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Bärenjagd „Bruno“ wurde von Auto angefahren

15.06.2006 ·  Wie mag es ihm jetzt gehen? In der Nacht zum Donnerstag ist der gesuchte Braunbär in Oberbayern mit einem Auto zusammengestoßen. Er konnte ohne größere Verletzungen fliehen. Die Suchtrupps sind ihm auf den Tatzen.

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Der seit Wochen im österreichisch-bayerischen Grenzgebiet herumstreifende Braunbär ist in der Nacht zum Donnerstag von einem Auto angefahren worden. Der Unfall ereignete sich in der Nähe des Sylvensteinsees auf bayerischem Gebiet, teilte das Umweltministerium mit. Offenbar wurde der Bär nur vom Außenspiegel getroffen. Am Wagen fanden sich keine Beschädigungen oder Blutspuren.

Noch in der Nacht wurden die fünf speziell ausgebildeten finnischen Bärensuchhunde an die Unfallstelle gebracht, um die Spur des Bären aufzunehmen. Sie fanden eine Fährte, die direkt in den See führte. Nach Angaben des Ministeriums gehen die Experten vor Ort davon aus, daß der Bär nach dem Unfall den See durchschwamm und ihn an einer unbekannten Stelle wieder verließ. Das gesamte Seeufer wurde noch in der Nacht mit den Hunden umrundet und abgesucht. Eine neue Witterung konnten die Tiere jedoch nicht aufnehmen. Die derzeit herrschende heiße und trockene Witterung erschwere das Verfolgen von Fährten, da sich Gerüche sehr schnell verflüchtigen, betonte das Ministerium.

Die Spur des Bären verflüchtigt sind

Gemeldet wurde die Bärensichtung auf der Bundesstraße 307 in der Nähe der Ortschaft Fall von dem Fahrer des Wagens aus dem österreichischen Achenkirch sowie einem Motorradfahrer, der sich unmittelbar hinter dem Unfallwagen befand. Zuvor war der Bär bereits von einem Mountainbike-Fahrer in unmittelbarer Nähe gesehen worden.

Die Suche nach dem Bären, der offiziell „JJ1“ heißt, war in den vergangenen Tagen immer wieder erfolglos fortgesetzt worden. Das finnische Suchteam mit fünf Elchhunden konnte wegen anhaltender Hitze im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet mehrfach nicht eingesetzt werden. Die hohen Temperaturen ließen die Spuren des Gejagten „verdunsten“. Das Verhalten des aus Südtirol stammenden Bären gilt als problematisch, weil er sich zu nahe an menschliche Siedlungen heranwagt und schon zahlreiche Nutztiere getötet hat.

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