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Asylantrag Jessica Lynchs Retter in Amerika

01.05.2003 ·  Amerika vergilt Hilfe mit raschem Lohn. Der junge Anwalt Muhammed Odeh al Rehaief, der Retter der Soldatin Jessica Lynch, bekam den Asylantrag für sich und seine Familien im Eilverfahren bewilligt.

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Amerika vergilt Hilfe mit raschem Lohn. Dem Asylantrag von Muhammed Odeh al Rehaief für sich, seine Frau und die fünf Jahre alte Tochter wurde von der Einwanderungsbehörde in Arlington im Bundesstaat Virginia im Eilverfahren entsprochen. Zudem erhält der 32 Jahre alte Anwalt aus der Stadt Nassirija im Südirak einen Job in der Firma des republikanischen Mitgliedes des Repräsentantenhauses, Bob Livingstone.

Odeh al Rehaief, dessen Frau als Pflegerin im Saddam-Hussein-Krankenhaus von Nassirija arbeitete, hatte beobachtet, wie ein Aufpasser des inzwischen gestürzten Regimes die schwerverletzte amerikanische Kriegsgefangene Jessica Lynch geschlagen hatte. Die 20 Jahre alte Soldatin war am 23. März mit ihrer Versorgungseinheit nahe Nassirija in einen irakischen Hinterhalt geraten. Die Obergefreite Lynch wurde von den irakischen Truppen ins Krankenhaus der nahen Stadt gebracht.

Im Schutz der Dunkelheit

Mehrfach und stets im Schutz der Dunkelheit lief der junge Anwalt die vielen Kilometer zwischen den feindlichen Linien und versorgte die amerikanischen Truppen und die Mitarbeiter des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA mit präzisen Informationen über den Zustand der verwundeten amerikanischen Soldatin und die Lage ihres Krankenzimmers in dem Hospital. Dank der genauen Berichte konnten amerikanische Spezialeinheiten Jessica Lynch in der Nacht zum 1. April aus dem Hospital befreien.

Zu Zeiten, in denen nach einer Verfügung von Heimatschutzminister Tom Ridge Asylbewerber aus dem Irak und aus 30 anderen muslimisch geprägten Ländern wegen des Generalverdachts, es könnte sich bei ihnen um radikal-islamische Terroristen handeln, bei ihrer Einreise vorübergehend in Gewahrsam genommen werden können, öffnen sich für Muhammed Odeh al Rehaief alle Türen zu einem gelobten Land.

Quelle: rüb / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2003, Nr. 101 / Seite 7
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