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Bußgeld Autofahrer ignorieren Handy-Verbot

06.08.2001 ·  Wenn die Autofahrer weiterhin die neuen Regelungen zum Handygebrauch missachten, droht ein höheres Bußgeld. Mit Audio.

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Die Berliner Autofahrer ignorieren nach Angaben der Polizei weitgehend das Handy-Verbot am Steuer.

Der Hauptsachbearbeiter bei der Verkehrsüberwachung der Berliner Polizei, Rainer Paetsch, sagte dem Radiosender F.A.Z. 93.6 Berlin am Sonntag: „Es ist genau das eingetreten, was wir befürchtet haben: Nur wenige Fahrzeugführer halten sich an die neuen Vorschriften.“

60 Mark Bußgeld

Seit dem 1. April wird Telefonieren am Steuer mit einem Bußgeld von 60 Mark geahndet. Es wird bereits fällig, wenn der Autofahrer mit dem Mobiltelefon in der Hand erwischt wird. Paetsch sagte, es sei bis jetzt nicht absehbar, dass die Bereitschaft existiere, sich den neuen Vorschriften tatsächlich zu unterwerfen. In den Monaten April und Mai habe es „240 Anzeigen und zahlreiche Verwarnungsgelder gegeben“.

Es sei aber schwer, die Telefonierer am Steuer zu erwischen, erklärte Paetsch. „Wir müssen das durch Vorbei- oder Hinterherfahren oder mit Kontrollpunkten beobachten und das Fahrzeug dann sofort anhalten, um den Nachweis zu erbringen.“

Höhere Geldstrafen und Punkte

Die Innenminister mehrerer Länder hatten bereits die Möglichkeit erwogen, mit höheren Geldstrafen und Punkten in Flensburg gegen Autofahrer vorzugehen, die trotz des Handy-Verbots am Steuer telefonieren. Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig kündigte zunächst intensive Kontrollen an.

Er meinte aber auch: „Sollte sich zeigen, dass das Handy-Telefonieren eine bedeutsame Unfallursache bleibt, müssen wir gemeinsam mit den Ländern neu überlegen.“ In der Diskussion als härtere Sanktionen sei ein Bußgeld von 80 Mark plus ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei.

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