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Amsterdam Verdächtige Passagiere planten keinen Terroranschlag

24.08.2006 ·  Die Furcht war offenbar unbegründet: Weil sich Passagiere auffällig verhielten, war eine Maschine der Fluggesellschaft Northwest zum Startflughafen Amsterdam zurückgeflogen. Einen Terroranschlag werde ausgeschlossen, doch die Polizei hält weiterhin zwölf Personen in Gewahrsam.

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Am Tag nach dem Alarm an Bord einer amerikanischen Passagiermaschine über deutschem Luftraum haben die Behörden Entwarnung gegeben: „Es gibt keine Anzeichen für eine terroristische Bedrohung gegen die Maschine, die nach Amsterdam-Schiphol zurückkehrte“, zitierte eine Sprecherin den niederländischen Justizminister Piet Hein Donner am Donnerstag.

Die Maschine der Fluggesellschaft Northwest hatte am Mittwoch ihren Flug nach Indien kurz nach dem Start abgebrochen, da sich Passagiere auffällig benommen hatten. Zwölf Männer waren gleich nach der Landung vorläufig festgenommen worden und befanden sich weiterhin in Haft. Angaben über die gegen sie erhobenen Vorwürfe oder ihre Identität wurden nicht gemacht. Die Festgenommen müssen spätestens an diesem Freitag einem Richter vorgeführt oder freigelassen werden.

Verdächtiges Verhalten

Die DC-10 der Fluggesellschaft Northwest Airlines war am Vormittag mit 149 Passagieren nach Bombay gestartet und etwa 30 Minuten später in Begleitung zweier niederländische F-16-Kampfflugzeuge zurückkehrt. Nach Berichten niederländischer Zeitungen, die sich vor allem auf Aussagen von Passagieren beriefen, übernahmen zwei bewaffnete Flugbegleiter (Air Marshalls) die Kontrolle an Bord, nachdem die Männer durch verdächtiges Verhalten aufgefallen waren. Alle zwölf kamen angeblich erst unmittelbar vor dem Start an Bord und nahmen in der Business Class Platz. Einer soll eine Gitarre bei sich gehabt haben, bei einem anderen habe während des Starts das Mobiltelefon geklingelt. Fortgesetztes Hantieren mit Telefonen, Kramen in Plastiktüten und Herumlaufen veranlaßte offenbar die Air Marshalls zum Eingreifen.

Video: Verdächtige nach Flug-Zwischenfall werden freigelassen

Gestiegene Terrorfurcht

Aus dem indischen Außenministerium verlautete, offenbar seien alle zwölf Verdächtigen indischer Herkunft. Passagieren zufolge handelte es sich um Männer im Alter zwischen 25 und 35 Jahren.“ Einige hatten Bärte, andere waren unrasiert, einer trug ein Gewand. Einige hatten auch Baseballmützen auf“, beschrieb einer der Passagiere die Verdächtigen. Der verschobene Flug startete am Donnerstagmorgen nach Bombay, nachdem die Passagiere die Nacht in Hotels verbracht hatten.

Die Terrorfurcht war weltweit gestiegen, nachdem die britische Polizei am 10. August die Festnahme von mehr als 20 mutmaßlichen Islamisten bekannt gegeben hatte. Mehrere von ihnen sollen Anschlagspläne auf den transatlantischen Flugverkehr geplant haben.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP, Reuters, AP
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