12.12.2002 · Am Donnerstag scheiterte der Jungfernflug der Ariane 5. Der neunte Fehlschlag in der fast 23-jährigen Geschichte der Rakete und die 157. Mission.
Mit ihrer kontrollierten Sprengung endete in der Nacht zum Donnerstag der Jungfernflug der neuentwickelten Ariane 5. Drei Minuten nach ihrem Start musste die derzeit stärkste zivile Trägerrakte mit zwei Satelliten an Bord aus Sicherheitsgründen in die Luft gesprengt werden. Es war der neunte Fehlschlag in der fast 23-jährigen Geschichte der Ariane und ihre 157. Mission.
23. Mai 1980: Nach dem ersten gelungenen Flug einer Ariane-Rakete zu Weihnachten 1979 misslingt bereits der zweite Start wegen Schwingungen in der untersten Stufe der Trägerrakete. Sie wird gesprengt und mit ihr auch ihre Ladung, darunter der deutsche Forschungssatellit Firewheel.
10. September 1982: Beim fünften Ariane-Flug zündet die Oberstufe nicht. Die Rakete stürzt mit einem Telekommunikations- und einem Wissenschaftssatelliten an Bord ins Meer.
13. September 1985: Bis einschließlich Flug 14 geht alles glatt. Doch dann zündet auf Flug 15 die dritte Stufe wieder nicht. Die Ariane stürzt in den Atlantik, ein US- und ein europäischer Telekommunikationssatellit gehen verloren. Das Programm wird für fünf Monate unterbrochen.
31. Mai 1986: Wegen eines erneuten Triebwerkfehlers in der Oberstufe misslingt auch die 18. Mission. Der Fehler wird schließlich gefunden - aber das Neudesign zwingt die Trägerrakete für 16 Monate auf den Boden.
23. Februar 1990: 101 Sekunden nach dem Start explodiert die Ariane auf ihrem 36. Flug mit zwei japanischen Satelliten an Bord. Der erste Fehlschlag einer Ariane 4 sorgt für einige Aufregung - denn Ursache war ein Lumpen in einer Treibstoffleitung der ersten Stufe.
24. Januar 1994: Die Treibstoffpumpe der dritten Stufe bringt zu wenig Leistung, die 63. Ariane-Mission endet vor der afrikanischen Küste im Meer. Erneut gehen zwei Telekommunikationssatelliten verloren.
2. Dezember 1994: Das Triebwerk der obersten Stufe sorgt nach wie vor für Probleme. 15 Minuten nach ihrem Start stürzt Ariane auf ihrer 70. Mission mit dem US-Satelliten PanAmSat-3 in den Atlantik. Das Problem wird gefunden, danach gibt es keine Fehlstarts mehr bis zum...
4. Juni 1996: Wegen einer fehlerhaften Software der Bordrechner weicht die erste Ariane 5 bei ihrem Jungfernflug vom Kurs ab und sprengt sich nur eine Minute nach ihrem Start in die Luft. Vier europäische Satelliten zur Erforschung der Sonne gehen dabei verloren.
12. Dezember 2002: Der Jungfernflug der neuen Ariane-5-ESCA endet drei Minuten nach dem Start: Die Rakete musste gesprengt werden, weil sie ihre Flugbahn verlassen hatte. Die genaue technische Ursache konnte zunächst nicht geklärt werden.