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Lübeck : Bewährungsstrafe wegen Nadeln im Hack

  • Aktualisiert am

Augen auf beim Hackfleischkauf: eine Frau machte sich im vergangenen Jahr an der Fleischauslage zu schaffen. Bild: dpa

Eine 60 Jahre alte Frau, die Hackfleisch im Supermarkt mit Nadeln gespickt hatte, ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Vor Gericht gab sie obskure Beweggründe an.

          Das Landgericht Lübeck hat am Donnerstag eine Frau zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, weil sie abgepacktes Supermarkt-Fleisch mit Nadeln präpariert hatte. Außerdem muss die Verurteilte ihre derzeitige Behandlung in einer psychiatrischen Tagesklinik fortsetzen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Die 60 Jahre alte Frau hatte Medienberichten zufolge die Taten in dem Prozess gestanden und Reue gezeigt. Als Grund gab sie demnach an, sie habe gegen Massentierhaltung und „Industriefleisch“ protestieren wollen.

          Mit den Nähnadeln spickte die Frau abgepacktes Fleisch in Supermärkten in Eutin und Malente. Schwerwiegende Verletzungen von Käufern beim Verzehr der Fleischwaren wurden nicht bekannt. Die Tatverdächtige hatte sich nach der Veröffentlichung von Fahndungsbildern selbst bei der Polizei gemeldet und angegeben, sie erkenne sich auf den Bildern. Auch Zeugenhinweise auf die Frau hatte es bereits gegeben.

          Die Serie hatte im Oktober 2013 begonnen. Ins Visier der Ermittler war die Sechzigjährige laut Staatsanwaltschaft aber erst am 8. September 2014 geraten. Auf die Spur der Frau kamen die Ermittler durch ein Überwachungsvideo aus einem Eutiner Verbrauchermarkt. Es zeigt den Angaben nach die Frau, wie sie sich an der Auslage zu schaffen macht. Das Gericht verurteilte die Frau nun wegen Vergiftung in 14 Fällen. Das Urteil ist rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung verzichteten auf Rechtsmittel.

          Quelle: fsi./AFP

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