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Amsterdam Eine Tote bei schwerem Zugunglück

Nach dem Zugunglück am Samstag in Amsterdam ist am Sonntag eine Frau ihren schweren Verletzungen erlegen. Bei dem Zusammenprall zweier Zügen hatten sich weit über 100 Menschen verletzt - viele von ihnen schwer.

© dpa Zwei Züge sind frontal aufeinander geprallt

Einen Tag nach dem schweren Zugunglück in Amsterdam ist das erste der lebensgefährlich verletzten Opfer gestorben. Eine 68 Jahre alte Frau sei am Sonntag ihren Verletzungen erlegen, teilte die Stadt Amsterdam mit. Am Samstagabend waren mitten in der niederländischen Stadt zwei Züge frontal zusammengestoßen. Über 120 Menschen wurden dabei verletzt.

Ein Schnellzug und ein doppelstöckiger Regionalzug waren am Samstagabend nahe des niederländischen Bahnhofs von Amsterdam-Sloterdijk zusammengeprallt. Die Ursache war auch am Sonntagvormittag noch unklar.

Nach Angaben der Tageszeitung „De Volkskrant“ erlitten 125 Menschen Verletzungen, andere Berichte gehen sogar von 136 aus. Die Zahl soll so hoch sein, weil viele Passagiere standen oder noch auf der Suche nach einem Sitzplatz gewesen waren, als das Unglück geschah. Die meisten erlitten Knochenbrüche und Quetschungen.

Die Züge waren bei der Kollision nicht umgekippt und waren anscheinend auch nicht besonders stark beschädigt. Mindestens 56 Menschen wurden dennoch schwer verletzt. 13 der Schwerverletzten seien in einem sehr kritischen Zustand, berichtete der niederländische Rundfunk am Sonntag bevor die 68 Jahre alte Frau ihren Verletzungen erlag.

Trains collide near Amsterdam, at least 48 reported injured © dpa Vergrößern Eine Polizistin kümmert sich nach dem Zugunglück um ein Baby

Die meisten Verletzten sollen Passagiere des Regionalzugs sein. Auf dem Bahnhof halten normalerweise mehrmals die Stunde Züge in Richtung Hauptbahnhof. Nur wenige Minuten dauert die Fahrt dorthin. Die Stadtverwaltung richtete eine Telefonhotline für Angehörige ein.
Augenzeugen berichteten der niederländischen Nachrichtenagentur ANP zufolge, sie hätten zunächst das Warnsignal eines Zuges gehört, dem Sekunden später das Geräusch des Aufpralls folgte. Innerhalb von acht Minuten seien die ersten Rettungskräfte an der Unfallstelle gewesen. Viele der Verletzten mussten über enge Metalltreppen von den erhöhten Gleisen zu den wartenden Rettungswägen transportiert werden.

Helfer hoben Verletzte auf Tragen über die Barrieren, verängstigte Kinder klammerten sich an den Rettern fest. Auch den unverletzten Passagieren stand der Schock ins Gesicht geschrieben.

Der Zugverkehr auf der Strecke und auch zwischen dem Hauptbahnhof und dem Flughafen Schipohl sei unterbrochen, teilte ein Sprecher der Bahn mit. Die Sperre des Bahnverkehrs soll bis Mittag andauern.
 

Quelle: dpa

 
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