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Mittwoch, 15. Februar 2012
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Brandkatastrophe Mindestens 96 Tote bei Rockkonzert

22.02.2003 ·  Von den mindestens 96 Menschen, die beim Feuerinferno in einem Musikclub im US-Bundesstaat Rhode Island ums Leben kamen, sind erst sieben identifiziert worden.

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Von den mindestens 96 Menschen, die beim Feuerinferno in einem Musikclub im US-Bundesstaat Rhode Island ums Leben kamen, sind erst sieben identifiziert worden. Das meldete der Nachrichtensender CNN am Samstag unter Berufung auf den Gouverneur des States, Don Carcieri: „Es würde mich nicht überraschen, wenn die Zahl auf über 100 steigen sollte".

Fünf Pathologenteams sind demnach rund um die Uhr im Einsatz, um die Leichen zu identifizieren. Der Brand war am späten Donnerstagabend während eines Rockkonzerts durch ein außer Kontrolle geratenes Feuerwerk auf der Bühne entstanden. Über 180 Menschen seien bei dem Brand in der Stadt West Warwick verletzt worden, teilte die Behörden weiter mit. Es sei wahrscheinlich das größte Unglück in der Geschichte des Bundesstaates, in dem rund eine Million Menschen leben.

Die Feuerwehr auf den Spuren des Brandes

Der Sänger der Heavy Metal Band, Jack Russell, berichtete, die Diskothek „Station Club“ sei blitzschnell in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr suchte in den Trümmern des Clubs nach Hinweisen auf die Frage, warum sich das Feuer derart rasant durch den Club fressen konnte. Vermutlich waren die Bühnenverkleidung und die Schalldichtung dafür verantwortlich. Sprinkleranlagen besaß der Club nicht; es war bei seiner Größe nach Angaben der Feuerwehr auch nicht vorgeschrieben. Nach Angaben des Clubs hatten sich bis zu 350 Menschen in dem 400 Besucher fassenden Raum aufgehalten. Feuerwehrchef Charles Hall sagte, der Club habe keine Genehmigung für das Zünden von Feuerwerken gehabt. Die meisten Opfer seien verbrannt oder an einer Rauchvergiftung gestorben. Viele Menschen seien niedergetrampelt worden.

Nach amerikanischen Medienberichten war es die schlimmste Brandkatastrophe seit Jahrzehnten. Der letzte große Brand hatte sich 1993 ereignet, als bei der Erstürmung des Hauptquartiers der Davidianer-Sekte das Gebäude in Brand geriet und 80 Menschen starben. 1942 starben beim Brand eines Nachtclubs in Boston 492 Menschen.

Bundesaußenminister Joschka Fischer den Angehörigen sein Beileid ausgesprochen. In einem Schreiben an seinen US-Kollegen Colin Powell äußerte er seine tiefe Betroffenheit. „Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt allen Opfern, ihren Familien und Freunden. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei ihnen“, schrieb Fischer.

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