Home
http://www.faz.net/-gum-72v0d
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Bordeaux statt Porto Frau bucht auf Sächsisch falsches Flugziel

 ·  Bordeaux statt Porto: Eine Frau mit sächsischem Dialekt hat am Telefon versehentlich das falsche Ticket gebucht. Sie klagte deshalb vor Gericht – und verlor.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (35)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Hartmut Teuber
Hartmut Teuber (Codadad) - 20.09.2012 00:17 Uhr

Richter irrt moeglicherweise

Der Richter irrt moeglicherweise auf Basis der Verfassung und des Menschenrechts. Normalsituation wird als Grundlage genommen, ohne zu bedenken, dass diese Normalsituation ein verfasungsgemaesse menschliches Recht verletzen kann (z.B. Muss sie Hochdeutsch sprechen? Muss sie sich klar und unmissverstaendlich ausdruecken?) Er kann nicht annehmen, dass zweimal deutlich gesprochenes Hochdeutsch von jedem Deutschsprechenden immer verstanden wird. Er muss auch pruefen, wie in diesem Fall ueblicherweise in der Reisebranche gemacht wird. Das Nachfragen ist berufsbedingt stets an der Tagesordnung, die kritischen Informationen muendlich oder schriftlich entgegennehmen und verarbeiten muessen.

Die Verantwortung liegt bei ihr, wenn sie das Flugticket oder die Reise-Itinerar schriftlich vor der Reise bekam.

Empfehlen
Hartmut Teuber
Hartmut Teuber (Codadad) - 18.09.2012 15:53 Uhr

Besseres Honeymoon dank dem Missverstehen?

Sydney in Nova Scodia waere romantischer als die in Australien. Das Paar auf Honeymoon koennen mit sich selbst mehr beschaeftigen in dem stillen Oertchen im Wald als in der Metropole.

Empfehlen
Egon Weissmann
Egon Weissmann (EgonOne) - 16.09.2012 16:28 Uhr

Porto, Bordeaux, Bordo ?

So ne Sprache zu beherrschen ist keine einfache Sache, was?
Dazu noch mit einem Dialekt zu kommunizieren, kein Wunder es kann schwierig werden.
Obwohl Porto und Bordeaux dem ungeschulten Ohr gleich vorkommen, wundere ich mich was wohl passiert waere haette man an Stelle, "Bordo" verstanden?
Ob man dann nach einem Bordello gesucht haette? Wenn schon dann wuerde sich eine ganz andere, und sicherlich interessante Situation entwickel haben.
Was das Gericht mit sowas wohl anfangen wuerde?
Ob Esperanto als Sprache sowas vermieden haette?
Seit diesem Bericht strenge ich mich an meinen Dialekt so gut wie moeglich zu uebersetzen und hoffe nur dass die Zuhoeren gut aufpassen was ich da sage.
I love you baby. Ob sie das verstehen?
Pax vobiscum

Empfehlen
Karl S. Walter

Auf Idee gebracht.

Und kaum kommt die Geschichte auf, kündigt die Deutsche Post eine Bordeauxerhöhung an.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.09.2012 17:56 Uhr
Cornelia  Holtmann

Ihr Kommentar gefällt mir wirklich gut, Herr Walter.

...

Empfehlen
Klaus Letis

Köstlich

Mehr von sowas, Bitte!

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.09.2012 14:35 Uhr
Klaus Letis

Na, ja. Goethen..

.. seine im Klartext formulierten Erkenntnisse haben ähnliche Verwirrungen und Verirrungen
(bei den Steinerleuten) hervorgerufen.

Leider in Deutschland eine allzu sehr überschätze Figur, mit einem künstlich wirkenden Werk "Art-pour-Art" und einer geschickt konstruierten Öffentlichkeitsarbeit

Empfehlen
Kurt Michler

Selbst Goethe...

der ja bekanntlich gerne Frankfurter Mundart sprach, soll so etwas passiert sein. Seine letzten Worte waren ja angeblich: "Mehr Licht!" Dabei wissen Eingeweihte, dass er vermutlich "Mer lischt schlecht" (Man liegt schlecht) sagen wollte... ;-)

Empfehlen
Jörg Fuhrmann
Jörg Fuhrmann (J.Fu) - 15.09.2012 21:22 Uhr

Angola ...

göntsch mich dohdsaufen.

Empfehlen
Michael Scheffler

Es wäre nur mal interessant, wie unsere Richter reagiert hätten,

wenn es sich um andere Neuzugezogene gehandelt hätte. Ich gehe jede Wette ein, dass dann da Unternehmen hätte zahlen müssen wg. Gleichbehandlung und so...

Empfehlen
Closed via SSO

Wie eine Stuttgarterin auf Hochdeutsch spricht und dabei auch noch Bordeaux sagt,

würde ich gerne mal hören.

Ohnehin: Wie klingt eigentlich Bordeaux auf Hochdeutsch?

Empfehlen
Cornelia  Holtmann

Aber der Unterhaltungswert dieser Geschichte wiegt doch die 294 Euro auf, oder?

Und diese Geschichte kann die Frau doch noch lange erzählen.

Empfehlen
Helga Zießler

Es muss nicht immer Sächsisch sein...

Vor ein paar Jahren buchte ich in einem Reisebüro ein Ticket nach Los Angeles. Da ich meine Kreditkarte zu Hause vergessen hatte, holte ich erst am nächsten Tag das Ticket ab. Ich kontrollierte nochmal die Daten und stutzte: Als Ziel-Flughafen war da LOS angegeben. Ich wußte aber, dass der Airport Los Angeles im Flugverkehr LAX heißt. Es stellte sich heraus, dass LOS für Lagos/Nigeria steht. Hätte ich das nicht bemerkt, wäre es mir ergangen wie dem Paar, von dem ich etwas später in der Zeitung las. Die hatten - in demselben Reisebüro! - für ihre Hochzeitsreise einen Flug nach Sydney (SYD) gebucht. Sie landeten in Nova Scotia/Kanada. In dem Reisebüro hatte man offenbar nicht bemerkt, dass dort das Flug-Kürzel für das winzige Städtchen Sydney in Kanada (YQY) eingegeben worden war... Keine Ahnung, ob das Paar dort seinen Honeymoon verbrachte ;-)

Empfehlen
Albrecht Stahl
Albrecht Stahl (astahl) - 15.09.2012 11:36 Uhr

Ein Sachse ist immer dabei

..und jetzt wissen wir auch, warum. Dennoch: Ich mag die Sachsen. Sie sind unkompliziert und äüßerst tüchtig. Das Leben wäre nur halb so lustig ohne sie.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.09.2012 20:08 Uhr
Cornelia  Holtmann

Das wurde ja gerade bewiesen.

...

Empfehlen
Thomas Rusterholz

Apropos Verhören

Zur Prävention oder auch nur zur Sensibilisierung: Es gibt zum Thema Verhören ganze Handbücher, wie bspw. das kleine Handbuch des Verhörens in mindestens drei Bänden.
Kommunikation ist halt oft auch Glückssache.

Empfehlen
Andreas Stötzner

Klassischer Kommunikations-Unfall

Das hätte auch einem Hessen, einem Franken oder einer Schwäbin passieren können. Denn die Laute b-p und d-t sind klanglich in vielen oberdeutschen Dialekten sehr oft ununterscheidbar. Mich wundert eher, daß beide Telefonierenden offenbar auch die Betonung verwechselt haben («Pórto / Bordó»), daran hätte man es merken müssen.
Die Reisebranche könnte das zum Anlaß nehmen, solche Risikofälle zu sammeln und entsprechende Sicherungen (»welches Land?«) einzuführen.

Empfehlen
Falk Meier

ach wir Sachsen ,passiert uns doch öfter

z.B.:beim verlechen vom Baquett-booten.;-))
ich komm mit dem Unterbayrischen-Italienisch nicht zurecht.
Und bitte sie um Hochdeutsch
Einer der in Hessen lebt.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.09.2012 15:57 Uhr
Hartmut Teuber
Hartmut Teuber (Codadad) - 18.09.2012 15:57 Uhr

Auf Hochdeutsch bitte

Wie heisst Baquett-booten auf Hochdeutsch?

Empfehlen
Tralla Fitti

Ich hatte über den Artikel schon herzlich lachen müssen...,

aber Ihr 'Baquett-Booten' schlägt 'Bordöö' um Längen !
Haben Sie davon vielleicht noch mehr auf Lager ?

Vielen Dank schon mal !

Empfehlen
Achim Schad

Die Dame hätte ja auch

sagen können, dass sie nach Bordo in Bordeauxgal fliegen möchte.

Empfehlen
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 14.09.2012 21:34 Uhr

Wird im hessischen Bordo ausgesprochen, beide. Das P ist gesprochen weitgehend unbekannt m.E.

wenn ich mich nicht irre. Schöne Grüße aus Hessen

Empfehlen
Kurt Michler

Garnicht so selten...

Solche Missverständnisse aufgrund von stark mundartlich geprägter Aussprache kommen wohl öfter vor; nur haben sie meist nicht so weitreichende Konsequenzen, wie hier geschildert. Ich erinnere mich, wie ein Kollege aus Mainz in einem Restaurant erstaunt reklamierte, als ihm die Bedienung eine FANTA als Getränk brachte. Er war der Meinung, Fondant (Wein) bestellt zu haben...

Empfehlen
Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.09.2012 16:19 Uhr
Hartmut Teuber
Hartmut Teuber (Codadad) - 18.09.2012 16:19 Uhr

es wird auch missgeschrieben

Das seltene Wort Fondant koenne als Fontant missgeschrieben sein. Da bekommt man sicher Fonta. Ich bestelle lieber Sprudel, da bekomme ich Rueckfrage, "welche?" Das gleiche, bestelle mit "Wein", und dann "Fondant".

Empfehlen
Hartmut Teuber
Hartmut Teuber (Codadad) - 18.09.2012 16:01 Uhr

Besser nicht sprechen!

Da haette der Mainzer schreiben sollen wie eine taube Person das immer macht, weil sie weiss, dass ihre Aussprache nicht immer verstanden wird.

Empfehlen
Augustin Sumser
Augustin Sumser (Sumser) - 15.09.2012 16:16 Uhr

auch falsch

der Weiße aus der Westschweiz heißt "Fendant".

Empfehlen
Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 15.09.2012 12:02 Uhr

Das Restaurant ...

... war aber dann wahrscheinlich in Sachsen.

Empfehlen
Felix Hohenlohe
Felix Hohenlohe (Csense) - 14.09.2012 23:46 Uhr

Koestlich!...in jeder Hinsicht.

...

Empfehlen
Heinz Fromm
Heinz Fromm (gast007) - 14.09.2012 21:08 Uhr

Dazu hatte sich Ringelnatz schon vorab geäussert !

Hellsichtig, wie er war, hat sich Joachim Ringelnatz zu dem Casus schon vorweg geäussert, auch wenn er Spanien dabei ins Visier genommen hat:

"Der sächsische Dialekt

Wenn man den sächsischen Dialekt
Ein bisschen dehnt und ein bisschen streckt
Und spricht ihn noch ein bisschen tran'ger;
Dann hält ein jeder für einen Spanier!"

(Joachim Ringelnatz)

Empfehlen
Franz Holzinger

unverständliches Urteil

Da macht L’Tur sehr schlechte Werbung wegen nur 300 Euro, zumal dies ja sonst noch nie passiert ist.

Es ist unverständlich, warum bei einem deutschen Besteller französische Aussprache Kenntnisse vorausgesetzt werden. Wie soll das jemand verstehen können, der kein Französisch und kein Portugiesisch kann? Das wäre unmöglich. Die Bestellerin konnte nicht wissen, wie Porto richtig ausgesprochen werden muss. Und außerdem sitzen in der Telefonzentrale manchmal auch Menschen, die einen regionalen oder fremdländischen Akzent sprechen. Dann kann keiner mehr sicher sein, ob er richtig oder falsch gebucht hat und muss am Flughafen womöglich eine unangenehme Überraschung erleben.

Es ist unverständlich, warum nicht auch das Land mit angegeben werden muss. Dann wäre dieser Fehler ausgeschlossen gewesen und die Bestellerin hätte sofort geantwortet, dass sie nicht nach Frankreich fliegen wollte.

Empfehlen
Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 23:57 Uhr
Hartmut Teuber
Hartmut Teuber (Codadad) - 19.09.2012 23:57 Uhr

kann auch gemacht werden, aber ...

Stimmt, die Anrufer waere gut geraten, zusaetzlich das Land anzugeben. Aber Verantwortung hat sie nicht, da sie moeglicherweise kommunikativ unefahren ist. Aber die Verantwortung liegt auf die kommunikativ Erfahrenere oder Professionelle, die taeglich telefonisch Auftraege entgegen nimmt. Die Firma moechte bestimmt, dass ihre Beschaeftigte einen guten Kundendienst macht. Die Branche wuerde bestimmt schon wissen, dass das wiederholte deutliches Sprechen in Hochdeutsch das Verstehen nicht garantiert, wenn sie nicht in gleichem Dialekt (Hochdeutsch ist auch Dialekt) sprechen.

Empfehlen
Hartmut Teuber
Hartmut Teuber (Codadad) - 18.09.2012 16:06 Uhr

Schwerhoerigentaktiken lernen

Der Reisevermittler (m/w) muss alle Kommunikationstaktiken der Schwerhoerigen auswendig lernen. Das sollte ein Teil des Berufs sein und dessen Koennen geprueft werden.

Empfehlen
Cornelia  Holtmann

@ Herrn Mueller

Wirklich ausgesprochen überzeugend, Ihr Kommentar.

Empfehlen
Klaus Mueller
Klaus Mueller (Jeeves3) - 15.09.2012 12:17 Uhr

... achwas?!

All Ihre Vorhaltungen muss man der sächselnden Anruferin machen, aber nicht der entgegennehmenden, korrekt sprechenden Dame im Reisebüro.
Die Sächsin (die ja in Stuttgart irgendwann bemerkt haben muss, dass sie "anders" spricht) hätte sagen sollen: "Bordo in Pordogall" und schon wär nix Schlimmes passiert. Das ist einer der Fälle, in denen das Gericht mal LOGISCH und menschlich geurteilt hat. Da lacht das Herz.

Empfehlen
gotthard herms

DAU

Sydney: badehose oder eisberg? (Bundes-)staat ist z.b. in USA pflichtangabe/-nachfrage. Frankfort wo bitte? Trotzdem wird es gegen den DAU (dümmste anzunehmende user) kein 100%ig sicheres system geben.

Empfehlen
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel