Sonnenstand im Sommer und Winter zurückzuführen.

frankh: Wie ist es mit der Tourismusindustrie (z.B. Ski)- leidet die nicht erheblich unter den warmen Wintern?

Rainer Dettmann: Natürlich leidet die Wintersportindustrie unter so warmen Wintern, wie zum Beispiel der letzte, aber in vielen Skiregionen gibt es ja jetzt schon Schneekanonen, die das Skifahren auch ohne vorherigen natürlichen Schneefall ermöglichen.

Moderator: Das Wetter ändert sich ja langfristig. Werden wir irgendwann hier in Europa tropische oder auch ganz andere Klimazonen vorfinden?

Rainer Dettmann: So schnell verschieben sich die Klimazonen nicht. Man muss zum Beispiel sieben trockene Jahre in Folge haben damit sich die Vegetation deutlich Richtung Versteppung verändert. Nach den letzten eher trockenen Sommern hatten wir dieses Jahr einen sehr nassen, so dass der Versteppungstrend erst einmal gestoppt ist.

frankh: Wann besteht Afrika nur noch aus Sahara?

Rainer Dettmann: Die Sahara dehnt sich zweifellos aus. Doch im äquatorialen Afrika gibt es riesige Regenwaldgebiete, die in absehbarer Zeit nicht verschwinden werden.

joerg_kachelmann: Glauben Sie wirklich, dass bspw. Norddeutschland irgendwann mal "untergehen" könnte, weil die Polkappen schmelzen?

Rainer Dettmann: Nein, das glaube ich nicht. Wenn der Meeresspiegel in den nächsten Jahrzehnten ansteigen sollte, dann wird es wahrscheinlich nur im Zentimeter oder Dezimeterbereich sein.

Moderator: ein Feedback zu einer vorherigen Antwort :

Chatterhand: Mit Verlaub - die Menschen in Dresden werden "etwas nasser als vorhergesagt" als etwas zynische Äußerung empfinden. Gibt es Chancen, dass Langfristprognosen sozusagen einmal als Katastrophenwarnungen dienen können, so dass man sich vorbereiten kann?

Rainer Dettmann: Eine Langfristprognose kann solche extremen Wetterereignisse nicht vorhersagen. Das liegt schon daran, dass man das statistische Mittel aus mehreren historischen Jahren bilden muss, um eine Vorhersage zu erhalten. Deshalb können Ereignisse, die noch nie eingetreten sind natürlich auch nicht vorhergesagt werden. Im Erzgebirge sind in 24 Stunden 312 Liter Regenwasser pro m2 gefallen und das ist ein neuer Deutscher Tagesrekord für Regen.

Moderator: Mal eine ganz praktische Frage zwischendurch:

Frosch: Ich komme immer durcheinander: Welches sind nochmal die Cumulus- und welches die Cumulobimbus-Wolken? Können Sie mir weiterhelfen?

Rainer Dettmann: Die Cumulus-Wolken sind die weißen, schönen Wetterwolken am Himmel (Haufenwolken), die höchsten leichte Schauer bringen, meist aber schönes sonniges Wetter. Die Cumulonimbus-Wolken sind hochreichende Gewitterwolken, die Starkregen, Hagel und Sturmböen mit sich bringen.

Chatterhand: Für wie schädlich halten Sie die Fit-for-fun-Wetterberichte, deren Moderatoren bei 25 Grad und Sonnenschein schon fast von einer Kältewelle schwafeln. Ist so was nicht ein Riesenhindernis für ein Umweltbewusstsein bei den Leuten?

Rainer Dettmann: Durch die warmen Sommer der letzten zehn Jahre ist unser Gefühl für einen durchschnittlich mitteleuropäischen Sommer etwas verschoben worden, normal sind im Sommer Höchsttemperaturen zwischen 22 und 25 Grad. Höchstwerte über 30 Grad gibt es im Schnitt nur vier bis acht mal pro Sommer.

Moderator: ... eine Frage von einem Computerspezialisten

frankh: Die rechenstärksten Computer der Welt dienen der Klimaforschung wie wird das finanziert und von wem?

Rainer Dettmann: Das weiß ich leider auch nicht.

Moderator: Hier möchte jemand etwas über Ihre Nebenverdienstmöglichkeiten wissen ;-)

Freisinn: Profitiert die Wirtschaft von Ihrer Arbeit? Rückversicherer, Derivathändler etc. Und wie sieht die Zusammenarbeit aus? Werden Versicherungen früher informiert?

Rainer Dettmann: Die Nebenverdienstmöglichkeiten sind bei der langfristigen Wettervorhersage besser als bei der Prognose von Klimaänderungen. Baufirmen und Kraftwerke möchten gerne wissen, wie kalt der nächste Winter wird, während Getränkehersteller und Eiskremproduzenten sich für die voraussichtlichen Sommertemperaturen interessieren.

Moderator: und wie ist es mit den Versicherungen?

Rainer Dettmann: Bisher gibt es da keinen Kontakt. Vielleicht wird das ja in Zukunft anders.

Chatterhand: Wenn man sich Ihre Antworten so anschaut, dann gewinnt man den Eindruck, dass Sie im Grunde keine Probleme in der Klimaentwicklung sehen. Haben Klimaforscher vielleicht auch deshalb so wenig Einfluss, weil sie ihre Standpunkte allzu sehr relativieren?

Rainer Dettmann: Ich stehe ja auf einem relativ moderaten Standpunkt. Es gibt ja auch Klimaforscher, die das alles viel stärker dramatisieren und die das Elbehochwasser erst als den Anfang von durchgreifenden Klimaänderungen sehen.

potzblitz: Ist der Kampf der Institute um die vorhersagen zu einem "schmutzigen" Geschäft geworden?

Rainer Dettmann: Das würde ich nicht sagen. Die Klimamodelle zeigen halt noch unterschiedliche Ergebnisse und es gilt jetzt diese Modelle unabhängig voneinander weiterzuentwickeln und zu beobachten, ob sich ihre Ergebnisse annähern.
Moderator: mal etwas futuristisches...

frankh: Die Kolonisation vom Mars ist diskutiert worden - spielen Klimaforscher auch in "interplanetaren" Klimafragen eine Kernrolle?

Rainer Dettmann: Nein, dabei spielen Klimaforscher keine Rolle.

Cumulus: Manche Radiosender geben einen Wert an: "gefühlte Temperatur". Ist das Schwachsinn?

Rainer Dettmann: Nein, das macht durchaus Sinn. Die gefühlte Temperatur ist eine Kombination aus gemessener Temperatur und der Windstärke. Minus 10 Grad fühlen sich halt bei Windstille lange nicht so eiskalt an, wie bei Sturm.

Moderator: Kommen wir zu den letzten Fragen und natürlich wollen wir ein paar Trends und Tipps...

rudicarell: Bekommen wir nach diesem Sommer wenigstens einen "goldenen Herbst"?

Rainer Dettmann: Im September bekommen wir noch einige warme Spätsommertage mit Temperaturen um 25 Grad, danach wird es aber rasch kälter. Mitte Oktober müssen wir in ganz Deutschland schon mit den ersten Nachtfrösten rechnen. und ab Mitte November sind die ersten Schneefälle in Aussicht.

Cumulus: Wie wird das Wetter am Wochenende?

Moderator: fragt sich wo...? sagen wir mal in Deutschland ;-)

Rainer Dettmann: Da empfehle ich andere Internetdienstleister, wie zum Beispiel www.wetteronline.de., die wissen das viel besser als ich. :-)

Moderator: o.k. dann die letzte Frage ...

rmer: Wie sehen Sie die Zukunft der Wetterprognose ?

Rainer Dettmann: Wir werden nie eine hundertprozentige Vorhersage erreichen. Dafür verhält sich die Atmosphäre zu sehr nach einem chaotischen Prinzip, aber einige Prozentpunkte Verbesserung müssten drin sein.

Moderator: Lieber Herr Dr. Dettmann, vielen Dank, dass Sie uns heute im FAZ.net Expertentalk zur Verfügung standen. Wir hoffen, dass es Ihnen auch Spaß gemacht hat und wünschen allen Beteiligten ein wunderschönes, sonniges Wochenende.

Rainer Dettmann: Vielen Dank für die interessanten Fragen und Tschüss.

frankh: Danke für das informative Gespräch, war sehr nett.

Moderator: Vielen Dank. Bis zum nächsten mal. Der nächste Expertentalk wird dann noch rechtzeitig bekannt gegeben.

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