02.05.2012 · Seit 30 Jahren rocken die Toten Hosen durch Deutschland und die Welt. Ein Gespräch mit Frontmann Campino über Politik und Musik, Feigheit und Mut, Handwerk und Kunst, Leben und Tod.
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Zitat:"Seit 30 Jahren rocken die Toten Hosen durch Deutschland und die Welt." Schön, dass dieser "pseudo-revoluzzionäre Sprechgesang" seit 30 Jahren spurlos an mir vorübergeht !
"Jemand, der selbst in der Waffen-SS war und das ein halbes
Jahrhundert lang verschwiegen hat, muss einfach begreifen, dass er eine
besondere Position einzunehmen hat. Das soll nicht heißen, dass
man ihm den Mund verbieten soll oder dass er nicht israelkritisch reden
darf. Das aber in so einer Form zu tun und dabei Tatsachen zu verdrehen,
das steht dann bei einem Menschen mit dieser Geschichte in besonders
schlimmem Licht da."
Weil Grass nun mal Tatsachen verdreht hat.
interessante Antworten, denen man nicht allen zustimmen muss, aber die
zeigen, dass sie selber denken.
Nur bei einem kann ich ihnen eine Nachfrage nicht ersparen: Wieso darf
ein alter Mann, der vor 70 Jahren etwas getan hat, das man heute, aus
dem sicheren Sessel leicht verurteilen kann, keine Meinung zur Politik
eines anderen Landes haben?
Auch ihnen müsste klar sein, dass Grass mit dieser Meinung (auch
ausserhalb der islamischen Welt, die man hierzu nicht befragen sollte)
eine grosse Mehrheit vertritt, die alles andere als „Rechte“ sind?
Ist dies ihre Bühnenmeinung, mit der sie ihre Kunden nicht
vergrätzen wollen? So wie ihr beliebtes anti-FC Bayern Lied, dass
sie zwar stets laut singen, während sie doch insgeheim den Fussball
der Bayern lieben?
Damit wir uns nicht missverstehen. Ich bin ein ganz, ganz alter Fan der
Hosen, aber eine Antwort auf die Frage woher ihre Meinung zu Grass
stammt, die hätte ich doch gerne.