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: "Axolotl" stärkt Nachfrage nach Axolotl

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mkwa. Frankfurt, 19. Februar. Der Roman "Axolotl Roadkill" von Helene Hegemann hat nicht nur Debatten über geistiges Eigentum angestoßen, sondern auch einer bisher nur in Amphibienfankreisen bekannten Tierart zu neuer Aufmerksamkeit ...

          mkwa. Frankfurt, 19. Februar. Der Roman "Axolotl Roadkill" von Helene Hegemann hat nicht nur Debatten über geistiges Eigentum angestoßen, sondern auch einer bisher nur in Amphibienfankreisen bekannten Tierart zu neuer Aufmerksamkeit verholfen: dem mexikanischen Schwanzlurch Axolotl, der nie dem Larvenstadium entwächst und dessen Gliedmaßen und Organe regenerationsfähig sind. So kann er bis zu 20 Jahre alt werden.

          Seit der Veröffentlichung sei die Nachfrage deutlich gestiegen, sagt Nacira Richi, die Moderatorin des Internetforums www.axolotl-online.de, die selbst auch Züchterin ist. Sie versendet die Tierchen, die immer im Wasser sein müssen, in Plastiktüten verpackt per Post. Nur wenige Tierhandlungen und einzelne Baumärkte führten Axolotl, sagt Richi, weil sie eine bestimmte Wassertemperatur bräuchten und nicht mit Fischen gehalten werden könnten.

          Deutsche Amphibienhalter haben die Tiere aus der Familie der Querzahnmolche indes lange vor Helene Hegemann entdeckt. Seit das Fernsehen die glubbrigen Wesen vor zwei Jahren in einer Heimtiersendung vorstellte, sei das Interesse kontinuierlich gestiegen, gibt ein Händler an, der in Niedersachsen ansässig ist. Im Roman wird die titelgebende Kreatur so beschrieben: "Ich gucke mir einen nachtaktiven mexikanischen Schwanzlurch an, der pink ist oder zumindest sehr, sehr rosa. Er hat komische kleine Tentakel, blaue Knopfaugen und das freundlichste Lächeln, das ich je gesehen habe. (...) Ich kaufe ihm das doofe Axolotl echt ab und trage es in einer mit Wasser gefüllten, durchsichtigen Plastiktüte lange durch die Gegend." Pink seien Axolotl nie, sagt Richi, die auch einen Fanshop betreibt, in dem man Ohrringe ordern kann, die eine im Dunkeln leuchtende Axolotl-Larve im Ei zeigen. Die Albino-Variante schimmere rosa, weil man das Blut pulsieren sehe. Sie hätten auch keine blauen, sondern schwarze Augen. In einer Plastiktüte dürfe man Axolotl schon herumtragen. Wohl aber nicht so, wie in Hegemanns Roman: "Ich sitze überanstrengt auf einer Klobrille. Das Axolotl hängt an dem nicht mehr funktionstüchtigen Abschließscheiß der Toilettenkabine."

          Quelle: F.A.Z.

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