21.04.2012 · Mit Gravitationswellen wollte ein falscher Professor Daten übertragen und Lottozahlen vorhersagen. So ergaunerte er Millionen. Nun ist er auf der Flucht - doch mit seiner „Theorie“ wird noch immer Geld verdient.
Von Stefan Locke, DresdenRichtlinien für Lesermeinungen
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Auf den ersten Blick unfassbar - aber wirklich nur auf den ersten Blick
Wer schon mal einen Blick auf den korrupten deutschen
Wissenschaftsbetrieb geworfen hat, den wundert so was gar nicht.
Deutschland unterhält Gender- und Antifaschismus-Leerstühle.
Die korrupte deutsche Wissenschaft halluziniert einen menschengemachten
Klimawandel, Faschismus in der Mitte der Gesellschaft und
Frauendiskriminierung. Die haben sogar (kein Witz, Prof. Hans Dietrich
von Loeffelholz) "bewiesen", dass die Masseneinwanderung von
bildungs- und integrationsresisten ausländischen Unterschichten die
deutschen Sozialkassen entlastet.
Da fällt das in diesem Artikel genannte Obskurantentum kaum noch auf.
echte naturwissenschaftliche Bildung führt allerdings zwangsläufig zur Gotteserkenntnis. Von kruden Thesen, wie der angeblichen Evolution, sei an dieser Stelle abgesehen.
Solange an unseren Hochschulen und Universitäten noch Steuergeldfinanzierte Lehrstühle für Okultismus existieren wie Religion, Antroposophie, Homeopathie und sonstigen Humbug, solange wird es Professoren geben, die ihren Titel, Status und Fremdwortschatz zum Nutzen der persönlichen Bereicherung auf Kosten lernwilliger Dummen einsetzen. An der Osfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel treibt ein Professor Dr. Klaus Turtur sein Unwesen, der andere glauben machen will, dass man aus dem Raum unbegrenzt freie Energie zur Stromerzeugung gewinnen kann. Er ist quasi der staatlich alimentierte Perpetuum-Mobile Erfinder. Seine Fan-Gemeinde im Web ist riesengroß und seine Anhänger äußerst aggressiv bei der Verteidigung seiner Thesen. Wir sind immer noch von unglaublich viel Aberglauben umgeben der heute nur weniger sichtbar ist. Elektrosmog und Mobilfunkstrahlung sind heute die neuen Ersatzgeister für Untote, den Teufel oder die Werwölfe.
Auf den ersten Blick unfassbar,
dass jemand mit solchem Unsinn Erfolg hat. Andererseits glauben zig Menschen an die Wirkung von Homöopathie. Oder dass Planetenkonstellationen ihr Leben beeinflussen. Oder dass eine imaginäre Gottheit ihre Gebete erhört. Letzteres folgt nicht einmal einer inneren Logik, lässt sich doch davon ausgehen, dass ein allwissender Gott auch ohne Gebetsannahmestelle bestens über die persönlichen Probleme seiner Gläubigen informiert sein müsste. Hoffentlich bekommt Müller neben den viereinhalb Jahren Haft auch eine saftige Geldstrafe. Der Erlös sollte umgehend in mehr naturwissenschaftliche Bildung investiert werden.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.04.2012 20:11 UhrAuf direktem Weg, Herr Schmitt
Denn Müller profitiert vom selben grundlegenden Übel, dessen sich auch der Verkäufer homöopathischer Wässerchen, der Astrologe und der Prediger bedienen: Rational nicht zu rechtfertigende Behauptungen werden mangels naturwissenschaftlicher Bildung zu wenig hinterfragt.