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Astronomie Zucker aus dem All

19.12.2001 ·  Hat ein Meteorit den lebenswichtigen Baustein auf die Erde gebracht? Zumindest fanden sich in einem Spuren der Substanz.

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Zucker ist auf der Erde allgegenwärtig und im Lebenszyklus sehr wichtig. Zellen bauen ihre Wände aus Zuckerstoffen und bekommen ihre Energie daraus, die Substanzen sind Komponenten in den Erbgutträgern DNS und RNS. Darüber, wie der Zucker auf die Erde kam oder wie er erstmals entstand, rätselt die Wissenschaft bis heute. Eine Theorie besagt, dass er per Meteorit auf die Erde kam.

Die beiden Meteoriten, die diese Theorie unterstützen, heißen Murchison und Murray. Der eine wurde 1969 in der australischen Wüste gefunden, der andere schlug 1950 auf der Erde ein. In beiden fand George Cooper vom Ames Center der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa mit seinen Mitarbeitern Zucker. Unter anderem eine kleine Zuckerverbindung namens Dihydroxyaceton, aber auch weitere zuckerähnliche Substanzen, so genannte Zuckersäuren und Zuckeralkohole.

Meteoritenschauer als Lebensbringer

Bislang waren in Meteoriten zwar viele der wichtigen Bausteine für das Leben auf der Erde nachgewiesen worden - darunter Sauerstoff, Schwefel, Wasserstoff und Stickstoff - Zucker jeodch noch nie. "Diese Verbindungen zu finden, hat viel zu unserem Verständnis beigetragen, welche organischen Materialien auf der Erde gewesen sein könnten ehe das Leben begann", sagt Cooper. Zucker scheine schon bei der Entstehung der ersten Zellen dabei gewesen zu sein - und das ist nach jüngsten Schätzungen 3,8 Milliarden Jahre her. Das würde mit einer Phase übereinstimmen, in der vor 3,8 Milliarden bis 4,5 Milliarden Jahren besonders viele Meteoriten gefallen sind.

"Die Entdeckung zeigt, dass die organische Synthese, die entscheidend für das Leben war, sehr wahrscheinlich überall im Universum stattgefunden hat", sagt Kenneth Souza, Direktor für Astrobiologie im Ames Center: "Auf der Erde konnte das Leben, da alle entscheidenden Elemente zum richtigen Zeitpunkt verfügbar da waren, blühen und gedeihen."

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