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Brasilien : Überlebensexperte Nehberg im Regenwald verschollen

  • Aktualisiert am

Nehberg in Brasilien Bild: dpa

Deutschlands bekanntester Überlebensexperte und Kämpfer für die Menschenrechte, Rüdiger Nehberg, ist im brasilianischen Urwald verschollen.

          Deutschlands bekanntester Überlebensexperte und Kämpfer für die Menschenrechte, Rüdiger Nehberg, ist im brasilianischen Urwald verschollen. Seine Lebensgefährtin und Managerin Annette Weber sagte am Samstag in Rausdorf (Schleswig- Holstein), seit dem 13. August habe sich der 68jährige nicht mehr wie vereinbart jeden zweiten Tag gemeldet. Niemand wisse, wo genau er sich zur Zeit aufhalte und wie es ihm gehe.

          Nehberg wollte allein rund tausend Kilometer im nordöstlichen Amazonasgebiet durch den unwegsamen Urwald laufen, bis er auf Zivilisation stößt. Die Aktion soll auf die Bedrohung des einmaligen Naturerbes hinweisen. Diese Expedition sollte der krönende Abschluß seines Lebenswerkes sein.

          „Es muß noch nichts Ernstes sein“

          „Wenn er zwei, drei Wochen nicht anruft, muß das aber noch nichts Ernstes bedeuten“, meinte Weber. Möglicherweise sei sein Satellitentelefon naß geworden oder die dazu gehörige Solarzelle defekt. Jaguare, Pfeilgiftfrösche und hungrige, bis zu acht Meter lange Anakondas seien zwar eine Gefahr. „Ich glaube aber nicht, daß ihm etwas passiert ist“, meinte die 44jährige.

          Meilenweit von der Zivilisation entfernt hatte sich der „Sir Vival“ genannte Überlebensexperte von einem Hubschrauber abseilen lassen, um ohne Ausrüstung in sechs Wochen den Weg aus dem Dschungel- Labyrinth wieder herauszufinden. Beim Abseilen wurde Nehberg durch ein Dornengestrüpp geschleift und hat nun nach eigenen Worten „5000 Schrammen am Körper“. Darunter sind laut Weber auch tiefere Wunden, die im feuchten Urwaldklima schlecht heilten und in die sich Insekten eingenistet hätten.

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