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Astronomie Wasser auf der Venus

 ·  Wasser auf der Venus - Forscher haben dafür eine Nachweismethode gefunden.

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Gab es Wasser auf den anderen Planeten unseres Sonnensystems? Diese Frage beschäftigt Planetologen seit Langem. Falls ja, könnte es dort auch Leben gegeben haben. Ein Kandidat ist der Mars, aber es gibt auch Anzeichen für Wasser auf der Venus. Bruce Fegley und Natasha Johnson von der Washington University haben jetzt eine Methode gefunden, das festzustellen.

Ein Gesteinsbrocken, der das Mineral Tremolit enthält, würde als Beweis reichen, meinen die beiden Planetologen. Dieses Mineral bildet sich in Lava und Wasser. Tremolit zerfällt, denn es ist thermodynamisch instabil. Den Untersuchungen zufolge hält es aber unter Venus-Bedingungen einige Milliarden Jahre lang. Lang genug, um auch nach dem Verschwinden von Wasser heute noch auf der Venus nachweisbar zu sein.

Auch Diamanten sind instabil

Die beiden Forscher vergleichen den Zerfallsprozess mit dem von Diamanten. Auch Diamanten seien an der Erdoberfläche instabil und zerfielen zu Kohle. „Aber schließlich macht es nicht ständig „Popp“ und die Leute haben Kohlestücke statt Diamanten in ihren Ringen“, sagte Johnson. Genauso verhalte es sich mit Tremolit - eigentlich instabil, aber doch einige Milliarden Jahre lang haltbar.

Zukünftige Expeditionen wissen, wonach sie suchen sollen

Die Untersuchungen könnten kommende Venus-Missionen beeinflussen. Die Wissenschaftler halten es für richtig, auf dem Planeten nach wasserstoffhaltigen Mineralen zu suchen. Also sollte ein Raumfahrzeug, das dorthin fliegt, Ausrüstung für das Auffinden bestimmter Gesteine einplanen, fordern die Experten.

Tremolit ist ein Kristall, der perlmuttfarben schimmert und in den Farben braun, farblos, grau, weiß und hellgrün auf der Erde vorkommt.

Quelle: @cop, mit Material der Washington University
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