http://www.faz.net/-gum-72v0d
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
Best Ager - Für Senioren und Angehörige

Veröffentlicht: 14.09.2012, 17:26 Uhr

Bordeaux statt Porto Frau bucht auf Sächsisch falsches Flugziel

Bordeaux statt Porto: Eine Frau mit sächsischem Dialekt hat am Telefon versehentlich das falsche Ticket gebucht. Sie klagte deshalb vor Gericht – und verlor.

© Oliwan, Georges Jansoone Links Bordeaux, rechts Porto. Und wo würden Sie hin?

Ein Missverständnis aufgrund ihres sächsischen Dialekts hat eine Frau vor Gericht gebracht. Sie verlor einen Rechtsstreit gegen das Reiseunternehmen L’Tur, weil sie sich weigerte, ein versehentlich gebuchtes Flugticket zu bezahlen. In sächsischem Dialekt hatte die 53 Jahre alte Frau, die in Stuttgart lebt, am dortigen Flughafen einen Flug nach Porto buchen wollen und stattdessen ein Ticket ins französische Bordeaux bekommen.

Nachdem die Frau Widerspruch gegen die Lastschrift über 294 Euro eingelegt hatte und das Reisedatum verstrichen war, zog L’Tur vor Gericht, denn das Unternehmen stand wegen des ausstehenden Betrags bei der Fluggesellschaft in der Pflicht. Vor einem Stuttgarter Amtsgericht berichtete die L’Tur-Mitarbeiterin, sie habe zweimal in korrektem Hochdeutsch die Flugroute genannt. Als die Kundin keine Einwände geäußert habe, habe sie den Flug gebucht.

Das Gericht urteilte daraufhin: „Versteht der Empfänger eine undeutlich gesprochene Erklärung falsch, so geht dies grundsätzlich zulasten des Erklärenden.“ Die Buchung der Stuttgarterin war also gültig, das Urteil rechtskräftig. L’Tur-Sprecherin Nina Meyer sagte am Freitag zu dem ungewöhnlichen Fall, man habe auch mit nichts anderem gerechnet. „So etwas haben wir noch nicht erlebt. Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass so etwas öfter vorkommt.“

Mehr zum Thema

„Harry Potter“-Star Froh, dass er nicht drogenabhängig ist

Daniel Radcliffe erläutert, wie hart das Kinderstar-Dasein ist, Phil Collins ehemalige Frau geht gerichtlich gegen seine Autobiografie vor, und Ashton Kutcher und Mila Kunis freuen sich über Nachwuchs – der Smalltalk. Mehr 10

Frankfurter Allgemeine Stil auf Facebook
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage