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Angola Marburg-Virus tötet 95 Menschen

23.03.2005 ·  Die mysteriöse Krankheit, die im Norden Angolas bislang bereits mindestens 95 Menschenleben kostete, ist identifiziert. An dem sogenannten Marburg-Fieber, eng verwandt mit dem Ebola-Virus, starben bislang vor allem Kinder unter fünf Jahren.

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Bei einem Ausbruch des tödlichen Marburg-Fiebers in Angola sind bislang 95 Menschen gestorben. Drei Viertel davon seien Kinder unter fünf Jahren, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf mit.

An dem Virus seien seit Oktober mindestens 102 Menschen erkrankt. Die meisten seien drei bis sieben Tagen nach Auftreten der Symptome gestorben. Gegen das mit inneren Blutungen einhergehende (hämorrhagische) Fieber gibt es keine Impfung und keine Medikamente. In Laborproben sei der Erreger zweifelsfrei nachgewiesen worden. Seit Beginn des Ausbruchs seien die registrierten Erkrankungszahlen jeden Monat gestiegen, teilte die WHO weiter mit. Der registrierte Anstieg könne allerdings auch Folge der gesteigerten Aufmerksamkeit sein. Unter den an dem Fieber gestorbenen Erwachsenen seien auch medizinische Helfer gewesen. Die meisten Fälle gebe es in Angolas nördlicher Provinz Uige.

Dauerhaftes Reservoir noch nicht entdeckt

Hämorrhagische Fiebererkrankungen gehören zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten. Zu den bekanntesten Formen zählen Ebola, das Lassa- und das Dengue-Fieber. Hämorrhagisch (griechisch von Blutfluß/Blutsturz) beschreibt die Krankheitssymptome: Außer an hohem Fieber können Infizierte an Blutungen und Gewebeschäden leiden. Marburg-Viren werden über Körperflüssigkeiten übertragen. Das könne bei der Pflege von Kranken aber auch bei bestimmten Beerdigungspraktiken geschehen, berichtete die WHO.

Das Virus wurde laut WHO 1967 nach Erkrankungen bei Labormitarbeitern in Marburg, Frankfurt und Belgrad identifiziert. Ursprung der Erreger seien aus Uganda importierte Affen gewesen. Das dauerhafte Reservoir der Viren in Afrika ist laut WHO jedoch noch nicht entdeckt. Die größte bislang registrierte Erkrankungswelle gab es in der Demokratischen Republik Kongo. Von 1998 bis 2000 starben dort 123 Menschen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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