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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Bellevue Das Schloss von innen

 ·  Im Schloss Bellevue regieren die wirklich feinen Sitten. Es empfängt den Gast so, dass er sich seiner Bedeutung bewusst wird, und das Staatsoberhaupt ist auch im Binnenbetrieb der Verwaltung namenlos - immer der Herr Bundespräsident.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 17.03.2012 19:14 Uhr

Fünf vor Zwölf

zeigt die Uhr, wie passend, was Herr Abbas von der Palästinensischen Behörde dem Bundespräsidenten wohl geschrieben hat, kann jemand freundlicherweise übersetzen?

Das aufstehen wenn der Herr Bundespräsident hereinkommt erinnert mich an die Bundeswehr dort hies es: alles auf Achtung wenn der Cher hereingekommen war. Ich will ja gar nicht lästern ich denke das ganze ist nicht übertrieben und äußere Formalitäten sind manchmal sehr hilfreich.

Ich frage mich wer ob der Gast mitentscheidet wie der Besuch abläuft. Insbesondere der Einsatz des Wachbataillons beim Pabstpesuch zB hatte ja auch etwas eigenartiges.
Formal ist er wohl Staatsoberhaupt des Vatikan, aber immer dieses zeigen der alten Karabiner in Verbindung mit Marschmusik, schon seltsam.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.03.2012 13:45 Uhr
Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 18.03.2012 13:45 Uhr

Nur keine Panik

Das Alles ist internationales Protokoll. Die Präsentation der Waffen hat eine symbolische Bedeutung. Sie zeigt das Gewaltmonopol des Staates nach innen und außen für welches der Amtsträger (hier auch symbolisch) in der Verantwortung ist. Die Bundeswehr ist im Vergleich zu den Sitten z.B. bei der British Army ein recht lockerer Verein. Auch hier spielt viel Symbolik (der Verantwortung) mit.

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Eckart Härter

Das sind international gepflegte Rituale, @Herr Keller,

Rituale mit historischem Bezug. Andere Staaten zeigen vielleicht historische Uniformen, die Bundeswehr den Karabiner 98k, mit dem die Präsentiergriffe in der traditionellen Form funktionieren. Gespielt wird beim Abschreiten der Front der "Preussiche Präsentiermarsch", der keine eigentliche Marschmusik ist, weil (für den bestimmten Zweck) im Tempo viel zu langsam.

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Eckart Härter

Ein würdiges Gehäuse für das auf Zeit gewählte Staatsoberhaupt des deutschen Volkes

Ästhetik pur. Das hervorragende Foto des crèmefarbenen Gebäudekomplexes unter dem bewegten graublauen Himmel führt die ganze Schönheit der Schlossanlage anschaulich vor Augen. Gerade die weitgehende Schmucklosigkeit und Strenge der klassizistischen Fassade strahlt, ohne protzig zu wirken, eine Würde aus, der man sich schwerlich entziehen kann. Edelstes Preussentum.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.03.2012 12:29 Uhr
Eckart Härter

Mit Verlaub, @Herr Mock

Hab mich schlau gemacht (in Wikipedia). Bauzeit war 1785-1786. Der Architekt Michael Philipp Boumann, geb. 1747 in Potsdam, gest. 1803 in Berlin. Als wenn det keen Preusse war...
Beim Baustil war ich mir auch nicht so sicher. Wikipedia schreibt: frühklassizistisch.

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 18.03.2012 13:36 Uhr

Ja, der Ehrenhof ist ganz tadellos

Die Gartenseite mit dem Traufabschluß (!) über dem Mittelrisaliten aber schon sehr fragwürdig.

Im Übrigen ist dies kein Klassizismus (peußischer schon gar nicht), sondern Barock.

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 17.03.2012 17:57 Uhr

Leider ...

... ist die Ausstattung des Gebäudes trotz der letzten Renovierung nicht annähernd auf dem Niveau vergleichbarer Bauten vergleichbarer Länder. Ähnlich wie bei unseren Botschaftsresidenzen. Das ist dann allerdings- immerhin im Wortsinn- sehr repräsentativ für unser Land.

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Jahrgang 1952, Leiter der politischen Redaktion in Berlin.

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